Junge ÖVP: Retten wir die europäische Idee!

Eisenstadt, 15. 5. 2018

Im Zuge des heurigen Europa-Schwerpunktes der Jungen ÖVP gab die JVP eine Studie in Auftrag, um die Einstellung Jugendlicher in ganz Österreich zu Europa zu erfragen. Nun präsentieren JVP-Bundesobmann Abg.z.NR Stefan Schnöll und JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas die Jugendumfrage unter 16- bis 30-Jährigen zu aktuellen europapolitischen Fragen.

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JVP-Landesobmann Patrik Fazekas, JVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner, JVP-Bundesobmann Stefan Schnöll

„Als Junge ÖVP waren wir bereits 1985 die treibende Kraft für einen Beitritt Österreichs zur Europäischen Gemeinschaft. Auch heuer wollen wir im Zuge der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft Europa in den Mittelpunkt unserer politischen Arbeit rücken. Gemeinsam gehen wir Jungen voran und erarbeiten Visionen für ein zukünftiges Europa. Unsere Europa-Umfrage bildet den Grundstein dafür“, so Abg.z.NR Stefan Schnöll, Bundesobmann der Jungen ÖVP, anlässlich des Schwerpunktes der JVP. Die Ergebnisse der Studie zeugen jedoch auch von viel Skepsis Jugendlicher der EU gegenüber. Lediglich 51% der befragten Jugendlichen steht der Europäischen Union positiv gegenüber. Das ist nur die Hälfte aller jungen Menschen in ganz Österreich. Würde es zu einer Volksabstimmung in Österreich kommen, die über den Verbleib Österreichs in der Europäischen Union befindet, so würden nur knapp 60% der jungen Menschen für einen Verbleib stimmen. Die Mehrzahl der Jugendlichen erwartet sich, dass die Europäische Union die Bereiche Klimaschutze und gemeinsame Außen- & Sicherheitspolitik stärker vorantreibt.

 

JVP-Bundesobmann Stefan Schnöll: „Es braucht Antworten auf großen Fragen!“

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich Jugendliche ein Europa erwarten, das vor allem Antworten auf die großen Fragen, die wir nicht nationalstaatlich lösen können, findet. Darüber hinaus wünscht sich die Mehrheit der Befragten ein Ende der Schuldenpolitik in Europa. Hier zeigt die Studie, dass der österreichische Weg der letzten Monate auch in der Europäischen Union Fuß fassen sollte – sparen im System und Mut zu Reformen“, so Schnöll weiter. Weiters sprechen sich über 70% der Befragten klar für einen sofortigen Abbruch der Beitrittsgespräche mit der Türkei aus. Auch die Anti-Atompolitik der österreichischen Bundesregierung findet Unterstützung. Über 90% der Befragten sind für einen völligen Ausstieg aus der Atomenergie. „Gerade beim Thema Europa ist es wichtig, dass wir erfahren, wie sich junge Menschen ihre Zukunft innerhalb der Europäischen Gemeinschaft vorstellen, um auf Basis dessen, politische Forderungen zu erarbeiten. Mit unserer Europa-Jugendstudie legen wir eine aktuelle, umfangreiche und in alle Bundesländer und Berufsgruppen unterteilte Studie vor, die genau zeigt, was junge Menschen heutzutage von Europa erwarten und wie wir die europäische Idee zukünftig retten können“, so Schnöll abschließend. Die europäische Union ist wohl das größte Friedensprojekt, das jemals geschaffen wurde. Wir müssen stolz darauf sein und wir müssen vor allem alles dafür tun, dieses Projekt in eine gute Zukunft zu bringen.

 

JVP-Landesobmann Patrik Fazekas: „An einer starken EU müssen wir alle mitarbeiten“

„Die Europäische Union ist das größte Friedensprojekt aller Zeiten. Darauf müssen wir stolz sein und wir müssen alles daran setzen Europa in eine gute Zukunft zu bringen. Denn Freiheit, Friede und Wohlstand sind nicht selbstverständlich – an einer starken EU müssen wir alle mitarbeiten“, betont LAbg. Patrik Fazekas, Landesobmann der Jungen ÖVP Burgenland. Angenommen es käme zu einer Abstimmung über den Verbleib Österreichs in der Europäischen Union, würden in der Ostregion (Burgenland, Niederösterreich und Wien) 62,4 Prozent der Jugendlichen für den Verbleib stimmen. „Für uns war und ist klar: Wer Ja zu Europa sagt, muss auch Ja zu Reformen und Erneuerung innerhalb der europäischen Institutionen sagen. Gerade weil ich für diese Union brenne bin ich auch davon überzeugt, dass große Schritte der Weiterentwicklung notwendig sind“, so Fazekas.

 

Starke Regionen in einem besseren Europa

Die Junge ÖVP war einst die treibende Kraft für den EU-Beitritt und setzt sich seither für ein starkes Europa ein. Trotzdem muss man genau hinhören und Europa voran treiben. Inhaltlich hat JVP-Landesobmann Patrik Fazekas klare Vorstellungen: „Herausforderungen müssen so nahe wie möglich bei den Menschen gelöst werden: Was wir vor Ort besser wissen und können, sollte nicht von Brüssel aus vorgeschrieben werden. Gleichzeitig muss die EU in großen Fragen, wie der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, gemeinsam Lösungen finden“. Fazekas bestärkt damit auch die Linie der Bundesregierung und Bundeskanzler Sebastian Kurz, die die EU-Ratspräsidentschaft Österreichs unter das Motto „Ein Europa, das schützt“ stellen wird und Veränderungen vorantreiben will. Auch was die Demokratisierung der EU anbelangt, gibt es Aufholbedarf. „In Gemeinden ist Politik für uns greifbar – wir kennen den Bürgermeister und die Gemeinderäte persönlich. In größeren Städten wird das schon schwieriger. Europäische Politik wird überhaupt als ,weit weg‘ empfunden. Europa muss auch am Stammtisch Platz finden! Dazu braucht es mehr direkte Demokratie“, so Fazekas.

 

Austauschprogramme fördern

Lehrlings-, Schüler- und Studentenaustauschprogramme der Europäischen Union erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie bieten die Möglichkeit neue Sprachen vor Ort zu lernen, andere Kulturen besser kennenzulernen und den Horizont zu erweitern. Ein Auslandsaufenthalt während der Ausbildung kann für junge Menschen überaus wertvoll sein, um sich zusätzliche Qualifikationen anzueignen und im internationalen Wettbewerb Schritt zu halten. „Junge Menschen müssen die Europäische Union spüren! Es ist unsere Aufgabe dazu bei zu tragen.  Ein Auslandsaufenthalt erweitert neben sprachlichen auch zahlreiche soziale Kompetenzen. Das ist enorm wichtig, denn in der Arbeitswelt von heute zählt neben der Ausbildung auch die Aneignung außerordentlicher Fähigkeiten. Jeder Euro der in Austauschprogramme investiert wird, ist richtig“, so Fazekas.

Für die Junge ÖVP ist klar: „Wir Jungen sagen JA zu Europa! Europa ist unsere Zukunft! Wir werden jede Möglichkeit nutzen, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der EU zu leisten“, betont JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas abschließend.

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