Wulkaprodersdorf hat genug, keine Bahnschleife

Wulkaprodersdorf, 5. 2. 2018

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Wulkaprodersdorfer Belastungsgrenze ist längst überschritten

Die Mülldeponie des Landes in unmittelbarer Nähe der Gemeinde, vier hochrangige Straßen in und um Wulkaprodersdorf, eine Zentralkläranlage für 27 Gemeinden mit angeschlossener Schlammfaulung für Eisenstadt und weitere Gemeinden. Jetzt ist auch noch der Weiterbau der A 3 geplant. Ebenso der Bau einer Bahnschleife, wodurch ein 8 Meter hoher Kreisverkehr am Kreuzungspunkt von B 16 und B 50 errichtet werden muß. Dazu kommt dann noch eine Park & Ride Anlage, deren Größe noch nicht feststeht. Aus diesem Grund lud die Gemeinde zu einer Protestveranstaltung. Gut 400 Teilnehmer kamen dann bei sehr kaltem Wetter um gegen die geplante Bahnschleife zu demonstrieren.

Die geplanten Kosten der neuen Bahnschleife werden mit ca. 24 – 27 Millionen Euro angegeben. Ob so viel Geld für eine Fahrzeitverkürzung von lediglich 4 Minuten sinnvol angelegt ist sei dahingestellt. Einige Teilnehmer der Veranstaltung äußerten die Vermutung, dass es gar nicht um die Fahrzeitverkürzung für die Eisenstädter geht, sondern der Güterverkehr aus Osteuropa über die neue Trasse geführt werden soll.

Wir haben auch von Landeshauptmann-Stv. Johann Tschürtz, FPÖ, eine Stellungnahme eingeholt.

Sehen und hören Sie was die Bürger von Wulkaprodersdorf von den geplanten Baumaßnahmen halten.


Presseaussendung des Veranstalters:

Es haben heute um die 400 Personen an dieser Kundgebung teilgenommen und durchwegs ihren Unwillen gegen die Umsetzung dieses Projektes Bahnschleife Wulkaprodersdorf zum Ausdruck gebracht. Die Menschen erwarten, dass sich die B I B, und natürlich auch die Verantwortlichen der Gemeinde Wulkaprodersdorf mit allen Kräften gegen die Errichtung der Bahnschleife in der geplanten Art und Weise zur Wehr setzen. Die Einwohner von Wulkaprodersdorf haben natürlich eine hohe Erwartungshaltung einer Abkehr der ÖBB vom Projekt Bahnschleife Wulkaprodersdorf. Wir werden als nächsten Schritt beim Infrastrukturministerium dringend um eine Reaktion auf unseren Brief an Minister Hofer ersuchen. Parallel dazu auch bei den Verantwortlichen im Land und der Stadt Eisenstadt um eine Vorsprache ansuchen. Dabei möchten wir auch weiterhin mit Vorschlägen zu einer sinnvollen Verbesserung der Bahnanbindung von Eisenstadt an Wien beitragen.

Falls wir hier nicht erfolgreich sein sollten, müssen und werden wir wieder mit Aktionen auf uns aufmerksam machen.
Teilweise sind schon heute einige Berichte im TV und in den Printmedien erschienen, die durchwegs objektiv gestaltet waren. Auch dafür möchten wir uns bedanken und werden Sie weiterhin über den Stand der Dinge am Laufenden halten.

Mit freundlichen Grüßen

Für die BIB Bürgerinitiative Wulkaprodersdorf gegen die Errichtung der Bahnschleife
Richard HERMANN

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zum Video auf YouTube

 

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