Exklusiv Regina Petrik über die Anfragebeantwortung von LH Hans Niessl zur Bahnschleife Wulkaprodersdorf

Wulkaprodersdorf, 16. 4. 2018

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Hier nocheinmal die Anfrage der Grünen und die Antwort von LH Hans Niessl:

Die schriftliche Antwort von LH Hans Niessl einer Anfrage der Grünen Abgeordneten Mag. Regina Petrik, läßt nur den Schluß zu, dass das Land sowieso nichts mehr zu sagen hat. Alle Zuständigkeiten liegen bei der ÖBB und der Genehmigungsbehörde.

HANS NIESSL
LANDESHAUPTMANN VON BURGENLAND

Herrn
Landtagspräsident
Christian Illedits
Landtagsdirektion
im HauseEisenstadt, am 11. April 2018

Sehr geehrter Herr Präsident!

Die schriftliche Anfrage der Landtagsabgeordneten Mag.a Regina Petrik, ZI. 21-877, beantworte ich wie folgt:

(Die Fragen wurden von der Grünen Abgeordeten Mag. Regina Petrik gestellt)

1. Derzeit beträgt die Fahrzeit von Eisenstadt Bahnhof nach Wien Meidlina über Wulkaorodersdorf fahrplanmäßig mindestens l Stunde und 2 Minuten. Welche Zeitersparnis genau soll mit der Errichtung der Schleife Eisenstadt/Wulkaorodersdorf erzielt werden?

2. Mit welcher endgültigen Fahrzeit ist zu rechnen, wenn alle baulichen Maßnahmen auf der Strecke Eisenstadt-Wien, inklusive des Baues der Schleife Ebenfurth. erfolgt sind?

3. Vom SPÖ-Spitzenkandidaten wurde im Gemeinderatswahlkampf 2017 eine Fahrzeit von 35 Minuten in Aussicht gestellt. Welche konkreten Maßnahmen müssten erfolgen, damit diese Fahrzeit erreicht werden könnte?

4. Wie ist der derzeitige Planungsstand und bis wann werden welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden?

5. Wie hoch werden sich die Kosten für die einzelnen Maßnahmenpakete belaufen?

6. Eine Zugverbinduna von Eisenstadt nach Wien ohne Umstieg in jenen aus Deutschkreutz kommenden Zug, hat Auswirkungen auf den gesamten Fahrbetrieb.

a) Wird die Streckenführung über den jetzigen Bahnhof Wulkaprodersdorf laufen?
b) Werden eigene Züge von Eisenstadt nach Wien und zurück fahren?
cl Werden weiterhin eigene Züge von Deutschkreuz nach Wien und zurück geführt werden?
d) Werden Züge von Deutschkreuz nach Wien und umgekehrt über Eisenstadt fahren, oder werden in Zukunft jene Fahraäste. die im Zug aus Deutschkreutz sitzen, umsteigen müssen?
e) Werden diese Züge in Eisenstadt mit einem anderen Zug zusammengekoppelt?
f) Werden die Züge von Eisenstadt nach Wien und umgekehrt in Müllendorf an die von Deutschkreuz kommenden angekoppelt werden?
a) Wenn ja. welcher Zeitrahmen ist für die Kopplung veranschlagt?
h) Wird in Eisenstadt ein Taktknoten für alle öffentlichen Verkehrsmittel errichtet werden?
i) In Wulkaorodersdorf soll eine Park & Ride Anlage für 120 Kraftfahrzeuge errichtet werden. Diese dürften für Pendlerinnen geplant sein. Für welchen Einzugsbereich wurde hier geplant und welche Anfahrtswege werden laut Planung verstärkt benutzt werden?

7. Gibt es eine Verkehrsanalyse, wie sich der Verkehr durch die P&R Anlage in Wulkaprodersdorf verlagern wird?

8. Wie viele KFZ-Stellplätze sind derzeit in Eisenstadt am Bahnhof bzw, bei der Haltestelle beim Eisenstadt/Schule für Bahnreisende zur Verfügung? Ist hier eine Erweiterung geplant?

9. Gibt es mit der Stadtgemeinde Eisenstadt Kontakte zur Entwicklung eines auf die neue Situation angepassten innerstädtischen Verkehrskonzepts?

10. Eisenstadt hat schon derzeit eine direkte Bahnverbindung nach Wien, diese führt über Neusiedl am See. Auf dieser Strecke beträgt die fahrplanmäßige Fahrzeit l Stunde und 15 Minuten. Welche Maßnahmen zur Fahrzeitverkürzung sind auf dieser Strecke geplant?

11. Gibt es Planungen, den Bahnhof Müllendorf, der Ausgangspunkt für viele Pendlerinnen ist, für die Umlandgemeinden öffentlich anzubinden?

12. Gibt es Planungen, die Bahnhöfe entlang der Strecke Eisenstadt – Neusiedl am See für Pendlerlnnen aus den Umlandgemeinden öffentlich erreichbar zu machen?

 

Ad Frage l bis 12:
Sehr geehrte Frau Abgeordnete!
Gem. Art. 10 Abs. l Ziffer 9 B-VG fällt das Eisenbahnwesen in die alleinige Gesetzgebungs- und Vollzugskompetenz des Bundes. Projektträgerin bei gegenständlichem Infrastrukturprojekt ist somit
die ÖBB Infrastruktur AG und Genehmigungsbehörde das BMVIT. Weiters wird mitgeteilt, dass sich die Stellplätze am Bahnhof Eisenstadt auf ÖBB Grund befinden, somit eine allfällige Erweiterung der Stellplätze ebenfalls der ÖBB Infrastruktur AG obliegt. Im Jahr 2015 wurden zudem alle Busverkehrsleistungen im Nordburgenland durch den Verkehrsverbund Ost-Region neu ausgeschrieben. Dabei wurden unter anderem die Grundsätze des Knotenpunktsystems sowie bestehende Mikro-ÖV Systeme berücksichtigt. Die Leitlinien des Landes Burgenland im Bereich des öffentlichen Verkehrs sind zudem in der Gesamtverkehrsstrategie, welche von den Mitgliedern des Burgenländischen Landtages beschlossen wurde, ersichtlich.

Mit besten Grüßen
LH Hans Niessl

 

 

 

 

 

 

 

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