Finanzminister will Konzernen bei Steuervermeidung den Rücken freihalten

Eisenstadt, 11. 2. 2018

Petschnig fordert umgehende Zustimmung Österreichs zum ´Country by Country-Reporting´!

fpö
Landesrat MMag. Alexander Petschnig, FPÖ

Nach seinen massiven Personalkürzungsvisionen und einer Debatte im Rahmen der letzten Nationalratssitzung, bei der es um die seltsam passive Haltung der österreichischen Finanzverwaltung in Sachen Informationsaustausch mit Liechtenstein ging, setzte Finanzminister Löger noch eins drauf und sprach sich offen gegen eine EU-weit diskutierte Maßnahme gegen Steuervermeidung durch Konzerne – das so genannte ´Country by Country-Reporting´ – aus. Er messe diesem Vorschlag keine hohe Priorität bei, so Löger.

„Der Herr Finanzminister scheint alles in seiner Macht stehende zu tun, um Konzernen und Multis ihre Steuergestaltung zu erleichtern“, hält FPÖ-Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig zu diesen Aktivitäten fest. „Es ist anders völlig unerklärlich, was ausgerechnet der österreichische Finanzminister als Vertreter eines Landes ohne große multinationale Konzerne gegen einen EU-weiten Austausch gewisser Kennzahlen wie Umsätze, Gewinne oder entrichtete Ertragsteuern pro Land haben sollte“.

Darüber hinaus lässt sich ein gewisser Konflikt von Lögers Positionen mit den einschlägigen Formulierungen im Regierungsprogramm der Bundesregierung erkennen, wo wörtlich von erhöhter „(Steuer-)Transparenz für multinationale Unternehmen“ zu lesen steht, so Petschnig.

„Aufgrund dieser Sachlage freut es mich, dass sich nunmehr die EU-Ebene mit der Frage beschäftigt. Es bleibt für die Steuerzahler in Österreich und ganz Europa zu hoffen, dass sich die Union mit ihrem Vorhaben schlussendlich gegen einzelne Blockierer durchsetzen wird!“, schloss Petschnig.

 

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