Landesagarreferententagung in Hittisau

Hittisau, 9. 3. 2018

Wichtige Beschlüsse für die Agrarpolitik

Das Burgenland übernimmt den Vorsitz mit 1. April 2018 für neun Monate

Im Frauenmuseum Hittisau, gleichzeitig das einzige Frauenmuseum Vorarlbergs, fand die letzte Tagung der der Landesagrarreferenten unter dem Vorsitz Vorarlbergs statt. Einmal mehr wurde dabei vor allem über die Gemeinsam Agrarpolitik nach 2020 diskutiert und wichtige Beschlüsse und Neuerungen für die Landwirtschaft gefasst. Ab 1. April 2018 übernimmt mit Agrarlandesrätin Verena Dunst erstmals eine Sozialdemokratin und Frau den Ländervorsitz der Agrarreferenten.

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Agrarlandesrätin Verena Dunst

Eingang betonte Bundesministerin Elisabeth Köstinger erneut, dass Kürzungen im Mehrjährigen Finanzrahmen der EU nicht zu Lasten der Agrarproduzentinnen und -produzenten gehen sollen. „Ich begrüße die Haltung der Ministerin in diesem Bereich, gebe aber allerdings zu bedenken, dass bei der Verhandlung dieser nächsten Förderperiode auch das Burgenland während der gesamten Programmierungsphase eingebunden werden muss“, so LRin Dunst.

Eine Nichtanwendung der vieldiskutierten „Aktiver Landwirt“ bringt auch für das Burgenland eine positive Neuerung. Hier werde vor allem der Nebenerwerbssektor gestärkt, was ganz in ihrem Sinne sei – so Dunst weiter.

Hinsichtlich der von der EU zwingend vorgeschriebenen Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete gab es bereits Gespräche mit BMin Köstinger. „Es wurde mir dabei zugesichert, dass eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die ein Phasing-Out-Szenario erarbeitet, mit dem den Betrieben im Burgenland geholfen ist“, fährt Agrarlandesrätin Verena Dunst weiter fort.

Besonders erfreut zeigt sich Dunst mit weiteren wichtigen Beschlüssen dieser Konferenz:

– Anhebung der Fördersätze im Stallbaubereich für besonderen tierfreundliche Investitionen

– im Bereich der Qualitätsregelungen bei Milch und Fleisch von Wiederkäuern konnte die Förderquote gar auf 100% erhöht werden

– ebenso wurden einige positive Neuerungen für Klima- und Energiemodellregionen präsentiert

Eine ganz klare Forderung von LRin war allerdings die Entbürokratisierung, nicht zuletzt im Forstbereich: „Ich stehe für eine Vereinfach bei Abwicklung von Kleinprojekten. Das ist besonders für unsere kleinstrukturierte Forstwirtschaft im Burgenland wichtig. Dringend benötigte Fördergelder in unserem waldreichen Gebiete müssen auch abholbar sein!“

Nach einem erneuten Bekenntnis und einem Bericht der Länder zu regionalen Lebensmitteln im öffentlichen Bereich, bedankte sich Agrarlandesrätin Verena Dunst beim scheidenden Sektionschef DI Rupert Lindner für seine hervorragende Arbeit und bei Landesrat Erich Schwärzler für die letzten neun Monate Vorsitzführung der Agrarreferentenkonferenz und übernimmt eben diesen in drei Wochen für neun Monate. „Es stehen spannende Monate für die Agrarpolitik an. Österreich wird neben dem Ratsvorsitz vor allem die ersten Verhandlungen der GAP nach 2020 zu bestreiten haben, und ich sehe mich als Vorsitzende des LandesreferentInnen als starke Partnerin dabei – immer im Sinne der kleinstrukturierten Agrarproduktion im Burgenland“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend.

 

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