Unsere Bäuerinnen und Bauern erbringen viele Leistungen für die Gesellschaft

Eisenstadt, 3. 4. 2018

„Die heimische Landwirtschaft erbringt wertvolle Leistungen für die Gesellschaft, die der Markt oft nicht honoriert. Diese bäuerlichen Leistungen kann es nur geben, wenn sie mit leistungsbezogenen Prämien abgegolten werden. Die Ländliche Entwicklung ist das Herzstück der österreichischen Agrarpolitik. Das Programm unterstützt eine moderne und nachhaltig produzierende Landwirtschaft sowie die regionale Wirtschaft und Gemeinden und setzt soziale Akzente. Damit ist es der Wachstumsmotor für den ländlichen Raum. Die gegenwärtige Periode läuft noch bis zum Jahr 2020, wobei es Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger trotz Sparmaßnahmen der Bundesregierung gelang, die Mittel für das Agrarbudget der kommenden zwei Jahre sicherzustellen“, sagte Präsident Franz Stefan Hautzinger bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrätin Verena Dunst am 3. April 2018 in der Burgenländischen Landesregierung in Eisenstadt.

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Präsident Franz Stefan Hautzinger, Landesrätin Verena Dunst, Dipl.-Ing. Barbara Weißeisen-Halwax und Dipl.-Ing. Manfred Cadilek

Hautzinger weiter: „Die nächste Periode der EU-Agrarpolitik erstreckt sich über den Zeitraum von 2021 bis 2027. Auch die neue Agrarpolitik der EU benötigt Lenkinstrumente, die bei einer Überproduktion ebenso wirken, wie bei Missernten. Die Bauern sollen in ihren Betrieben auch in Zukunft auf eine große Planungssicherheit genauso vertrauen können, wie die Konsumenten auf qualitativ hochwertige und leistbare Lebensmittel. Die Gemeinsame Agrarpolitik 2021 bis 2027 muss daher weiterhin über zwei stabile Säulen mit flexiblen Instrumenten verfügen, die bei Krisenfällen verlässlich und zielsicher reagieren können. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die als langjährige EU-Abgeordnete über einen hohen Erfahrungsschatz verfügt, ist Garant dafür, dass in der künftigen EU-Agrarperiode auch für die kleinstrukturierte Landwirtschaft des Burgenlandes ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stehen. Positiv stimmt mich natürlich auch, dass Landesrätin Verena Dunst vom 1. April bis 31. Dezember 2018 den Vorsitz der Landesagrarreferentenkonferenz innehat und in dieser Funktion ihren Einfluss auf Beschlüsse im Interesse der bäuerlichen Betriebe des Burgenlandes und einer flächendeckenden Landwirtschaft geltend machen kann“.

Im Rahmen der Pressekonferenz appellierte Präsident Hautzinger an Landesrätin Verena Dunst, ehestens dafür Sorge zu tragen, dass auch in den Kantinen des Landes und in landesnahen Betrieben beim Kauf von Lebensmittel das „Billigstbieterprinzip“ durch das „Bestbieterprinzip“ ersetzt wird. Als gutes Beispiel nennt Hautzinger das Land Niederösterreich, wo in Kantinen des Landes ausschließlich regionale Agrarprodukte verwendet werden.

Präsident Hautzinger nimmt die heutige Pressekonferenz eine Woche vor seinem Abgang als Kammerpräsident zum Anlass, sich bei Landesrätin Verena Dunst für die nicht ganz 3-jährige gute Zusammenarbeit namens der Landwirtschaftskammer und im eigenen Namen zu bedanken. „Trotz mancher agrarpolitischen Meinungsunterschiede hat man, wenn es um bäuerliche Interessen gegangen ist, fast immer einen Konsens mit einem für beide Seiten gangbaren Weg finden können. Es ist für mich selbstverständlich, Landesrätin Verena Dunst dafür zu danken“, so Hautzinger abschließend.

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