NR Preiner: Integration statt Isolation

Rust, 17. 1. 2018

Im Rahmen der SPÖ-Landtagsklubklausur in Rust nahm auch der burgenländische SP-Nationalratsabgeordnete Erwin PREINER zum Thema „staatlich geführte Grundversorgungszentren für Asylwerber“ Stellung. „Ein klares NEIN zur Unterbringung von Flüchtlingen in Großquartieren oder leer stehenden Kasernen. Traumatisierte Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen, in militärischen Einrichtungen unterzubringen, lehne ich strikt ab“, so PREINER.

spö

Bgm. NR Erwin Preiner

„Das Burgenland nimmt hier einen anderen Weg ein. Kleine Einheiten hilfesuchender Menschen können auch leichter integriert werden. Gegen Großquartiere haben wir uns gemeinsam mit der Bevölkerung schon in der Vergangenheit erfolgreich zur Wehr gesetzt.“ Und PREINER weiter: „Kleine Gruppen von Menschen, kleine Gruppen Kinder in Schulklassen – hier ist für mich ein Viertel die Höchstzahl in einer Schulklasse – können besser integriert werden. Massenquartiere sind kontraproduktiv und fördern Aggression und Gewalt.“

Bereits 2015 wurde z.B. in Bruckneudorf erfolgreich gegen Massenquartiere demonstriert: Nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen ein geplantes Massenquartier in Form von 80 Wohncontainern zur Unterbringung von Flüchtlingen im Truppenübungsplatz. An Integration bei einer Menschenmenge von vier- bis fünfhundert Leuten ist nicht zu denken.

Die Burgenländer haben in der Vergangenheit oftmals bewiesen Kriegsflüchtlingen und schutzbedürftigen Menschen Schutz und Hilfe zu gewähren. (z.B. Ungarnaufstand 1956, Prager Frühling 1968, Fall des Eisernen Vorhangs 1989)

„Kleine Einheiten gewährleisten  die Akzeptanz der Bevölkerung, ohne die wir die Aufgabe der Integration nicht bewerkstelligen können. Gegen Großquartiere werden wir alle demokratischen Möglichkeiten ausschöpfen, hier hat Landeshauptmann Niessl meine volle Unterstützung.“, schloss PREINER.

 

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