Pappel ist der Baum des Jahres 2018

Eisenstadt, 19. 3. 2018

Der 21. März ist alljährlich der Internationale Tag des Waldes

Die Forstwirtschaft und damit der Wald haben im Burgenland nicht nur große Tradition, sondern sind gleichzeitig auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ein Drittel der Burgenländischen Landesfläche ist bewaldet, wobei die Waldfläche in den letzten Jahren zugenommen hat. Grund zum Feiern gibt es für die Pappel – sie ist nämlich die Nachfolgerin des Wacholders und somit Baum des Jahres 2018.

„Es zeigt sich ein klarer Trend weg von den Monokulturen und hin zu einem widerstandsfähigen Laub- und Mischwald. Der Burgenländische Wald ist zum überwiegenden Teil in der Hand von kleineren Waldbesitzern – nur ein Viertel des Waldes steht im Eigentum von größeren Forstbetrieben“, so die zuständige LRin Verena Dunst. Es stünden auch einige interessante Förderprogramme im Bereich der Ländlichen Entwicklung für den Erhalt und Ausbau unserer ‚grünen Lunge‘ zur Verfügung – so Dunst. Des Weiteren wurden seit zwei Jahren die Mindestinvestitionssummen im Forstbereich auf EUR 500,00 heruntergesetzt, was der kleinstrukturierten Waldlandschaft im Burgenland mit seinen vielen Tausend Eigentümern sehr entgegen kommt.

Der Wald ist aber viel mehr als ein reiner Wirtschaftsfaktor: Er hat günstigen Einfluss auf das Klima, reinigt Luft und Wasser, bietet Schutz und ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. 80 % der Waldfläche wird als Hoch- sowie 20 % als Niederwald bewirtschaftet. Neben Klassikern wie Eichen oder Buchen sind vor allem Weißkiefer aber auch Bäume wie der Baum des Jahres 2018, die Pappel, sehr im Trend. „Sie wachsen an Flussufern und in Wäldern und werden häufig zur Gewinnung von Holz, Papier und Energie angebaut. Sie erreichen eine Wuchshöhn von 30 bis 45 Metern. Der Stamm ist gewöhnlich aufrecht, wobei die Borke rau oder glatt und häufig grau ist“, erläutert Agrarlandesrätin Verena Dunst einige Fakten rund um den heurigen Baum des Jahres.

Für Erholungssuchende bietet der Burgenländische Wald zu jeder Jahreszeit einen kostenlosen Freizeitraum zum Wandern, Laufen oder Entspannen, da es jedermann erlaubt ist den Wald zu Erholungszwecken zu betreten. Das Befahren mit Fahrrädern oder das Reiten aber seinur auf ausgewiesenen Strecken oder mit Zustimmung des Grundeigentümers erlaubt – so die zuständige Forstlandesrätin weiter. LRin appelliert allerdings an ein gedeihliches Miteinander bei der Waldnutzung: „Es kommt immer wieder zu Meinungsverschiedenheit, wovon die meisten durch ein Miteinander-Reden zu lösen sind.“

Um diese einzigartige Naturlandschaft auch in Zukunft zu erhalten, sei eine Rücksichtnahme auf die Tier-und Pflanzenwelt des Waldes unbedingt erforderlich – denn Fehler, die im Bereich der Forstwirtschaft jetzt gemacht werden, hätten unmittelbare Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen – so Dunst abschließend.

 

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