Neues von der Bahnschleife Wulkaprodersdorf

Wulkaprodersdorf, 30. 4. 2018

Wie zuletzt am 05.04. informiert, wurde uns aus dem Büro von BM Norbert Hofer eine Antwort auf unseren Brief vom 15.01.2018 avisiert. Leider ist dazu bis heute nach 3 ½ Monaten keinerlei konkrete Antwort eingelangt.

bswp

Dies ist sehr enttäuschend und erweckt den Eindruck, daß man scheinbar gar nicht interessiert ist, auf unsere Anliegen einzugehen. Auch zu unserer Frage nach einer möglichen Verlagerung von Güterverkehr auf die Strecke von Parndorf über Neusiedl in Richtung Ebenfurth/Wr. Neustadt erfolgt keinerlei  Reaktion. Gerade durch den im Raum stehenden Containerumschlagbahnhof bei Parndorf im Zuge der beschlossenen Verlängerung der Breitspurbahn erhält diese Frage eine erhöhte Brisanz.

Andererseits haben wir die Aussagen von BM Hofer und LH Niessl bei der  Konferenz der Landesverkehrsreferenten in Frauenkirchen  vernommen. Da sagten beide Herren, dass die Bevölkerung bei allen Projekte eingebunden werden soll, man transparente Vorgangsweisen wählt, dabei  auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingeht und immer einen Konsens anstrebt.
Zur geplanten Bahnschleife Wulkaprodersdorf wurde festgehalten, dass diese
2022 fertig sein soll und damit im Zeitplan ist.
Das heißt , der noch ausstehende Baubescheid kann jederzeit eintreffen.

Somit zeigt sich, dass die Aussagen der Verantwortlichen nur leere Worte sind und auf die Bedenken der Bürger von Wulkaprodersdorf hinsichtlich erhöhtem Lärm-und Schadstoffausstoß samt Vernichtung von wertvollem Ackerland in der Realität nicht wirklich reagiert und schon gar nicht eingegangen wird.

Wir haben Vorschläge zur Beschleunigung von Zügen über Neusiedl nach Wien zu den Hauptverkehrszeiten gemacht, die eine Zeitersparnis von gut 15-20 min für die Fahrt von Eisenstadt nach Wien Hauptbahnhof und somit eine Verkürzung der Fahrzeit auf ca. 50-55 min bringen würden. Außer einer Adaptierung der Fahrpläne müßte kein einziger Euro investiert werden und eine Umsetzung könnte mit der nächsten Fahrplanumstellung per Anfang kommenden Dezember erfolgen. Auch hier ist uns kein Fortschritt bekannt.

Statt dessen hält man scheinbar an einer „Steuergeldverschwendung“ von ca. 25-27 Millionen Euro für eine Fahrzeitreduktion von ganzen 4-5 min von Eisenstadt nach Wien samt den bekannten zusätzlichen Belastungen für die Bevölkerung von Wulkaprodersdorf fest.

Die BIB Wulkaprodersdorf wartet nun noch bis Mitte Mai ab und wird dann, falls bis dahin keine Reaktion auf unsere Anliegen erfolgt, wieder mit Aktionen in der Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen.

 

Share Button

Related posts