SPÖ: Das Burgenland braucht eine eigenständige Gebietskrankenkasse!

Eisenstadt, 16. 2. 2018

Klubobfrau Salamon: „ÖVP Burgenland steht vor Glaubwürdigkeitsproblem!“

SPÖ-Klubobfrau Ingrid Salamon spricht sich gegen die von der Bundesregierung geplante Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen aus und stellt sich hinter die aktuellen Warnungen von Arbeiterkammer und FSG. Die im Regierungsprogramm verankerten Zentralisierungspläne stellen ein „erhebliches Gefahrenpotenzial für die regionale Gesundheitsversorgung“ dar, warnt Salamon: „Für burgenländische Versicherte könnte dieses Vorhaben weitere Wege bei deutlich geringeren Leistungen bedeuten. Das würde den erfolgreichen Ansatz der ‚Wohnortnähe‘ in der burgenländischen Gesundheitspolitik konterkarieren und insgesamt auf eine massive Schwächung des ländlichen Raums hinauslaufen.“ Vor allem die ÖVP Burgenland stehe daher vor einem Glaubwürdigkeitsproblem.

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Klubobfrau, Bgm. Ingrid Salamon, SPÖ

Es sei nicht einzusehen, warum ein funktionierendes System zerschlagen werden soll, so Salamon. „Die BGKK weist in ihrer aktuellen Gebarung einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro auf. Das beweist, dass Eigenständigkeit und Selbstverwaltung nicht im Widerspruch zu Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit stehen.“ Eine Zusammenlegung der burgenländischen Gebietskrankenkasse mit anderen Kassen würde das derzeitige Netz an BGKK-Außenstellen gefährden, befürchtet Salamon. Als Städtebund-Obfrau frage sie sich außerdem, wie in Zukunft Rettungsverträge – die derzeit auf Landesebene zwischen Gemeindeverbänden, BGKK und Rettungsdiensten fixiert werden – verhandelt werden sollen.

„Bei einer Zentralisierung der Krankenkassen gibt es aus burgenländischer Sicht nur Verlierer – durch eine Verlagerung von Arbeitsplätzen, höhere Kosten und einen Abbau der Bürgernähe. Daher muss dieser populistische Hüftschuss verhindert werden“, fordert die SPÖ-Klubchefin.

 

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