Umfassende Entwicklung der grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen

Sopron, 8. 3. 2018

LH Niessl: „Das Burgenland soll von grenzüberschreitenden Bahnprojekten weiter profitieren“

Mit zahlreichen österreichischen und ungarischen Verkehrsexperten fand heute, Donnerstag, 8. März 2018, in Sopron die SMART Pannonia Mid-term-Konferenz statt. Das INTERREG-Projekt „SMART Pannonia“ stellt die Basis für das Projektmanagement und die Projektsteuerung für alle grenzüberschreitenden Verkehrsplanungen im Burgenland dar. Das Burgenland setzt den seit Jahren forcierten konsequenten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs fort. Eine zentrale Rolle im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nehmen Schienenprojekte auf überregionaler Ebene ein. Landeshauptmann Hans Niessl betonte in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit von grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen insbesondere zwischen dem Burgenland und Ungarn. „Seit Jahren besteht im Verkehrsbereich – sowohl auf politischer, als auch auf Verwaltungsebene – eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Regierung in Budapest. Durch diese gute Kooperation beider Länder konnten bereits einige Projekte umgesetzt werden – weitere befinden sich in der Entwicklungs- und Umsetzungsphase“, so Landeshauptmann Hans Niessl.

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Botschafter Dr. János Perényi mit Sopron-Bürgermeister Tamás József Fodor, LH Hans Niessl und Staatssekretär Péter Kiss-Parciu

Vor 5 Jahren wurde in Györ mit dem damaligen Staatssekretär – und jetzigen Außenminister – Peter Szijjártó eine Vereinbarung zur Entwicklung grenzüberschreitender Verkehrsverbindungen unterzeichnet. Heute, fünf Jahre später, kann eine durchaus positive Bilanz gezogen werden. Niessl: „Bei sehr vielen Projekten – etwa den INTERREG-Projekten „SMART Pannonia“, „CrossBorder Roads“ oder „CrossBorder Rail“ gibt es heute eine sehr gute Zusammenarbeit. Es herrscht uneingeschränkte Einigkeit darüber, dass diese Projekte zu einer dynamischen, positiven wirtschaftlichen Entwicklung beitragen und nicht zuletzt auch den Menschen dieser Region bessere Lebensbedingungen bringen. Wir haben bereits gute Fortschritte erzielt und wir werden uns weiterhin für den Lückenschluss im Bahnbereich und die grenzüberschreitende Modernisierung von Verkehrsverbindungen stark machen.“

Infrastrukturprojekte zwischen Ungarn und dem Burgenland
Ein sehr großes Projekt ist die Bestandssanierung bzw. der teilweise Neubau der Strecke Szombathely – Oberwart – Friedberg. Voraussetzung für die Umsetzung sind allerdings Fördermittel und eine Vorfinanzierung durch die EU (EIB). Eine Schätzung der Gesamtprojektkosten ergab einen Bedarf von rund 130 Millionen Euro. Weitere Projekte sind die Modernisierung der Bahnstrecke Mattersburg – Sopron sowie Szentgotthard – Jennersdorf – Graz. Außerdem muss auch die Raaberbahn den Streckenteil Staatsgrenze – Sopron elektrifizieren und den Bahnhof Sopron adaptieren (zusätzliche Bahnsteige, Personentunnel). Der Umbau des Bahnhofs in Sopron ist nötig, wenn das hinkünftig angedachte Betriebs- und Fahrplankonzept (ab 2026) umgesetzt werden soll.

Große Unterstützung für den Ausbau dieser Verkehrsinfrastrukturprojekte soll von der Europäischen Union komme. Um das Maximum an EU-Mittel ausschöpfen zu können sei es wichtig, sinnvolle Projekte –wie die Elektrifizierung der Bahnstrecke Jennersdorf-Szombathely sowie die Neuerrichtung der Strecke von Oberwart nach Szombathely – auf die Beine zu stellen und über den eigenen Tellerrand zu blicken, so der Landeshauptmann: „Der Verkehr macht nicht vor Staatsgrenzen halt. Maßnahmen zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur müssen grenzübergreifend bewertet werden. Verbesserung der internationalen Bahnanbindung des Burgenlands im Personen- und Güterverkehr bedeuten eine höhere Standortqualität für Betriebe und eine höhere Lebensqualität für die Bevölkerung.“ Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur seien auch ein zentrales Element zur Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Das INTERREG-Projekt „SMART Pannonia“ stellt die Basis für das Projektmanagement und die Projektsteuerung für alle grenzüberschreitenden Verkehrsplanungen dar.

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