SPÖ Endergebnis NRW 2017 im Burgenland

Eisenstadt, 20. 10. 2017 –

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SPÖ Landesgeschäftsführer Christian Dax nahm heute zum Endergebnis der Nationalratswahl Stellung. Aus Sicht des Burgenlandes gibt es keinen Grund zur Freude. „Wir sind zwar ganz knapp mit 212 Stimmen burgenlandweit vor der ÖVP geblieben, aber bei Verlusten von über 4 Prozent gibt es nichts schönzureden. Im Hinblick auf die Landtagswahl 2020 werden wir auch über strukturelle Veränderungen innerhalb der SPÖ Burgenland nachdenken müssen. Der Richtungsstreit zwischen dem Burgenland und Wien muss endlich aufhören. Wir brauchen einen gemeinsamen Weg!“, so Dax.

Für Dax ist nicht die rot-blaue Landesregierung für die starken Zugewinne der FPÖ und ÖVP im Burgenland verantwortlich. „Unsere Analyse hat gezeigt, dass 3 Komponenten zu den Verlusten der SPÖ im Burgenland geführt haben. Zum Ersten ist das Wahlverhalten regional stark unterschiedlich. Ländliche Regionen wählen traditionell konservativer als urbane Zentren. Außer in den Großstädten hat die SPÖ am Land durchwegs verloren, und da war das Burgenland leider keine Ausnahme. Zum Zweiten hat das Ganze auch noch die Tatsache verstärkt, dass die SPÖ mehrheitlich von Grünwählern gewählt wurde. Das Potential der Grünen im Burgenland ist jedoch merklich weniger als vergleichsweise in Wien. So konnten wir die Abwanderung, insbesondere zur FPÖ, nicht ausgleichen. Und zum Dritten war natürlich der nicht ideal verlaufende Wahlkampf der Bundes-SPÖ ein Grund für die Verluste im Burgenland. Aufgrund der Causa Silberstein und der „Dirty Campaigning-Affäre“ sind unsere Kern-Themen in den Hintergrund geraten und waren für viele Wähler nicht mehr relevant“, analysiert Dax.

Bei den Vorzugsstimmen konnte der Spitzenkandidat der SPÖ Burgenland, Hans Peter Doskozil, einen absoluten Rekord aufstellen. Mit insgesamt 27.806 Vorzugsstimmen auf der Bundes, Landes- und Regionalwahlkreisliste Süd hat er so viele Stimmen wie noch niemand vor ihm im Burgenland gesammelt. „Das zeigt jedenfalls, dass wir landesweit den richtigen Kandidaten hatten. Im Vergleich dazu hatte die Spitzenkandidatin der ÖVP, Gabriela Schwarz, nur insgesamt 1.951 Stimmen. Im Nachhinein betrachtet war der Vorzugsstimmenwahlkampf für Hans Peter Doskozil die richtige Strategie für das Burgenland“, so Dax.

„Zusammenfassend kann man sagen, dass das Ergebnis der SPÖ Burgenland natürlich nicht gut war, aber hinsichtlich des starken Gegenwindes aus dem Bund ein annehmbares ist. Unser Fokus ist jetzt schon auf die Landtagswahl 2020 gelegt, wo wir die SPÖ Burgenland noch stärker positionieren und sicherlich aus den Fehlern lernen werden“, so Dax abschließend.

Anbei die fünf Bestplatzierten auf der Bundes-, Landes- und den beiden Regionalwahlkreislisten:

Bundesliste:
1. Hans Peter Doskozil 6.816
2. Klaudia Friedl 287
3. Erwin Preiner 61
4. Patrick Hafner 27
5. Roland Fürst 27

Landesliste:
1. Hans Peter Doskozil 7.472
2. Klaudia Friedl 932
3. Erwin Preiner 284
4. Lisa Vogl 244
5. Patrick Hafner 179

Regionalwahlkreisliste Nord:
1. Erwin Preiner 5.336
2. Lisa Vogl 1.633
3. Maximilian Köllner 1.271
4. Roland Fürst 705
5. Claudia Schlager 603

Regionalwahlkreisliste Süd:
1. Hans Peter Doskozil 13.518
2. Klaudia Friedl 1.639
3. Patrick Hafner 495
4. Andrea Unger 317
5. Christian Dax 281

 

 

 

 

 

 

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