Kfz-Einbruchsserie in NÖ und Burgenland geklärt

NÖ, Burgenland, 11. 11. 2017 –

Bedienstete der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, Polizeiinspektion St. Pölten – Ausgleichsmaßnahmen, forschten in enger Zusammenarbeit mit ungarischen Polizeibehörden und dem Landeskriminalamt Niederösterreich eine international agierende Tätergruppe aus.

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Den erfolgreichen Ermittlungen zufolge steht eine 9-köpfige ungarische Tätergruppe im Verdacht, in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung, im Zeitraum von 18. März 2016 bis 8. April 2017, in Niederösterreich und dem Burgenland 33 strafrechtliche Delikte mit einer Gesamtschadenssumme von 78.000 Euro begangen zu haben.

Es handelt sich bei den geklärten Delikten um 24 Einbruchsdiebstähle in auf Autobahnparkplätzen abgestellten Fahrzeugen (hauptsächlich Pkws und auch Kleintransporter), wobei eine Seitenscheibe eingeschlagen und anschließend Geldbörsen, Taschen und dergleichen gestohlen wurden. Teilweise wurde ein Reifen zerstochen, um eine mögliche Verfolgung durch die Opfer zu vermeiden.

In einem Fall erfolgte der Diebstahl aus einem unversperrten Fahrzeug.

Bei zwei weiteren Tathandlungen kam es zu einem Raub und einem räuberischen Diebstahl, da die Opfer, die sich im Fahrzeug befanden, zur Wehr setzten und es zur Gewaltanwendung durch den Täter kam.

Die Tatorte sind entlang der Autobahnen A 1, A 21 und A 4 sowie der Schnellstraße S 1.

In den Bezirken Lilienfeld, Melk und Mödling wurde in sechs Wohnhäuser eingebrochen und Wertgegenstände gestohlen.

 

Im März 2016 mehrten sich entlang der Autobahnen in Niederösterreich Einbrüche in Fahrzeuge, deren Lenker sich auf den Parkplätzen im Fahrzeug schlafen gelegt hatten. Meist verübten zwei Personen den Fahrzeugeinbruch und ein dritter Täter lenkte das Fluchtfahrzeug.

Bedienstete der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, St. Pölten – Ausgleichsmaßnahmen, gelang es nach umfassenden Ermittlungstätigkeiten die ungarische Tätergruppe auszuforschen, der die Tathandlungen zugeordnet werden konnten.

In Zusammenarbeit mit ungarischen Polizeibehörden wurde in weiterer Folge bekannt, dass gegen diese Tätergruppierung bereits wegen zahlreicher ähnlich gelagerten Delikten in Ungarn ermittelt wird.

Am 8. April 2017 konnten drei der Verdächtigen auf frischer Tat bei der Begehung von zwei Pkw-Einbrüchen betreten werden. Sie wurden von Bediensteten der Polizeiinspektion St. Pölten – AGM sowie des Landeskriminalamtes, Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, in Bruck an der Leitha angehalten und festgenommen. Die drei Festgenommenen waren teilweise geständig. Sie wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten in die dortige Justizanstalt eingeliefert.

Für zwei weitere Verdächtige stellt die Staatanwaltschaft St. Pölten EU-Haftbefehle aus. Beide konnten von den ungarischen Polizeibehörden in Ungarn festgenommen werden. Einer der beiden wurde im November 2017 nach Österreich ausgeliefert und befindet sich auch in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft.

Die vier weiteren Personen der ausgeforschten Tätergruppe wurden der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.

Bei den Beschuldigten handelt es sich allesamt um ungarische Staatsbürger – neun Männer im Alter von 18 bis 53 Jahren.

 

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