Ein Monat nach Aus für „Aktion 20.000“

Olbendorf, 16. 2. 2018

SPÖ fordert Wiedereinführung von Arbeitsmarktmaßnahmen für ältere Arbeitslose

In einer Nacht- und Nebelaktion startete die ÖVP-geführte Regierung in Wien einen Angriff auf ältere Arbeitslose, indem sie die „Beschäftigungsaktion 20.000“ und den „Beschäftigungsbonus“ einfach abgeschafft haben. Gerade ältere ArbeitnehmerInnen haben es auf dem Arbeitsmarkt schwerer. Laut dem AMS waren im Jahr 2017 339.976 auf Arbeitssuche – 102.090 (+ 2,7 % zum Vorjahr) davon über 50 Jahre. Als die Aktion 20.000 ihre Wirkungen zeigen konnte, wurde sie von türkis-blau ausgelöscht. „Ein Skandal und ein deutlicher Angriff auf die Arbeitssuchenden. Burgenlandweit wurden 140 Menschen durch diese Aktion wieder in Beschäftigung geführt – 140 Menschen, die wieder einen Sinn in ihrem Leben gesehen haben“, sagt Landesrätin Verena Dunst. Ins selbe Horn stößt Bürgermeister Wolfgang Sodl. In Olbendorf alleine haben vier Menschen dadurch Arbeit gefunden – zwei Frauen im Reinigungsdienst, zwei in handwerklicher Verwendung. „Diese Menschen wollen nicht in der sozialen Hängematte liegen und warten, bis das AMS das Geld anweist. Diese wollen etwas für die Allgemeinheit schaffen“, so Sodl als Befürworter der Arbeitsmarktmaßnahmen für die ältere Generation.

spö

Aktuell sind im Arbeitsmarktbezirk Stegersbach 1.261 Menschen arbeitslos (- 9,9 %). Über 50 Jahre suchten 486 Menschen einen Arbeitsplatz in unserer Region. Das war nur ein Rückgang von 3,8 % zum Vorjahr. Landesrätin Verena Dunst und LAbg. Wolfgang Sodl, der auch Bürgermeister von Olbendorf ist, orten deswegen einen dringenden Handlungsbedarf und verstehen die Abschaffung der Beschäftigungsaktion 20.000 überhaupt nicht. Sie wollen weiterhin dafür eintreten, dass die Arbeitslosigkeit effektiv bekämpft wird. Durch die vorhin genannte Aktion konnten sich ua. gemeinnützige Vereine oder Gemeinden die gesamten Lohn- und Lohnnebenkosten auf die Dauer von bis zu zwei Jahre ersparen und die Arbeitslosen in eine Beschäftigung geführt werden.

Dramatisch sieht Landesrätin Verena Dunst, die auch das Frauenressort im Land innehat, die Situation für die weiblichen Arbeitslosen über 50 der Region Stegersbach. Im Jänner stieg deren Zahl um 10, welches ein Plus von 6,3 % bedeutet. „Als Landesrätin versuche ich immer wieder durch Reintegrationsprojekte Frauen zu unterstützen. Doch jede weitere Unterstützung wäre für sie wichtig, damit sie am Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen können. Das Burgenland geht einen anderen Weg als die Bundesregierung und unterstützt Frauen – besonders Frauen über 50 – am Beispiel folgender Frauenbeschäftigungsmaßnahmen: „Triumphieren 50+“, „Wissen ist Macht“, „Aktiv bleiben im Südburgenland“ und viele andere mehr.““, so die Landesrätin.

Als Bürgermeister freut es Wolfgang Sodl, dass in Olbendorf vier Menschen von der Aktion 20.000 profitiert haben. Sie haben ihre Tätigkeit als Reinigungskräfte bzw. in handwerklicher Verwendung mit 15. Jänner 2018 begonnen – der letztmögliche Termin. „Es ist eine Freude zu sehen, wie Menschen in Beschäftigung in ihrer Tätigkeit aufblühen können“, so Sodl.

 

Share Button

Related posts