SPÖ: Keine Rückkehr zur alten Hauptschule!

Eisenstadt, 8. 3. 2018

SPÖ gegen ÖVP-Kürzungspläne für NMS

Prohaska: Abschaffung des Teamteachings wäre gravierender Rückschritt

SPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Doris Prohaska warnt vor den Plänen von Bildungsminister Faßmann, bei den Neuen Mittelschulen den Sparstift anzusetzen. „Speziell die vom ÖVP-Ressortchef angekündigte Abschaffung des Teamteachings wäre ein gravierender bildungspolitischer Rückschritt. Damit würde man den Neuen Mittelschulen die pädagogische Basis wegkürzen“, so Prohaska. Das Teamteaching ermögliche die Individualisierung des Unterrichts und die Förderung der Kinder nach ihren jeweiligen Talenten. „Genau das ist einer der wesentlichen Unterschiede der Neuen Mittelschule zum Vorgänger-Schultyp. Offenbar will die ÖVP zur ‚alten Hauptschule‘ zurückkehren und damit vielen Kindern Entwicklungschancen nehmen, die sie durch die Neuen Mittelschulen bekommen haben. Das soll sie dann aber auch offen sagen, damit sich die Eltern ein Bild machen können, und nicht hinter nebulösen Ankündigungen verbergen.

LAbg. Doris Prohaska, SPÖ

Die Behauptung des Ministers, dass die Neue Mittelschule „auf dem Weg in die Sackgasse“ sei, treffe gerade für ländliche Regionen wie das Burgenland nicht zu. „Es ist eigentlich skandalös, dass ein Minister jener Partei, die die Neue Mittelschule von Anfang an gebremst und blockiert hat, sie jetzt auch noch öffentlich schlechtredet. Diese Diffamierung haben weder die Eltern und Kinder noch die engagierten LehrerInnen an den NMS verdient.“ Mit den Fakten habe das ohnehin nichts zu tun. „Im Gegenteil, gerade das Burgenland beweist, dass über die Neue Mittelschule mehr Kinder weiterführende Schulen mit Matura besuchen und damit zu zusätzlichen Perspektiven kommen, als zuvor“, betont Prohaska. Die Digitalisierungspläne des Ministers seien hingegen zu begrüßen. „Nur heftet sich Faßmann auf die Fahnen, was im Burgenland längst schon auf dem Weg ist“, sagt die Bildungssprecherin der SPÖ.

 

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