SPÖ Frauen Burgenland unterstützen das Frauenvolksbegehren 2.0

Eisenstadt, 12. 2. 2018

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Unterstützungserklärungen sind ab 12.2.2018 auf jedem Gemeindeamt im Burgenland möglich

Die SPÖ Frauen Burgenland unterstützen die Neuauflage des Frauenvolksbegehrens. Viele Forderungen des Frauenvolksbegehrens sind zentrale Anliegen der SPÖ Frauen. „Wir müssen leider feststellen, dass sich 20 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren die Lage der Frauen in wesentlichen Punkten noch nicht verbessert hat. Darum ist es an der Zeit, dass wir die Stimme erheben, damit Frauenanliegen wieder ganz oben auf der Agenda stehen“ so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst bei der heutigen Pressekonferenz bei der die neun Forderungen gemeinsam mit dem Vorstand des Frauenvolksbegehrens Christian Berger, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf und BRin Inge Posch-Gruska präsentiert wurden.

Frauen haben unterschiedliche Bedürfnisse, gehen verschiedene Lebenswege. Trotzdem ist ihnen allen gemein, dass sie aufgrund des sozialen Status Frau immer wieder in ihrem Leben Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung erfahren. „Wir haben die Initiative ergriffen, um für die Sichtbarkeit und Rechte von Frauen in ganz Österreich einzustehen und klare Forderungen an die österreichische Regierung zu stellen. Es geht uns darum, dass die Rechte von Frauen endlich genau so ernst genommen werden wie die von Männern, sodass alle gleiche Chancen haben und gleich behandelt werden“so der Vorstand Christian Berger.

>>>Hier die konkreten Forderungen des Frauenvolksbegehrens:

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen. Trotzdem nehmen sie an Entscheidungstischen in der Wirtschaft oder in der Politik nicht die Hälfte der Plätze ein. Gefordert wird eine verpflichtende Geschlechterquote von 50 Prozent auf allen Ebenen. Die Einkommensschere muss endlich fair bewertet, die Gehaltstransparenz ausgebaut und die Vergleichbarkeit von Gehältern ermöglicht werden. Eine allgemeine 30-Stunden-Woche soll schrittweise eine gleiche Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit schaffen und ein gutes Leben für alle ermöglichen. „Fast 21 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren gibt es immer noch zahlreiche Forderungen, für die wir uns einsetzen müssen. Frauenthemen dürfen nicht in den Hintergrund gerückt werden. Mit jeder Unterschrift können wir der Bundesregierung zeigen, dass Frauenpolitik einen besonderen Fokus braucht. Im Gegensatz zum Bund setzen wir im Burgenland hier ein klares Zeichen“, so LRin Mag.a Astrid Eisenkopf.

Weiters gefordert wird der bundesweite Ausbau von staatlich finanzierten kostenfreien Einrichtungen und Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen, einen Zugang zu Gratisverhütungsmitteln und die Kostenübernahme von Schwangerschaftstests und Schwangerschaftsabbrüchen. „Österreich ist das einzige westeuropäische Land wo nicht einmal ein Teil davon bezahlt wird“, so BRin Inge Posch-Gruska.

Frauen verdienen weiterhin deutlich weniger als Männer und es gibt weiterhin eine wachsende Armut bei Alleinerzieherinnen und immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse bei Frauen. „Wir möchten das Volksbegehren bis in den letzten Winkel des Burgenlandes bekannt machen, um so viele Unterschriften wie möglich zu bekommen“. Ab heute werden 30 Tage lang die Unterstützungserklärungen auf jedem Gemeindeamt gesammelt oder können mittels Handysignatur online unterschrieben werden. „Die Ziele des Frauenvolksbegehrens nützen allen Menschen, Frauen und Männern, Mädchen und Buben“, so Dunst abschließend.

 

Titelfoto: LFGFin Alexandra Bayer, LRin Verena Dunst, Vorstand Christian Berger, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, BRin Inge Posch-Gruska

 

 

 

 

 

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