Eröffnung der jüdischen Gedenkstätte in Mattersburg

Mattersburg, 5. 11. 2017 –

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Am Sonntag, dem 5. November 2017 wurde die neue jüdische Gedenkstätte am Mattersburger Brunnenplatz durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Landeshauptmann Hans Niessl und Bürgermeisterin Ingrid Salamon feierlich eröffnet. Neben Vertretern der Landespolitik waren auch Angehörige der israelischen Kultusgemeinde und viele weitere Ehrengäste anwesend. Die Gedenkstätte soll an die jüdische Gemeinde Mattersburgs erinnern, die während des nationalsozialistischen Terrors zerstört wurde.

 Es ist mir sehr wichtig, dass die jüdische Gemeinde Mattersburgs nicht in Vergessenheit gerät. Die Geschehnisse ab 1938 sind ein großer dunkler Fleck in der österreichischen Geschichte. Gerade deshalb dürfen wir nicht aufhören uns daran zu erinnern was passiert ist und müssen auch künftigen Generationen von den Schreckenstaten des Nationalsozialismus und dessen menschenverachtender Politik berichten“, erklärt Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

 

Gedenken an jüdische Gemeinde

Idee und Entwurf für die Gedenkstätte stammen von KR Michael Feyer, vom Verein „Wir erinnern“. Die Gedenkstätte befindet sich genau an dem Platz, wo die Mattersburger Synagoge stand, die während der NS Herrschaft zerstört wurde.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen betonte in seiner Ansprache, dass sich das Geschehene niemals wiederholen dürfe und es unsere Verantwortung wäre, niemals zu vergessen.

Gedacht wurde auch der im Vorjahr verstorbenen Obfrau des Vereins „Wir erinnern“, Mag. Gertraud Tometich. Sie war bis zuletzt das Sprachrohr des Vereins und setzte sich sehr für die Realisierung der Gedenkstätte ein. Die jüdische Gemeinde der Stadt war das Thema ihres 2013 erschienenen Buches „Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mattersburg und Umgebung“.

Mattersburg war die Bedeutendste der sieben jüdischen Gemeinden im Burgenland, sie bestand über vier Jahrhunderte. Neben der jüdischen Gedenkstätte erinnern heute noch die Judengasse, der Judenfriedhof und der Samuel Ehrenfeld-Weg an die jüdische Gemeinde Mattersburgs.

Bgm. Ingrid Salamon: „Die Errichtung dieser Gedenkstätte ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Stadt. Sie soll ein Zeichen der Versöhnung sein, ein Platz zum Erinnern“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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