41 Empfehlungen für Burgenland Tourismus

Eisenstadt, 26. 4. 2018

Landesrechnungshof-Bericht Tourismus Burgenland

Der Prüfbericht des Burgenländischen Landesrechnungshofes über den Burgenland Tourismus umfasst 41 Empfehlungen, bzw. Verbesserungsvorschläge.

Guene
LAbg. Wolfgang Spitzmüller, Grüne

„Einige Missstände resultieren wohl auch daraus, dass von Seiten der gesetzlichen Rahmenbedingungen aus es zu keiner Ruhe kam. Zuerst wurde aus dem ehemaligen „Landesverband Burgenland Tourismus“ die „Burgenland Tourismus GmbH“, dann ging der Geschäftsführer, aus bis heute ungeklärten Gründen. Die größte Unruhe verursachten drei unterschiedliche Tourismusgesetze im Prüfzeitraum,“ so GRÜN-Abgeordneter Wolfgang Spitzmüller.

Eine wesentliche Kritik betrifft die Einhebung des Tourismusförderungsbeitrages. Die Einnahmen verringerten sich zwischen 2012 und 2016 um rund 64 Prozent, obwohl es um 12% mehr beitragspflichtige Unternehmen gab. Alleine 2014 fehlten die Meldungen von 4.374 Betrieben, dadurch fehlten auch 25.000,- Euro. „Dies lag wohl auch am fehlenden Personal, darauf wurde allerdings bereits in der Vorbereitung des Tourismusgesetz 2014 hingewiesen. Offenbar ohne Erfolg,“ meint Spitzmüller. „Aktuell weiß man offenbar gar nicht, wie hoch die Fehlbeträge sind.“

Weiters weist der Landesrechnungshof darauf hin, dass die Prokuristin über mehr und detailliertere Aufgabenbereiche als die Geschäftsführung verfügt. Zum Beispiel untersteht dem Geschäftsführer die Personalverrechnung, der Prokuristin jedoch das gesamte Personalwesen. Zahlreiche Misstände sind hausgemacht, so fehlt eine Kostenrechnung, daher empfiehlt der BLRH, eine Kostenrechnung nach gängigen betriebswirtschaftlichen Standards.

Spitzmüller lobt die Arbeit des Landes-Rechnungshofes und kritisiert einmal mehr, dass nur noch der Rechnugshof hier kontrollieren kann. „Dem Landtag werden sukzessive die Kontrollmöglichkeiten entzogen, da immer mehr Bereiche ausgelagert werden,“ so Abgeordneter Spitzmüller.

 

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