Arbeitsmarkt: SPÖ: Höchster Beschäftigungsstand, ÖVP: Nur 7,1% Arbeitslosen Rückgang!

Eisenstadt, 1. 3. 2018

Darabos: Höchster Beschäftigungsstand im Februar in der Geschichte des Burgenlandes

Trotz Kälte mehr als 99.000 BurgenländerInnen in Beschäftigung – Kritik an geplanten Kürzungen bei Förderprogrammen für Junge

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Der positive Trend am burgenländischen Arbeitsmarkt hat sich auch im Februar 2018 fortgesetzt. „Mehr als 99.000 Burgenländerinnen und Burgenländer waren im letzten Monat in Beschäftigung. Das ist der höchste Beschäftigungsstand im Wintermonat Februar, den das Burgenland je verzeichnen konnte – und das bei Witterungsverhältnissen mit Temperaturen bis zu minus 20 Prozent, die für bestimmte Branchen alles als andere günstig sind“, so Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos. Im Vergleich zum Vorjahr sind 2.000 Menschen mehr in Beschäftigung. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist mit einem Minus von 7,1 Prozent weiterhin erfreulich. Hervorzuheben sei in dem Zusammenhang, dass von den 12.000 vorgemerkten Arbeitslosen im Burgenland bereits über 4.000 eine Einstellungszusage haben, betonte der Landesrat.

Auch in der Altersgruppe zwischen 15 und 24 ist die Zahl der Arbeitslosen wieder deutlich geringer als im Vorjahr – hier ist ein Minus von knapp 17 Prozent zu verbuchen. 94 offenen Lehrstellen stehen 86 Lehrstellensuchende gegenüber. „Das zeigt, wie wichtig Projekte wie die überbetrieblichen Lehrwerkstätten sind. Denn damit werden die Jugendlichen an den primären Arbeitsmarkt herangeführt und fit für den Arbeitsmarkt gemacht“, unterstrich der Landesrat. Darabos bekräftigte in dem Zusammenhang seine Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Mittel in dem Bereich drastisch zu kürzen. „Die Lehrwerkstätten sind ein absolutes Erfolgsmodell. Das AMS finanziert gemeinsam mit dem Land insgesamt rund 640 Plätze in den Lehrwerkstätten im Burgenland, mehr als 70 Prozent der Jugendlichen finden innerhalb des ersten Lehrjahres am primären Arbeitsmarkt eine Anstellung. Hier den Sparstift anzusetzen, ist politisch widersinnig – und es raubt vielen jungen Menschen ihre Zukunftschancen“, so Darabos abschließend.


ÖVP: Burgenland hinkt am Arbeitsmarkt hinterher

 

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LAbg. Mag. Thomas Steiner, ÖVP

Sehr erfreulich sind die jetzt veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Österreich. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigungszahlen steigen. „Dieser generelle Trend spiegelt sich aber nicht in allen Bundesländern wider. Das Burgenland hinkt einmal mehr hinterher und das hat ohne Zweifel die rot-blaue Landesregierung zu verantworten“, betont Landesparteiobmann Thomas Steiner. „Die saft- und kraftlose Politik dieser Regierung führt dazu, dass die Chancen, die das Burgenland eigentlich hat, nicht genützt werden.“

Während sich die Steiermark, Tirol und Oberösterreich über Rückgänge bei den Arbeitslosen von 11 bis fast 14 Prozent freuen können, ist der burgenländische Rückgang mit 7,1 Prozent sehr bescheiden. Das Burgenland ist damit um zwei Prozent schlechter als der Österreich-Schnitt und somit an drittletzter Stelle. „Das Burgenland wird unter Wert regiert. Wenn die Landesregierung nicht rasch aktiv wird und eine wirklich aktive Arbeitsmarktpolitik betreibt, wird sich an der Situation nicht viel ändern“, kritisiert Steiner und erneuert das Angebot der Volkspartei, auch in der Frage des Arbeitsmarktes zusammenzuarbeiten und mitzuhelfen, um das Burgenland an die Spitze zu bringen. Das Mittelmaß und das Zurückrutschen soll nämlich nicht die Perspektive für unser Land sein.


Quelle: AMS

„DieKonjunkturunddamitverbundendieArbeitsmarktentwicklunglaufeninÖsterreichweiterhinsehrerfreulich.SosindEndeFebruar2018mit444.426gemeldetenPersonenum31.360(-6,6%)wenigerMenschenarbeitslosoderbeimAMSinSchulungregistriertalsvoreinemJahr.AuffälligsinddiesmalbesondersdieAuswirkungendeskaltenWetters.EinerderkältestenFebruarederletztenJahrzehntefolgteaufeinenderwärmstenJännerderMessgeschichte.DiesemeteorologischeBesonderheitzeigtsichamBauarbeitsmarktdeutlich.WährendEndeJännerdieBauarbeitslosigkeit (inkl.PersoneninSchulung) im Vorjahresvergleich um mehr als 11.000 Personen (-14,2%) sank, ist der Rückgang Ende Februar auf noch immer erfreuliche-2.039 (-3,1%) geschrumpft. Nicht nur das Wetter, auch die Ferientermine zeigen sich am Arbeitsmarkt deutlich: So ist damit zu rechnen, dass Ende März – bedingt durch die heuer früheren Osterferien – vor allem die Tourismusarbeitslosigkeit stark sinken wird.“ Dr. Johannes Kopf, LL.M.

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