SPÖ/FPÖ vs ÖVP: Streit um Wirtschaftsdaten

Eisenstadt, 7. 12. 2017 –

Zuerst die Kritik der ÖVP:

Steiner zu aktuellem Bundesländer-Vergleich:
Burgenland mit dem niedrigsten Wirtschaftswachstum

övp„Letzter Platz im Bundesländer-Vergleich und niedrigstes Wachstum aller neun Bundesländer. Das Burgenland hat unter Rot-Blau seinen Titel als Wachstums-Kaiser verloren: Der geringste Anstieg des Bruttoregionalprodukts ist beschämend“, hält Landesparteiobmann Thomas Steiner fest.

Wirtschaft, Beschäftigung und Einkommen sind im Vorjahr in allen Bundesländern gewachsen, so aktuelle Zahlen der Statistik Austria. Das stärkste Wirtschaftswachstum gab es in Salzburg, gefolgt von Tirol. Den geringsten Anstieg des Bruttoregionalprodukts (BRP) gab es im Burgenland und in Vorarlberg (je 0,3 Prozent).

„Die SPÖ hat eine hohe Kompetenz beim Schlechtmachen von sinnvollen wirtschaftlichen Programmen. Egal ob wirtschaftliche Ansagen von Sebastian Kurz oder von der Volkspartei Burgenland kommen – die SPÖ redet ÖVP-Vorschläge schlecht und setzt auf neue Steuern. Das ist nicht unser Programm: Wir wollen auf Bundesebene die Abgabenquote senken und das Steuersystem reformieren; im Burgenland drängen wir die Landesregierung auf stabile Finanzen, sinnvolle Investitionen. Nur so können wir das Burgenland wieder auf die Überholspur bringen!“, so Thomas Steiner.


Hier die Reaktion des Witschaftslandesrates MMag. Alexander Petschnig:

Recherchearbeit auch in der Opposition notwendig!
ÖVP agitiert mit unvollständiger Information

fpoe

LR MMag. Alexander Petschnig, FPÖ

Zu einer emotionalen Debatte kam es in heutigen Landtagssitzung, als ÖVP-Abgeordneter Thomas Steiner eine Publikation der Statistik Austria ins Treffen führte, in welcher das Burgenland mit einem Wachstum von lediglich 0,3% als vorletzter im Bundesländerranking des Wirtschaftswachstums 2016 geführt wurde. Diese Zahlen widersprechen eklatant den bislang von Bank Austria, Wirtschaftskammer und WIFO veröffentlichten, welche das Burgenland mit 2,2 bis 2,4% Wachstum jeweils an der Spitze im Bundesländerranking sahen.

„Mit einem Anruf bei der Statistik Austria oder einer genaueren Lektüre des Statistikdesigns wäre die Sache rasch aufgeklärt gewesen“, analysiert LR Petschnig die vordergründige Diskrepanz. „Im Gegensatz zu BA-CA, WKO und WIFO rechnet die Statistik Austria die Landwirtschaft ebenfalls in das Wirtschaftswachstum ein. Da die Wertschöpfung der burgenländischen Landwirtschaft aufgrund der Frostschäden des Jahres 2016 um fast 23% einbrach, wurde das Gesamtergebnis entsprechend nach unten revidiert“. Die seitens der ÖVP offenbar freudig aufgenommene ´Wirtschaftskrise´, die keine war, entpuppte sich rasch als simple Fehlinterpretation vorliegender Statistikdaten.

„Ich würde mir wünschen, dass auch die Abgeordneten der Opposition ihre Verantwortung ernster nehmen und ein wenig eingehender recherchieren würden, bevor man die burgenländische Wirtschaft in aller Öffentlichkeit schlecht redet! Durch seinen Vergleich von ´Äpfeln und Birnen´ negierte Steiner im Handumdrehen das tolle Landesergebnis unseres Heimatlandes in Sachen Wirtschaft – und damit die Leistung aller Unternehmerinnen und Unternehmer. Unsere Betriebe und ihre Belegschaften haben Respekt verdient und somit auch, dass von Politikern zumindest soviel Zeit aufgewendet wird, eine Studie zuerst gewissenhaft zu lesen, bevor Wortmeldungen abgegeben werden – auch wenn gerade eine hitzige Landtagsdebatte läuft“, so der freiheitliche Landesrat abschießend.

 

 

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