Ilse Benkö, FPÖ, warnt vor Unterstützung des Frauenvolksbegehrens

Eisenstadt, 12. 2. 2018

Wer unterschreibt, spricht sich für frauenfeindliche Zuwanderung aus.

fpoe
3. LT-Präs. Ilse Benkö, FPÖ

Ab heute, Montag, können wahlberechtigte Bürger die Einleitung des Frauenvolksbegehrens per Unterschrift unterstützen. Die Initiatoren fordern unter anderem die Einführung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, kostenlose Abtreibungen, das Verbot freizügiger Werbung, verpflichtende Frauenquoten auf Wahlvorschlägen und leichtere Familienzusammenführung.

Während die SPÖ-Burgenland das Volksbegehrens unterstützt, warnt die FPÖ in der Person der Dritten Landtagspräsidentin Ilse Benkö ausdrücklich wie eindringlich vor der Initiative: „Nur weil’s Frauenvolksbegehren heißt, hilft’s den Frauen noch lange nicht. Im Gegenteil. Das, was hier gefordert wird, kann man als selbstbewusste und selbstdenkende Frau nicht unterstützen.“

Benkö führt exemplarisch aus: „Wer unterschreibt, spricht sich für mehr Migration aus – gerade aus Kulturkreisen, in denen Frauen nichts wert sind. Leichtere Familienzusammenführung bedeutet in diesem Fall, dass man vor allem auch jenen Männern die Einreise erleichtern will, die Frauenrechte mit Füßen treten. Als österreichische Politikerin kann ich das nicht unterstützen.“

Andere Ziele des Volksbegehrens seien nicht minder nachteilig für österreichische Frauen. „Die 30-Stunden-Woche klingt vielleicht gut, würde aber unmittelbar und massenhaft Arbeitsplätze vernichten. Welcher Frau wäre damit geholfen? 50-Prozent-Quoten auf Wahllisten stellen die Demokratie infrage – und Quoten entwerten uns Frauen“, so die Dritte Landtagspräsidentin.

Kostenlose Abtreibungen werden von Ilse Benkö ebenso abgelehnt: „Das Ziel muss doch lauten, die Zahl von Abtreibungen möglichst gering zu halten. Wir müssen junge Frauen aufklären und ihnen in schwierigen Lebenslagen die notwendige Unterstützung geben. Eine Gesellschaft, die das ungeborene Leben nicht schätzt, wird auch vor Frauenrechten keinen Respekt haben.“

Die FPÖ-Politikerin hält fest: „Wir Frauen wollen gleich an Rechten und an Chancen sein. Uns ist nicht gedient, wenn Gleichmacherei erfolgt und wir unsichtbar gemacht werden. Warum sollen weibliche Reize aus der Werbung und dem öffentlichen Raum verbannt werden? Wie eine solche Gesellschaft aussieht, kennen wir aus anderen Erdteilen.“

 

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