Frauenpolitisch wichtige Beschlüsse in Gefahr

Eisenstadt, 20. 11. 2017 –

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Im Kampf gegen Frauenarmut wurden in den letzten Monaten zahlreiche Maßnahmen wie die Abschaffung der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe oder die Frauenquote in Aufsichtsräten beschlossen, doch mit der schwarz-blauen Regierung sind die wichtigsten Beschlüsse, die 2017 frauenpolitisch relevant waren und in Zukunft auch relevant sein werden, in größter Gefahr. „Wir halten uns an die Beschlüsse, weil sie für viele Burgenländerinnen wesentlich sind und weil wir Frauen im Burgenland weiterhin mit voller Kraft und Elan unterstützen und nicht im Regen stehen lassen“, so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst bei der heutigen Pressekonferenz.

Auf Druck der SPÖ Frauen konnten in den vergangen Jahrzehnten Errungenschaften wie das Frauenwahlrecht, der Mutter-Kind-Pass, die Karenzregelung oder der Schwangerschaftsabbruch bis zum dritten Monat errungen werden. 1975 gab es die große Familienrechtsreform, die Frauen und Männer rechtlich gleichgestellt hat. Ab diesem Zeitpunkt durften Frauen ohne Zustimmung des Mannes arbeiten gehen. „Für die jüngere Generation ist dies eigentlich selbstverständlich, deshalb ist es umso wichtiger, es immer wieder zu erwähnen und sich vor Augen zu halten, dass diese Beschlüsse so relevant sind und noch gar nicht so lange her sind.“, so LRin Mag.a Astrid Eisenkopf über die Historie der Frauen in Österreich.

Ein großes Anliegen ist es den SPÖ Frauen die Familien und Frauen im Burgenland zu unterstützen, daher ist es unsere Aufgabe die passenden Rahmenbedingungen zu setzen. Ein wichtiges Angebot dafür sind die Bildungs-und Betreuungseinrichtungen, die Ferienangebote und das Angebot der Tagesmütter. Im Burgenland haben wir in diesem Bereich eine Vorreiterrolle inne. Die ÖVP in Oberösterreich hingegen beabsichtigt Elternbeiträge in der Höhe von bis zu 90 Euro für die Nachmittagsbetreuung einzuführen. „Bei der Kinderbetreuung müssen Hürden abgebaut und nicht aufgebaut werden, dies ist wichtig für die Zukunft unserer Kinder, unserer Eltern, aber auch für unsere Gemeinden“, so Familiensprecherin LAbg. Edith Sack.

„Als Bildungssprecherin ist es mir wichtig hinzuweisen, dass die großen Gewinner einer sozialdemokratischen Bildungspolitik, so wie es unter Kreisky war, natürlich die Mädchen waren. Ich hätte selber nicht studieren können, hätte es damals nicht die Gratis-Schulbücheraktion gegeben und die Gratis-Schülerfreifahrt, dies wäre für meine Eltern aus Kostengründen nicht möglich gewesen. Jetzt besteht wieder die große Befürchtung , dass es wie in den Jahren 2000-2006 zu großen Einschnitten in der Bildungspolitik kommt, wie eine Einführung der Studiengebühren, die Erhöhung der Klassenschülerhöchstzahl und das Lehrerdienstposten eingespart werden“, so LAbg. Doris Prohaska.

Sexuelle Belästigung kann jede Frau treffen, sei es die Nachbarin, die Arbeitskollegin oder die Freundin. Wir SPÖ Frauen haben den Auftrag Aufklärungsarbeit zu leisten. Wir müssen den Frauen ein Bewusstsein schaffen und ihnen Mut machen, sie unterstützen und sie beschützen“, so NAbg. Klaudia Friedl zum Thema Sexuelle Belästigung. Im Burgenland haben wir ein dichtes Netz an Beratungs- und Hilfseinrichtungen wie die Frauen- und Mädchenberatungsstelle, das Frauenhaus oder die Gewaltschutzzentren.

„Zusammengefasst muss ich klar sagen: wir brauchen einen Mindestlohn von 1.500 Euro, die Absicherung, dass die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe nicht mitgerechnet wird. Wir brauchen keine Studiengebühren im Burgenland. Wir brauchen die Unterhaltsgarantie, weil viele Frauen im Burgenland alleinerziehend sind. Was wir auf Bundesebene nicht brauchen, ist einen Frauenminister, sondern eine Frauenministerin welche die Errungenschaften der SPÖ Frauen weiterführt und ausbaut. Wir brauchen Sicherheit für uns Burgenländerinnen“, so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

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