ÖVP: Unser Burgenland – Ein Land zum Sterben? + Reaktion SPÖ

Eisenstadt, 8. 1. 2018

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„Unser Burgenland. Ein Land zum Sterben?“

Die Junge ÖVP hat in ihrer letzten Sitzung Sebastian Steiner als Landesgeschäftsführer der Jungen ÖVP (JVP) Burgenland bestellt. Steiner übernimmt das Amt von Julia Wagentristl, die seit August 2015 diese Funktion aktiv ausübte. Neben der personellen Weichenstellung positioniert sich die JVP-Burgenland auch inhaltlich. Konkret beschäftigt man sich mit der Frage „Unser Burgenland. Ein Land zum Sterben?“ und arbeitet an Lösungen, um der prognostizierten Überalterung im Burgenland entgegenzuwirken.

 

„Seit August 2015 hatte Julia Wagentristl aus Zemendorf-Stöttera die Funktion der Landesgeschäftsführerin inne. In diesen Jahren haben wir gemeinsam sehr viel erreicht und ich bedanke mich bei Julia Wagentristl für ihr ehrenamtliches Engagement. Sie hat die JVP-Burgenland geprägt, gestaltet und weiterentwickelt“, kommentiert JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas den Abschied von Julia Wagentristl. Die Nachfolge tritt nun Sebastian Steiner an, der künftig gemeinsam mit Dominik Reiter als Landesgeschäftsführer zur Verfügung stehen wird. Der 22-jährige Sebastian Steiner aus Illmitz hat in den vergangenen Jahren diverse Ausbildungsprogramme absolviert und auf allen Ebenen innerhalb der JVP Erfahrung sammeln können. Darüber hinaus ist Steiner Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Illmitz und hat in diversen Funktionen innerhalb der JVP Verantwortung getragen. Als Teamcoach im Nationalratswahlkampf war er Koordinator der Freiwilligenbewegung von Sebastian Kurz im Wahlkreis Nord. „Ich danke Sebastian Steiner, dass er sich bereit erklärt hat diese wichtige Funktion zu übernehmen. Ehrenamtliches Engagement ist heut zu Tage nicht selbstverständlich. Sebastian Steiner bringt alles mit, was ein Landesgeschäftsführer für seine Tätigkeit braucht: Kompetenz, ein breites Netzwerk und vor allem einen starken Willen für eine positive Veränderung zu arbeiten“, freut sich Fazekas über die Neubesetzung des Landesgeschäftsführers.

 

Fazekas: „2017 war ein prägendes und erfolgreiches Jahr!“

2017 war für die gesamte ÖVP ein prägendes und erfolgreiches Jahr. Einen großen Beitrag dazu leistete auch die JVP-Burgenland. Denn neben der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl, galt es auch die Nationalratswahl zu schlagen. „Die vielen Mühen im vergangenen Jahr haben sich gelohnt. Aus Sicht der JVP-Burgenland haben wir zwei erfolgreiche Wahlen geschlagen. Bei der Gemeinderatswahl haben wir klar unser Ziel erreicht. 274 der 1.364 ÖVP-Gemeinderäte sind jünger als 35. Auch bei den Ortschefs und Vizebürgermeistern dürfen wir uns über viele junge Verantwortungsträger freuen (6 Bürgermeister/8 Vizebürgermeister)“, freut sich Fazekas. Auch am 15. Oktober war ein großer Tag der Freude für die Liste Sebastian Kurz – die Neue Volkspartei. Der beeindruckende Zugewinn der Volkspartei war das Ergebnis der harten Arbeit von Sebastian Kurz, Mitgliedern bzw. Funktionären der Volkspartei und einer breiten Bewegung. Besonders erfreulich war, dass alle jungen Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Burgenland gemeinsam 19.436 Vorzugsstimmen erreicht haben. „Das ist ein gewaltiges Zeichen für junge Politik. Dieses Ergebnis macht uns dankbar und sehr stolz. Unser Einsatz wurde belohnt“, betont Fazekas.

 

Themenschwerpunkt 2018: „Unser Burgenland. Ein Land zum Sterben?“

Den Schwung aus dem letzten Jahr möchte die JVP-Burgenland mitnehmen und startet nun mit einem ambitionierten Programm ins neue Jahr. Neben der personellen Änderung befasst sich die JVP-Burgenland mit den Herausforderungen der Überalterung des Burgenlands. Prognosen zeigen, dass im Burgenland bereits bis zum Jahr 2100 mehr als 350.000 Menschen leben werden. Davon sollen rund 40 % älter als 65 sein. Der Anteil der 20 bis 65-jährigen Menschen wird auf der anderen Seite sogar sinken. Unter dem Arbeitstitel „Unser Burgenland. Ein Land zum Sterben?“ beschäftigt sich die JVP-Burgenland nun mit der Generationenfrage und versucht partizipativ Lösungsansätze zu entwickeln, wie man das Burgenland als attraktiven Lebensort für alle Menschen entwickeln kann. „Der gesellschaftlichen Entwicklung der Überalterung bzw. der Abwanderung entgegenzuwirken ist aus unserer Sicht Kernaufgabe der Landespolitik. Die Politik darf hier nicht rückständig bleiben. Das Ziel muss sein, einen attraktiven Lebensraum zu ermöglichen, in dem alle Bedürfnisse erfüllt werden. Während der Anteil der Generation 65-plus rapide steigt, sinkt der Anteil der Gruppe der Erwerbstätigen. Diese Entwicklung hat massive Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, Infrastruktur, Finanzen, Arbeitsmarkt und Wirtschaft. Am härtesten wird dieser Wandel unsere Gemeinden treffen, denn ihnen obliegt die Ausgestaltung des persönlichen Lebensumfeldes“, erklärt Fazekas. Familienfreundlichkeit ist aus Sicht der JVP-Burgenland mittlerweile ein Wirtschafts- und Standortfaktor. Gerade die Jugend und junge Erwachsene stehen für ein innovatives, dynamisches, experimentierfreudiges und von Unternehmergeist geprägtes Umfeld. Regionen, die Familien ein entsprechendes Umfeld bieten können, sind auch für die Zukunft gut gerüstet. „Dieses familienfreundliche Klima kommt aber nicht von selbst, dazu müssen alle Akteure auch handeln. Das Burgenland muss der Realität ins Auge sehen und aufhören Verantwortungen abzuschieben. Es gilt diese Trends zu erkennen und eigenständig Möglichkeiten auszuschöpfen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, so Fazekas. Mittels Expertenrunden, Online und Offline-Formaten, Diskussionen und diversen Partizipationsmöglichkeiten sollen Ideen und Lösungsansätze erarbeitet werden, um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können. Münden wird dieser Prozess in die Landeskonferenz der JVP-Burgenland im Herbst 2018, wo Delegierte ein umfangreiches Programm beschließen sollen. „Unser Burgenland soll ein Land zum Leben sein – für alle Generationen“, so Fazekas abschließend.

 

Steiner: „Partizipations-Angebot liegt mir besonders Herzen“

„In meinen Funktionen auf Orts-, Bezirks- und Landesebene konnte ich in den letzten Jahren vieles lernen. Meine Begeisterung mich für die Anliegen junger Menschen einzusetzen, habe ich in der JVP-Burgenland gefunden und konnte in den vergangenen Jahren mein Rüstzeug für meine neue Aufgabe als JVP-Landesgeschäftsführer sammeln“, so der neue Landesgeschäftsführer Sebastian Steiner. Als JVP-Burgenland wollen wir aktiv die Jugendpolitik im Burgenland vorantreiben und den Kontakt zu unseren Mitgliedern suchen. „Daher organisieren wir in den nächsten Wochen eine Tour quer durch das Burgenland, bei der wir alle Mitglieder in den Bezirken einladen. Das Kennenlernen mit mir als neuen Landesgeschäftsführer und der Austausch über unseren Jahresschwerpunkt steht dabei im Vordergrund“, so Neo-JVP-Landesgeschäftsführer Sebastian Steiner. Darüber hinaus plant die JVP-Burgenland ihre mittlerweile zur Tradition gewordenen Veranstaltungen wie den Martiniempfang, die Bildungsreise, bei der es dieses Mal nach Straßburg gehen wird. „Das ‚Partizipations-Angebot’ für junge Menschen im politischen Bereich im Burgenland liegt mir besonders am Herzen. Wir wissen, dass die Hürde zur aktiven Teilnahme an politischen Prozessen viel zu groß ist. Daher arbeiten wir an Partizipationsmöglichkeiten via Online Tools. Wir wissen aber auch, dass der persönliche Kontakt durch Nichts zu ersetzen ist. Daher wird es auch neue Offline Formate geben, um sich inhaltlich einzubringen zu können“, so Steiner abschließend.

 

Reiter: „Status als stärkste Jugendvertretung auch in Zukunft sichern“

Die Junge ÖVP Burgenland ist mit knapp 3.300 Mitgliedern die größte Jugendorganisation im Burgenland und hat einen unangefochtenen Status als stärkste politische Jugendvertretung im Burgenland. Diesen Anspruch wollen wir auch weiterhin sichern. Das Fundament der JVP-Burgenland sind die vielen Ortsgruppen im Land, die landauf und landab sehr wertvolle Arbeit leisten. Gemeinsam mit unseren jungen Gemeinderäten, Ortschefs und Vizebürgermeistern sind sie für viele Jugendliche der erste Ansprechpartner in den Gemeinden und machen ihnen Politik schmackhaft. Umso wichtiger ist der JVP-Burgenland die Unterstützung für die Orts- und Bezirksgruppen bei ihren laufenden Projekten und Vorhaben. Darüber hinaus gilt es die vielen jungen Gemeinderäte, Bürgermeister und Vizebürgermeister bestmöglich zu vernetzen. „Wir wollen unsere jungen Gemeinderäte für die gesamte laufende Gemeinderatsperiode unterstützen. Ausgangspunkt ist nun die Gründung des Forums der Junggemeinderäte und des Forums der Jungbürgermeister, wo ein Kennenlernen und Vernetzen der jungen Kommunalpolitiker stattfinden soll. Gerade in der neuen Zeit ist es wichtig, die Stimme der Jugend aktiv einzubinden, vor allem, wenn es darum geht, die Lebensqualität in Burgenland Gemeinden zu fördern“, erklärt JVP-Landesgeschäftsführer Dominik Reiter. Seminare, Schulungen und Austauschtreffen sollen hier im Vordergrund stehen. Darüber hinaus soll auch im heurigen Jahr das Aus- und Weiterbildungsangebot für Jugendliche – die Kaderschmiede – angeboten werden. Im Verlauf von 6 Modulen erlernen die Teilnehmer nicht nur politisches Handwerk, sondern vor allem auch wertvolle Softskills. „Ziel der Kaderschmiede ist es jungen und motivierten Menschen das nötige Werkzeug mitzugeben, um Verantwortung übernehmen zu können und schließlich gemeinsam politische Anliegen voranzutreiben und dabei aktiv in der stärksten Jugendorganisation des Burgenlandes mitzuarbeiten“, so Reiter abschließend.


SPÖ: Burgenland für ÖVP ein „Land zum Sterben“

LGF Dax: „Die JVP-Aussagen sind ein Angriff auf alle Menschen im Burgenland!“

Als „völlig falsch und verwerflich“ bezeichnet SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax die heutigen Aussagen vom burgenländischen JVP-Obmann Patrick Fazekas, das Burgenland sei ein Land zum Sterben. „Die neue ÖVP ist ganz genauso wie die alte, das Burgenland wird schlechtgeredet, wo es nur geht. Fazekas attackiert mit seinen Aussagen alle Burgenländerinnen und Burgenländer, die jahrelang unser Land aufgebaut haben. Das ist kein jugendlicher Leichtsinn mehr!“, so Dax.

„Wir haben einen noch nie dagewesenen Beschäftigungsrekord, hervorragende Wirtschaftsdaten, eine immer niedrigere Arbeitslosigkeit und die besten Bildungsdaten. Wir schaffen die Rahmenbedingungen für alle Generationen. Gemeinsam werden wir auch die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Die ÖVP soll endlich aufhören zu polemisieren und anfangen mit uns für das Burgenland zu arbeiten. Ich lade Patrick Fazekas gerne dazu ein“, so Dax.


Reaktion der ÖVP auf die Raktion der SPÖ:

Schönreden à la SPÖ bringt uns nicht weiter

Utl.: Kritische Fragen müssen gestellt werden dürfen. Dies haben wir mit unserem Themenschwerpunkt „Unser Burgenland. Ein Land zum Sterben?“ bewusst provokant getan. Auch wenn Landeshauptmann Niessl und die SPÖ Probleme lieber schönreden, anstatt sich damit zu befassen, muss man sich mit dieser Problematik auseinandersetzen.

Als Jugendorganisation sehen wir es als unsere Aufgabe, Probleme frühzeitig zu erkennen und aufzuzeigen. Wir wollen uns damit auseinandersetzen, wie in Zukunft eine diverse Bevölkerungsstruktur im Burgenland garantiert werden kann. Es gibt nämlich vor allem in Gemeinden im Süden des Burgenlandes sichtbare starke Probleme. Die SPÖ Burgenland leugnt diese Probleme. „Meint die SPÖ etwa, dass es die Senioren in unserem Land gut finden, wenn ihre Kinder und Enkelkinder oftmals wegziehen müssen, weil sie hier keine Perspektiven haben? Das Leugnen gesellschaftspolitischer Themen ist einer Regierungspartei nicht würdig“, kommentiert JVP-Landesobmann LAbg. Patrik Fazekas die Aussagen der SPÖ Burgenland.

Um unser Burgenland weiter zu bringen, braucht es die Auseinandersetzung mit kritischen Fragestellungen. Jener Diskurs sollte immer ein Mehrwert sein. Die Aussagen von Christian Dax sind der Beweis, dass wir mit unserem Jahresthemenschwerpunkt unsere Finger in eine offene Wunde legen konnten und zu Recht diese Fragestellung aufgeworfen haben. Statt dem Bashing auf Themen, die Jugendliche in unserem Land beschäftigen, braucht es Handeln und konstruktive Lösungsansätze.

 

 

 

 

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