Verleihung des Tierschutzpreises 2017

Draßmarkt, 5. 12. 2017 –

Im Rahmen des Tierhaltungstages für Schweinehalter am Dienstag, den 5. Dezember 2017, in Draßmarkt (Gasthaus Janits) verliehen Landesrätin Verena Dunst, Landesveterinärdirektor WHR Dr. Robert Fink und LK-Tierzuchtdirektor Dipl.-Ing. Franz Vuk den Burgenländischen Tierschutzpreis 2017 für Nutztiere an zwei Schweinehaltungsbetriebe.

lwk

Ing. Wolfgang Pleier, Landesveterinärdirektor WHR Dr. Robert Fink, Tierschutz-Preisträger Bernhard Liszt aus Leithaprodersdorf, Tierschutz-Preisträger Dr. Josef Lehrner aus Marz, Landesrätin Verena Dunst und LK-Tierzuchtdirektor Dipl.-Ing. Franz Vuk

„Der burgenländische Tierschutzpreis wird seit knapp 14 Jahren an Landwirtschaftsbetriebe verliehen, die mit besonders tiergerechten Haltungsformen aufgezeigt haben. Anhand strenger Auswahlkriterien werden die Betriebe von den Amtstierärzten nominiert. Im heurigen Jahr gehen die Preise an einen konventionellen Schweinehaltungsbetrieb in Marz und an einen alternativen Schweinehaltungsbetrieb in Leithaprodersdorf“, erklärte Agrarlandesrätin Verena Dunst beim Tierhaltungstag für Schweinehalter am 5. Dezember 2017 in Draßmarkt, wo auch die Verleihungen der Tierschutzpreise an den Schweinehalter Dr. Josef Lehrner aus Marz und den Schweinebauern Bernhard Liszt aus Leithaprodersdorf vorgenommen wurden.

 

Landesrätin Dunst stellte die Tierschutzpreisträger 2017 für Nutztiere vor:

Betrieb Dr. Josef Lehrner, Marz >> Tierhaltungspreis konventionelle Schweinehaltung

Sandra und Josef Lehrner betreiben einen Schweinehaltungsbetrieb in Marz, der offensiv auf Öffentlichkeitsarbeit ausgerichtet ist. Der Betrieb mit 160 Zuchtsauen und der angeschlossenen Mast ist schon lange in der Schweinehaltung tätig. Vor 3 Jahren wurde in einen neuen Mastschweinestall – einen Außenklimastall (Pig-Port 3) mit 1.200 Mastplätzen investiert. In der Schweinehaltung wird auf Tierwohl aber auch auf Wirtschaftlichkeit und machbaren Arbeitsaufwand wert gelegt. Der Betrieb Lehrner wurde auch mit dem Holzbaupreis 2016 für die gelungene Umsetzung des Stallprojektes ausgezeichnet.

 

Betrieb Bernhard Liszt, Leithaprodersdorf >> Tierhaltungspreis alternative Schweinehaltung

Bernhard Liszt betreibt seit Oktober 2015 eine ganzjährige Freilandschweinehaltung in Leithaprodersdorf. Es werden 25 bis 35 Turupolje, Mangalitza sowie neuerdings
auch Berkshire-Schweine gehalten. Für die Schlachtung werden die Schweine in einen extra angefertigten Käfig gefüttert und so stresslos ca. 35 km zu einem Biobauern gebracht, der die Schlachtung nach einem Ruhetag vornimmt. Die Produkte werden im eigenen Heurigen vermarktet. Seit August 2017 ist die Schweinehaltung bio-zertifiziert (LACON). Der Bestand wird je nach Witterung alle 4 bis 8 Wochen mithilfe von stromgeführten Litzen in eigens separierte Gehege umgezogen. Die Hütten, Tränken sowie Futterschalen sind alle transportabel und wandern mit dem Bestand mit.

Tierzuchtdirektor Dipl.-Ing. Franz Vuk: „Unsere tierhaltenden bäuerlichen Betriebe haben ein großes Interesse daran, dass ihre Tiere erstklassige Haltungsbedingungen haben und bestes Futter bekommen. Denn nur gesunde Tiere garantieren hochqualitative Lebensmittel, was sich durch eine hohe Kundenzufriedenheit auch betriebswirtschaftlich positiv auswirkt. Die Tierhaltung in der Landwirtschaft wird streng nach dem Tierschutzgesetz geregelt und auch laufend kontrolliert. Neben einer entsprechenden Ausbildung der Bauern sind tiergerechte Ställe vorgeschrieben. Bei der Schweinehaltung zählt die Haltung in Gruppen zum Standard und entspricht einer tier- bzw. artgerechten Haltung.“

„Der Tierschutz hat für die nutztierhaltende Landwirtschaft einen hohen Stellenwert. Als Anerkennung für die erbrachten Leistungen in den Betrieben erhalten die Gewinner 1.000 Euro gemeinsam mit dem Preis überreicht. Wir wollen Betriebe, die wirklich gute Bedingungen anbieten, der Öffentlichkeit präsentieren. Die hervorragende Arbeit in den Ställen und auf den Bauernhöfen soll der Bevölkerung nicht vorenthalten werden. Die Gewinner sind Leitbetriebe, welche auch andere Nutztierhalter anregen sollen, sich darüber Gedanken zu machen, wo Verbesserungen möglich sind“, so Landesrätin Dunst und Landesveterinärdirektor Fink und Tierzuchtdirektor Vuk unisono.

 

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