31. 10. 2017 – Polizei News

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Brand eines Holzlagerplatzes neben einem Wohnhaus in Parndorf

Nachglühende Aschenteilchen lösten einen Brand aus

Am 30. Oktober 2017, um 15.00 Uhr, bemerkte eine aufmerksame Bewohnerin aus Parndorf eine massive Rauchentwicklung beim gegenüberliegenden Anwesen. Die Bewohner dieses Hauses befanden sich zu dieser Zeit nicht zu Hause. Die Brandentdeckerin verständigte sofort per Notruf die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte musste die versperrt gewesene Eingangstür zum eingefriedeten Anwesen gewaltsam geöffnet werden, um zum Brandort zu gelangen. Anschließend wurde sofort, unter Verwendung von schwerem Atemschutz, mit der Brandbekämpfung im Bereich einer Holzlagerstelle hinter dem Einfamilienhaus begonnen. Das Feuer konnte  folglich unter Kontrolle gebracht und dann gelöscht werden. Angrenzende Gebäude oder Personen waren durch den Brand nicht gefährdet.

Bei einer Untersuchung des Brandplatzes durch einen Brandermittler der Polizei Neusiedl am See konnte eindeutig ermittelt werden, dass der Brand durch fahrlässig abgelegte, nachglühende Asche im Nahbereich des Holzlagerplatzes verursacht wurde.


Umweltbeeinträchtigung nach Dieselaustritt in Pinkafeld

Tank eines Sattelschleppers bei Ladearbeiten aufgerissen

Am 30. Oktober 2017, gegen 16.00 Uhr, wollte der Lenker eines Sattelschleppers bei einer Firma in Pinkafeld die mitgeführte Ladung in einer Halle entladen. Beim Übersetzen des Torbaumes in die Halle der Firma ist der Tank des Sattelzugfahrzeuges aufgerissen. Durch das entstandene Leck im Tank sind etwa 150 Liter Diesel ausgetreten und weiter in das öffentliche Kanalnetz gelangt.

Sofort wurden die Feuerwehr, Entscheidungsträger der BH Oberwart und ein Sachverständiger der Burgenländischen Landesregierung vom Vorfall in Kenntnis gesetzt.  Durch die im Einsatz gewesenen Freiwilligen Feuerwehren aus Pinkafeld und Riedlingsdorf wurden die Klärbecken des Abwasserverbandes Oberes Pinkatal in Riedlingsdorf gespült und teilweise abgesaugt sowie eine Ölsperre im Bereich des Oberen Pinkatales eingerichtet. Im Bereich des unmittelbaren Vorfallortes wurde Bindemittel zur Sicherung des Treibstoffes angewendet.

Im Laufe des 31. Oktober 2017 wird eine Begehung der betroffenen Einrichtungen durch Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Oberwart und Sachverständige durchgeführt um eventuelle eingetretene Umweltbeeinträchtigungen zu besichtigen und weitere notwendige Maßnahmen zu veranlassen.


Betrug in Jennersdorf geklärt

Polizisten aus dem Bezirk Jennersdorf konnten den Betrug an 80 Pfarreien im gesamten Bundesgebiet klären. Der Schaden liegt im unteren fünfstelligen Bereich.

Im Zeitraum von November 2011 bis zum Frühjahr 2013 lockte eine 10-köpfige Bande aus Rumänien mehreren römisch-katholischen Pfarreien im gesamten Bundesgebiet Geld heraus. Der 35-jährige Bandenchef und seine Mitglieder agierten mit demselben Modus operandi auch in Deutschland.

Bereits im Herbst 2016 wurde gegen den rumänischen Bandenchef ein Haftbefehl in Deutschland ausgestellt. Immer wieder wurden Pfarreien angerufen und um Geld für die Überführung des Sarges, des tödlich verunglückten Sohnes oder Tochter aus Spanien oder Rumänien gebeten.

Mit dem Satz „Flugzeug startet in ein bis zwei Stunden“ wurden die Pfarrer unter Zeitdruck gesetzt. Eine Komplizin führte ebenfalls Telefonate, wo sie in österreichischem Dialekt sprach, und mitleiderregend um Geld bat.

Die Summen wurden immer ins Ausland überwiesen und dort von den Tätern behoben. Polizisten aus Jennersdorf konnten, 80 Fälle in ganz Österreich klären, wobei von den Tätern mit 200 Pfarrern telefonisch Kontakt aufgenommen wurde. Von den 80 Pfarreien wurde ein Drittel tatsächlich geschädigt.

In Deutschland dürften sie ebenfalls ungefähr 80 Pfarreien betrogen haben. Der Täter ist in Deutschland in Haft.


Schwerpunktkontrollen an der A6: ein Schlepper gefasst!

Die Polizei hat einen englischen Schlepper gefasst. Er hat versucht, vier Menschen illegal nach Österreich zu bringen. Der Schlepper ist in Haft!

Zum Zwecke der Verhinderung der illegalen Migration sowie der Unterbindung der Schlepperei werden seit einigen Tagen im Bereich des Gemeindegebietes Kittsee, polizeiliche Schwerpunktaktionen (Nordost Autobahn A6) durchgeführt.

Bei der Schwerpunktaktion am 27. Oktober 2017 wurde in den frühen Morgenstunden von Polizeibeamten ein Pkw unmittelbar nach der Grenzübertrittsstelle Kittsee, auf der Autobahn A6, angehalten und einer Fahrzeug- und Lenkerkontrolle unterzogen. Als Lenker fungierte ein 42-jähriger englischer Staatsbürger. Dieser wies sich mit einem gültigen englischen Reisepass aus. Bei der Kontrolle konnte ersehen werden, dass sich im fünfsitzigen Van insgesamt weitere vier Personen – ein Mann (28), eine Frau (26) und zwei Kinder im Alter von zwei und drei Jahren – befunden haben.

Da sich diese Personen gegenüber den einschreitenden Beamten nicht legitimieren konnten – sie wiesen nicht die für die Einreise bzw. deren Aufenthalt im Bundesgebiet erforderlichen Dokumenten vor – wurden diese irakischen Staatsbürger festgenommen und in das Competence Center Eisenstadt eingeliefert. Bei den anschließenden polizeilichen Einvernahmen belasteten die Geschleppten den Schlepper dahingehend, dass dieser sie in Budapest aufnahm und ihnen den Transport bis Deutschland versprach. Für diesen Transport hatten sie bereits einen vierstelligen Euro-Betrag bezahlt.

Der englische Tatverdächtige wurde wegen des Verdachtes der Schlepperei am 27. Oktober 2017 festgenommen und über Auftrag der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt eingeliefert.


Tödlicher Verkehrsunfall auf der A4 – Ostautobahn (Bez. Neusiedl/See)

In frühen Morgenstunden des 31. Oktober 2017 ereignete sich auf der A4  ein Verkehrsunfall, bei dem eine junge Frau tödlich verletzt wurde.

Am 31. Oktober 2017 gegen 04:00 Uhr stellte ein 29-jähriger rumänischer Staatsbürger aufgrund Spritmangels seinen PKW am Pannenstreifen der A4  ordnungsgemäß ab.

Der 29-jährige und seine 28-jährige Gattin – ebenfalls rumänische Staatsbürgerin – machten sich in weiterer Folge zu Fuß am Pannenstreifen auf den Weg zur nächsten Tankstelle. Die beiden trugen keine Warnweste.

Am Rückweg zum Fahrzeug – zwischen Abfahrt Neusiedl/See und Parndorf – dürfte die 28-jährige Rumänin von einem vorbeifahrenden Sondertransport mit Begleitfahrzeug touchiert und in weiterer Folge zu Boden geschleudert worden sein.

Der eintreffende Rettungsdienst führte sofort Reanimationsmaßnahmen durch – der Notarzt konnte jedoch nur mehr den Tod der jungen Frau feststellen.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ordnete eine Obduktion der Leiche, sowie die Sicherstellung des Schwertransporters an – dieser wird von einem Sachverständigen untersucht.

Beim Lenker konnten keine Alkoholisierungsmerkmale festgestellt werden.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte Dunkelheit und es regnete leicht.

 

 

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