Arbeitslosigkeit im Burgenland, 2 Parteien (SPÖ, ÖVP) – 2 Meinungen

Eisenstadt, 1. 2. 2018

Darabos zu Arbeitsmarktzahlen: Fast elf Prozent weniger Arbeitslose im Burgenland

Weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt – Darabos bekräftigt Forderung nach Fortsetzung der Aktion 20.000

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

„Die positive Entwicklung am burgenländischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im neuen Jahr fort: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Jänner 2018 im Burgenland um 10,9 Prozent zurückgegangen. Damit ist unser Bundesland weiterhin die Nummer 1 in der Ostregion, was die Reduktion der Arbeitslosenquote betrifft“, zeigt sich Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos erfreut. Ein deutlicher Rückgang ist auch heuer wieder bei jugendlichen Arbeitslosen zu verzeichnen – und zwar ist die Jugendarbeitslosigkeit im Jänner 2018 um 20,7 Prozent geringer als vor einem Jahr. Weiterhin hoch ist die Zahl der Beschäftigten: Mehr als 98.000 Burgenländerinnen und Burgenländer waren im Jänner 2018 in Beschäftigung, das sind 2.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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Bei Personen über 50 hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 6,4 Prozent reduziert. Zum Vergleich: Im Jänner 2017 ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe noch um 1,3 Prozent gestiegen. Für Darabos ist das ein Zeichen, dass Maßnahmen wie die Aktion 50+ des Landes und vor allem auch die Aktion 20.000, die von der früheren SPÖ-geführten Bundesregierung im letzten Jahr beschlossen wurde und im Juli 2017 angelaufen ist, gewirkt haben. „Umso unverständlicher ist für mich, dass die Regierung Kurz die erfolgreich laufende Aktion 20.000 so abrupt eingestellt hat. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Aktion 20.000 wie geplant fortlaufen zu lassen – denn sie gibt älteren Langzeitarbeitslosen wieder Perspektive und Hoffnung“, so der abschließende Appell des Landesrats.


Jänner-Arbeitslosigkeit: „Burgenland im letzten Drittel!“

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LAbg. Bgm. Mag. Thomas Steiner

Die Konjunktur sorgt österreichweit für rückläufige Arbeitslosenzahlen, das Burgenland hinkt leider den meisten anderen Bundesländern weiter hinterher. „Wir liegen bei den Arbeitslosen wieder einmal über dem Österreichschnitt“, macht Landesparteiobmann Thomas Steiner auf die heute präsentierten Arbeitslosenzahlen vom Jänner aufmerksam.

Das Burgenland hat demnach mit 11,3 Prozent eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote wie Tirol und Salzburg. Nur die ebenfalls SPÖ-geführten Länder Kärnten und Wien haben prozentuell gesehen noch mehr Arbeitslose. „Rot-Blau muss jetzt endlich mit der Zahlen-Schönrederei aufhören und ernsthafte Maßnahmen setzen, sonst rutscht unser Burgenland noch weiter ab“, so Steiner.

Die Volkspartei hat dazu schon konkrete Ideen eingebracht um das Land weiter nach vorne zu bringen, etwa in der Digitalisierung oder in der überregionalen Mobilität. „Doch Rot-Blau scheint kein Interesse daran zu haben, den Arbeitsstandort Burgenland konsequent weiterzuentwickeln. Das Burgenland wird unter Wert regiert“, so Steiner.

 

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