SWV: Forderungen für EPUs und KMUs

Eisenstadt, 8. 5. 2018

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Auf der heutigen Pressekonferenz im Roten Haus stellten KommR Oswald Hackl, Präsident des SWVBgld und Frau Reneè Wisak, Jungunternehmerin aus Eisenstadt Forderungen für die
burgenländischen EPUs und KMUs vor:

• die Überarbeitung der Förderrichtlinien und Programme für Start-Ups und JungunternehmerInnen
Eigene Richtlinien für NeugründerInnen und JungunternehmerInnen. Fördergegenstand  sollte die Unternehmensberatung, Marketing (Drucksorten, Visitenkarten, Homepage Firmenlogo etc.) beinhalten.
Die Förderung soll auch für den Erwerb von gebrauchten und geringfügigen Wirtschaftsgütern verwendet werden.
Die Abrechnung der Förderung soll durch ein vereinfachtes Prüfverfahren erfolgen.
Die Definition JungunternehmerInnen soll so angepasst werden, dass als JungunternehmerInnen Gewerbetreibende gelten sollten, die max. drei bis fünf Jahre den
Betrieb angemeldet haben.

• die AUVA und ihre gesetzlich verpflichtenden Leistungen erhalten. Die von der Bundesregierung verordneten Einsparungspläne bei der AUVA sollen die UnternehmerInnen durch Beitragskürzungen entlasten. Die möglichen daraus resultierenden Leistungskürzungen treffen 97 % der heimischen Betriebe allerdings in wesentlich höherem Ausmaß. Ein wesentlicher Bereich ist der Zuschuss zur Entgeltfortzahlungen für erkrankte MitarbeiterInnen, der im Jahr 2016 immerhin 79,6 Mio. € betrug.
• die Leistungen für EPUs zum Familienbonus zugänglich machen, wobei Der von der Bundesregierung beschlossene Familienbonus schließt in der derzeitigen Form der Regelungen den Großteil der selbständigen Frauen von Leistungen aus.
Der Bonus von 1.500 Euro pro Kind und Jahr soll erst ab einem monatlichen Einkommen von 1.700 Euro brutto voll ausgeschöpft werden können.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das weibliche Medianeinkommen bei selbständigen Frauen lag im Jahr 2015 laut Statistik Austria bei rund 670 Euro p.m. (vor Steuern), das Durchschnittseinkommen bei 1300 Euro p.m. (vor Steuern). Damit schließt die Regierung die Gruppe der kleinen Unternehmer und Unternehmerinnen defakto von Leistungen aus dem Familienbonus aus. Zusätzlich wird mit der Einführung des Familienbonus die Absetzbarkeit der Kinderbetreuung gestrichen.

• der 12-Stunden-Tag für Herrn KommR Oswald Hackl selbstverständlich ist.
Den maximal 12 Stunden Tag für EPUs und KMUs kann man nur durch bessere soziale Absicherung der Gewerbetreibenden erreichen wie die Abschaffung des 20% Selbstbehaltes, Gleichstellung beim Krankengeld analog zum ASVG.

Bei Fragen stehen wir gerne unter 02682/72611 oder Mail info@wvbgld.at zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

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