Beginn der Fastenzeit als besonderer Tag für Fischliebhaber

Eisenstadt, 14. 2. 2018

Fischproduktion als Chance für das Burgenland

Ein großer Teil der Produktion aus der Teichwirtschaft geht deshalb in den Markt für Speisefische. Einen wesentlichen Anteil hat die Erzeugung von Satzfischen für die Angelfischerei in freien Gewässern. Auch am Neusiedler See wird noch traditionell gefischt. Darüber hinaus gibt es im Burgenland in den letzten Jahren immer wieder neu, mutige Projekte, wie etwa die Gewinnung von Kaviar in Mariasdorf oder die Zucht von afrikanischen Welsen in Sigleß.

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„Es gibt nur noch 14 Seefischer am Neusiedler See. Diese Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist wenig erfreulich. Der Selbstversorgungsgrad des Burgelands im Bereich der Speisefische liegt bei knapp zehn Prozent. Umso wichtiger ist es, dass Institutionen wie der Fischereiverband Neusiedler See um die Belange der letzten Seefischer mit so viel Engagement annimmt“, so LRin Verena Dunst einleitend.

Der Fischereiverband Neusiedler See ist die Genossenschaft der Berufsfischer des Neusiedler Sees. Wie jede Genossenschaft hat der Verband die Organe – Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung. Der Fischereiverband hat zurzeit 14 Mitglieder, welche aus den umlegenden Dörfern des Sees stammen. Der Verband organisiert die Anpachtung des Sees, die ordnungsgemäße Befischung, den Export von Lebendaalen, sowie das Nachbesetzen von Jungfischen, wenn der Bestand einer bestimmten Fischart es erfordert.

Neben den tradionellen Seefischern gibt es in letzter Zeit auch einige Pioniere im Bereich der Fischzucht im Burgenland, die Kaviar oder afrikanische Welse produzieren. „Nichtsdestotrotz – Die Eigenproduktion aus der Aquakultur von rund 3.800 Tonnen in Österreich jährlich steht eine Einfuhrmenge von rund 70.000 Tonnen an ausländischer Importware gegenüber. Da müssen wir auch mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds, der Investitionen in diesem Bereich fördert, entgegensteuern“, meint LRin Dunst. „Der EMFF soll eine Hilfestellung bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sein und um damit den ländlichen Raum zu stärken.“

In der aktuellen Förderperiode wurden bereits 12 Projekte eingereicht, von denen neun auch schon völlig abgerechnet und zwei in Bearbeitung sind. Als Budget stehen für die Maßnahmen 352.798,88 Euro zur Verfügung. Dieses Jahr soll ein neues Projektvorhaben mit einer Investitionssumme von rund 700.000 Euro gestartet werden. „Wir haben dazu auch schon eine Zusage der Aufstockung der Mittel aus dem zuständigen Bundesministerium bekommen“, zeigt sich Agrarlandesrätin mit der aktuellen Entwicklung in diesem Bereich zufrieden.

 

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