Buschenschänken sind Nahversorger

Deutsch Schützen, 11. 10. 2017 –

Buschenschänker stellen vor allem im Süden einen wichtigen Teil der Nahversorgung dar

Österreichweit einzigartige Landesrichtlinie sichert Nahversorgungs- und Buschenschankbetrieben 1,677 Mio. Euro

„Ich werde das weitere Aussterben von Nahversorgungsbetrieben und Buschenschänken im ländlichen Raum nicht so einfach hinnehmen sondern aktiv etwas dagegen tun“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst im Rahmen einer expertenbegleiteten Infoveranstaltung am Dienstag-Abend im Komm‘Zentrum Deutsch Schützen. Konkret ging es dabei um die in Österreich einmalige Landesrichtlinie zur Förderung von Buschenschank- und Nahversorgungsbetrieben aus Mitteln der Ländlichen Entwicklung. Dafür stehen bis 2020 EUR 1,677 Mio. bereit.

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DI Christian Wutschitz (Abteilung 4), Dipl.Päd. Ing. Friederike Schmitl (LK B), Agarlandesrätin Verena Dunst, Mag. Sigrid Hajek (WiBuG), Mag. Michael Kirnbauer (LK B)

Investitionen von bis zu EUR 100.000,00 pro Jahr könnten zu maximal 40% aus der neu geschaffenen Richtlinie gefördert werden – so Dunst. Begünstigt davon seien Klein- und Kleinunternehmer sowie Buschenschänker, die ihren Betrieb im freien Gewerbe führen.

Ausbezahlt würde nach genau definierten Auswahlkriterien, was besonders wichtig für die Transparenz eines solchen Vergabeverfahrens sei – berichtete DI Christian Wutschitz (Referatsleiter Förderwesen, Abteilung 4). Vorgestellt wurde dem interessierten Publikum neben den Grundvoraussetzungen für eine Förderung aus der neuen „Nahversorgerrichtlinie“ auch bestehende Systeme, aus denen auch schon bisher Investitionen hin zu nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeit gefördert werden. „Es wird immer wichtiger, dass Agrarbetriebe solche Diversifizierungsmaßnahmen vornehmen, und damit ihren Betrieb auf mehrere Beine stellt“, so Dunst.

Anfang 2018 werde es den ersten Calls für Nahversorgungs- und Buschenschankbetriebe geben. Ob Neubau, Umbau oder auch Zukauf von benötigtem Equipment – all dies sei förderfähig und bedeute eine weitere Aufwertung des ländlichen Raums im Burgenland- so LRin Verena Dunst. „Ich lasse mir vor allem den Landessüden nicht länger krankreden. Wir haben eine riesigen Potential für Buschenschänker und Nahversorger in unserem Land, das es auszuschöpfen gilt“, meint Dunst abschließend.

 

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