ÖVP: Alltagsbegleiter, Gesundheit und Pflege, Grenzkontrollen, A 4 Ausbau, ÖVP für Studiengebühren

Eisenstadt, 9. 2. 2018

Alltagsbegleiter als neue Betreuungsform in den Gemeinden

Nachdem es keine Betreuungsform des Alltagsbegleiters für die ältere Generation im Burgenland gibt, fordern drei VP-Bürgermeister den Alltagsbegleiter für ihre Gemeinde. Denn im zunehmenden Alter steigt der Bedarf an Unterstützung bei alltäglichen Erledigungen.

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Mag. Christoph Wolf, MA, Bürgermeister Hornstein, Mag. Thomas Kittelmann, Bürgermeister Steinbrunn. Mag. Martin Radatz, Bürgermeister Leithaprodersdorf

„Unsere Senioren fühlen sich in ihrem eigenen Zuhause sehr wohl, sie wollen in der Gemeinde bleiben und oft nicht in einem Altenwohnheim wohnen. Der Alltagsbegleiter soll als Ergänzung zu den Pflege- und Betreuungsdiensten stundenweise oder nach Bedarf für einfache Tätigkeiten genutzt werden, wenn das familiäre Umfeld nicht besteht“, erklärt Bürgermeister Christoph Wolf sein Anliegen.

Der Anteil der älteren Personen steigt, im Jahr 2017 waren 18.613 Personen über 65 Jahre alt. „Damit ihre Selbstständigkeit und auch die Selbstbestimmtheit möglichst lange erhalten bleibt, bietet der Alltagsbegleiter optimale Unterstützung bei Einkäufen, Behördenwege, Arztbesuche und im Haushalt“, erklärt Bürgermeister Martin Radatz seine Vorstellung der Funktion des Alltagsbegleiters.

In mehrstündigen Einsätzen werden so auch die zum Teil pflegenden Angehörigen entlastet, diese Form der Begleitung ergänzt das Pflege- und Betreuungsangebot.

Das Land Niederösterreich gilt als Vorreiter: Hier wird bereits ab diesem Jahr die Ausbildung zum Alltagsbegleiter vom Hilfswerk angeboten. „Wir würden uns sehr freuen, wenn noch weitere Gemeinden die Zusammenarbeit suchen. Damit könnten Gemeinden ihren Senioren ein sicheres und erfülltes Älterwerden in ihrer Heimatgemeinde ermöglichen“, so Bürgermeister Thomas Kittelmann abschließend.


Mattersburg, 9. 2. 2018

Gesundheit & Pflege: Volkspartei lud zu Expertengespräch

Diese Woche luden die Volkspartei Mattersburg und Mittelburgenland zu einem Expertengespräch zu den Themen „Gesundheit & Pflege“. „Ziel dieses Expertengespräches war es, einen Gedankenaustausch zwischen allen beteiligten Gruppen im Gesundheits- und Pflegebereich zu schaffen, Probleme zu erörtern und Lösungsansätze zu diskutieren“, freuen sich die beiden Bezirksparteiobmänner Christian Sagartz und Niki Berlakovich.

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LAbg. Mag. Christian Sagartz, BA, Bezirksparteiobmann
NR DI Niki Berlakovich, Bezirksparteiobmann

Im Zuge des Expertengespräches wurden alle Interessensvertreter und Organisationen, die im Gesundheits- und Pflegebereich tätig sind, auf einen Tisch geholt und zu einem ersten Gedankenaustausch eingeladen. Dabei wurden viele Themen, die gerade jetzt sehr aktuell sind, angesprochen und diskutiert. Vor allem die Hausarzt-Problematik war ein großes Thema. „Bis 2025 gehen drei von vier Hausärzten im Burgenland in Pension. Von den Jungmedizinern ist kaum jemand bereit, Hausarzt zu werden, da Bereitschafts- und Nachtdienste sowie eine schlechte Bezahlung den Beruf des Hausarztes wenig attraktiv machen“, erklärt Sagartz und weist auf erste Lösungsansätze hin: „Mit den Akutordinationen in allen Bezirken, die auf Druck der Volkspartei umgesetzt werden, gibt es nun eine Lösung für die Nachtdienste.“

Oberpullendorfs Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich freut sich über die sachliche Diskussion mit Experten aus der Region. „Neben den Hausärzten, war auch die Pflege von Menschen ein großes Thema. Dabei wurde über die Unterstützung von pflegenden Angehörigen, die 24-Stunden-Betreuung von pflegebedürftigen Menschen und die Ausweitung der Tagesbetreuung diskutiert“, sagt Berlakovich und ergänzt: „Mit unseren Expertengesprächen wollen wir sachlich und überparteilich Probleme ansprechen und Lösungsvorschläge erarbeiten.“


Strommer: „Grenzkontrollen müssen bleiben“

Die öffentliche Sicherheit im Burgenland ist ein wichtiges Thema. Deshalb sollen die Grenzkontrollen im Burgenland beibehalten werden“, fordert Sicherheitssprecher Rudolf Strommer. „Österreich soll selbst bestimmen können, ob und wann Grenzkontrollen nötig sind.“

Im Herbst 2017 wurden die Grenzkontrollen für weitere sechs Monate von der Europäischen Union genehmigt, im Herbst läuft diese Genehmigung aus. Die Sicherheitslage an der Grenze hat sich seit Herbst nicht verändert. Obwohl es geringe Aufgriffszahlen von Verdächtigen an der Grenze gibt, spricht sich die Volkspartei für eine Verlängerung der Grenzkontrollen aus. „Die Grenzkontrollen als Präventionswirkung alleine reichen aus, um illegale Übertritte zu verhindern, wie die Zahlen zeigen. Deshalb wollen wir im Interesse aller Menschen und der Sicherheit im Burgenland die Kontrollen an der Grenze zu unseren Nachbarländern aufrechterhalten und fordern Landeshauptmann Nießl auf, sich dafür auf EU-Ebene einzusetzen“, so Strommer abschließend.


Ostautobahn A4: Dreispuriger Ausbau längst überfällig

Im September 2017 hat eine Verkehrszählung der ASFINAG gezeigt, dass der Verkehr auf der A4 um drei Prozent auf 53.351 Fahrzeuge pro Tag zugenommen hat. „Diese Zahlen bestätigen die langjährige Forderung der Volkspartei, die Ostautobahn A4 im gesamten burgenländischen Bereich bis zur ungarischen Grenze dreispurig auszubauen“, ist Neusiedls Bezirksparteiobmann Rudolf Strommer überzeugt.

Die Ostautobahn wurde umfassend saniert. „Leider wurden diese finanziellen Mittel für die Sanierung völlig falsch eingesetzt. Anstatt die A4 zu sanieren, hätte sofort mit dem dreispurigen Ausbau bis zur Grenze begonnen werden müssen“, erklärt Strommer. „Die Verkehrszählung der ASFINAG belegt schwarz auf weiß, dass der dreispurige Ausbau der Ostautobahn A4 längst überfällig ist. Die Forderung von SPÖ-Nationalrat Preiner, die A4 nur bis Neusiedl am See auszubauen, geht in die falsche Richtung und würde die Verkehrsprobleme lediglich verlagern“, kritisiert Strommer und fordert den raschen dreispurigen Ausbau der Ostautobahn A4 von Fischamend bis zu ungarischen Staatsgrenze.


„Studiengebühren für jene, die es sich leisten können“

Für staatliche Leistungen, die in Ordnung sind, kann man auch etwas verlangen – und zwar von jenen, die es sich leisten können. Natürlich unter Berücksichtigung des sozialen Umfeldes. „Im Gegenzug muss allerdings das Stipendiensystem für jene, die es sich nicht leisten können, ausgebaut werden. Jeder, der will, soll und muss auch studieren können“, so LAbg. Patrik Farzekas. Nur das ist wirklich gerecht.

Fest steht, die Ausbildung an österreichischen Universitäten leidet derzeit an den schlechten Bedingungen bzw. Betreuungsverhältnissen und einem hohen Anteil an prüfungsinaktiven Studierenden. Grund dafür ist der ungeregelte Zugang zu den Universitäten. „Dieser stellt uns vor gewaltige Herausforderungen, die sich auch in schlechter werdenden Platzierungen in internationalen Rankings widerspiegeln. Um exzellente wissenschaftliche Ausbildung bieten zu können, muss ein anderer Weg eingeschlagenen werden: Mehr Verbindlichkeit der Studierenden und bessere Planbarkeit der Ressourcen für die Universitäten“, so JVP-Landeschef Patrik Fazekas, der weiter betont: „Es braucht eine Studienplatzfinanzierung mit flächendeckenden Zugangsregelungen. Darüber hinaus stehe ich zu moderaten Studienbeiträgen in Verbindung mit einem sozial- und leistungsorientierten Stipendiensystem. Nur so kann eine höhere Verbindlichkeit des Studierens erreicht werden.“

Die Österreichische Bundesregierung will hier die richtigen Schritte setzen und hat im Regierungsprogramm deswegen neben der Einführung moderater Finanzierungsbeiträge der Studenten auch eine Reform des Leistungsstipendium-Systems sowie steuerliche Absetzbarkeit der Studienbeiträge und ein qualitatives Aufnahmeverfahren für Studierende aus Drittstaaten verankert.

 

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