Enercon: Weitere 96 Arbeitsplätze fort

Eisenstadt, 26. 3. 2018

oevp
LAbg. Bgm. Mag. Thomas Steiner, ÖVP

Das Unternehmen Enercon Service Austria GmbH will laut APA-Bericht nun auch seine Windenergiekomponentenfertigung Austria GmbH in Zurndorf einstellen. Nach den 200 vor einem halben Jahr sind nun weitere 96 Jobs weg. „Das ist das Ergebnis sozialistischer Förderungspolitik: Nach dem Auslaufen der EU-Fördergelder zieht sich das Unternehmen zurück“, kritisiert Landesparteiobmann Thomas Steiner.

Vor einem halben Jahr haben etwa 200 Menschen ihren Job bei Enercon Service Austria in Neusiedl am See verloren. So wie in Neusiedl sind laut Gerüchten auch in Zurndorf die Wirtschaftsförderungen ausgelaufen. SPÖ-Landeshautmann Nießl hat Enercon als Zukunftsprojekt gepriesen, „doch eigentlich ist das nur ein weiteres Beispiel für die schlechte sozialistische Förderpolitik – von Nachhaltigkeit ist weit und breit keine Spur“, kritisiert Steiner und fordert volle Transparenz: „Alle Gründe, die zu diesem massiven Stellenabbau geführt haben, müssen auf den Tisch. Wir wollen wissen, welche Fördergelder in das Unternehmen Enercon geflossen sind.“

Steiner fordert einen raschen Sozialplan für die von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter: „Das Land muss gemeinsam mit dem AMS einen Sozialplan für die rund 100 Mitarbeiter erarbeiten, um sie in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und so rasch wie möglich wieder ins Arbeitsleben zu integrieren.“


LH Niessl: „Werden alles daran setzen, damit ehemalige Enercon-Mitarbeiter wieder in Beschäftigung kommen.“

Namhafte Unternehmen zeigen bereits Interesse, Mitarbeiter zu übernehmen.

LH Hans Niessl, SPÖ
LH Hans Niessl, SPÖ

„Jeder Arbeitsplatz, der verloren geht, ist bedauerlich und bedeutet für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine ganz schwierige Situation. Daher setzt sich das Land vehement dafür ein, dass Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden“, so Landeshauptmann Hans Niessl. Wenn es – wie jetzt bei Enercon – dennoch zu einer Betriebsschließung kommt, dann „lassen wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht im Stich“. Bereits im Vorjahr konnte eine Übernahme von Enercon-Mitarbeitern durch Schindler Österreich initiiert werden. Niessl: „Das Land wird gemeinsam mit der Gewerkschaft alles daran setzen, damit auch die jetzt betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst rasch wieder in Beschäftigung kommen.“

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Burgenlandes mit hohem Wirtschaftswachstum und seit langem rückläufiger Arbeitslosigkeit seien die Voraussetzungen gut, dass qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Beschäftigung finden. Auch was die Enercon-Betriebsschließung betrifft, seien „die Chancen gut, dass ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder rasch einen Job finden“, ist Niessl überzeugt. Namhafte Unternehmen wie Porr, Strabag und Schindler hätten bereits Interesse gezeigt, Fachkräfte zu übernehmen.
Bereits im Vorjahr sei es gelungen, dass dutzende Mitarbeiter durch die M.S-Aufzugsmontagen GmbH, einer Tochterfirma der Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH mit Sitz im Forchtenstein, übernommen werden konnten. Der Landeshauptmann: „Wir werden jetzt intensive Gespräche führen und gemeinsam mit der Gewerkschaft nach Lösungen im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer suchen.“

 

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