Schneeräumung: Rechte und Pflichten für Liegenschaftseigentümer

Eisenstadt, 30. 11. 2017 –

Der Winter hat nun auch im Burgenland Einzug gehalten. Doch nicht alle Menschen freuen sich über die weiße Pracht. Besonders LiegenschaftseigentümerInnen sind bei winterlichen Verhältnissen mit einer Reihe von Verpflichtungen konfrontiert.

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Wenn starke Schneefälle, wie in der vergangenen Nacht, das Burgenland in ein weißes Kleid hüllen, bedeutet das vor allem für Hauseigentümer eine Menge Arbeit. LiegenschaftseigentümerInnen müssen gemäß der Straßenverkehrsordnung Gehsteige, Gehwege und Stiegenanlagen, die entlang der Liegenschaft in einer Entfernung von nicht mehr als drei Meter vorhanden sind, in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr von Schnee und Verunreinigungen säubern. Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von einem Meter zu säubern und mit einem geeigneten Mittel wie etwa Sand, Splitt, Asche oder Auftausalz zu streuen.

Ordnungsgemäße Schneeräumung

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtung sind die HauseigentümerInnen außerdem verpflichtet, Schneewächten und Eisbildungen vom Dach zu entfernen. Nach aktueller Rechtsprechung reicht das Aufstellen von Warnstangen zur Sicherung vorübergehend aus. Der Schnee sollte jedoch so bald als möglich entfernt werden. „Diese Bestimmungen sind auch am Wochenende und an Feiertagen, unabhängig davon ob man berufstätig ist, einzuhalten“, betont Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst.

Anspruch auf Schadensersatz

Der Verpflichtung zur Schneeräumung kann man jedoch dann entgehen, wenn man sie vertraglich an jemanden anderen, etwa ein Schneeräumungsunternehmen, überträgt. Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung droht eine Verwaltungsstrafe von bis zu 72 Euro! Bei Gefährdung durch Schnee am Gehsteig oder auf die Fahrbahn geschaufelten Schnee droht sogar eine Geldstrafe bis zu 726 Euro. Noch teurer wird es, wenn es zu einem Unfall kommt. In solchen Fällen können die EigentümerInnen auch straf- und zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
„Ich bitte alle HauseigentümerInnen hier sehr sorgfältig zu sein, denn vor allem ältere Menschen haben sich letztes Jahr bei Stürzen Brüche und Prellungen zugezogen. Das muss unbedingt vermieden werden“, so Landesrätin Verena Dunst.

 

 

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