Jetzt erst recht: NationalratskandidatInnen vor den Vorhang!

Bad Sauerbrunn, 7. 10. 2017 –

Mattersburger SPÖ-KandidatInnen positionieren sich als soziales Korrektiv

Aus der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl ging die SPÖ als stärkste Partei hervor. Mit rund der Hälfte aller Stimmen im Bezirk Mattersburg und einem Prozenteplus in beiden Wahlgängen genießen die Mattersburger SPÖ-Ortsorganisationen das größte Vertrauen der Bevölkerung. Diesen Auftrag nimmt die Bezirkspartei ernst und schickt für die Nationalratswahl am 15. Oktober unter Bundesminister Mag. Hans-Peter Doskozil vier KandidatInnen ins Rennen. „Während die ÖVP ihre Liste mit möglichst prominenten Persönlichkeiten schmückt war es unser Anspruch möglichst gute KandidatInnen mit möglichst guten Themen aufzustellen,“ so Bezirksparteichef Landtagspräsident Christian Illedits. Dies sei gelungen: „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten sind fest in ihren Gemeinden verwurzelt, nah an der Bevölkerung und fit in allen Zukunftsthemen!“ Diese stellten Dr. Roland Fürst, Mag. Claudia Schlager, Ing. Jürgen Lehner und Petra Pahr-Gold schwerpunktmäßig im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Der rote Faden, der sich dabei durch alle Themenbereiche zieht, lautet soziale Gerechtigkeit. „Die SPÖ kann es als einzige Partei leisten, dem durch eine schwarze und oder blaue Regierungsbeteiligung startenden Sozialabbau entgegenzuwirken,“ so Illedits.

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Die NationalratskandidatInnen des SPÖ Mattersburg-Bezirksteams; v.l.n.r.: Roland Fürst, Petra Pahr Gold, Christian Illedits, Claudia Schlager, Jürgen Lehrner

Politik mache man nicht mit inhaltsleeren Schlagzeilen sondern mit Themen, fährt der SP- Mandatar fort und warnt vor jenen Konsequenzen einer schwarz-blauen Regierungskonstellation, welche die SteuerzahlerInnen in der Vergangenheit bereits zu spüren bekamen. Das FPÖ-Wahlprogramm enthält Maßnahmen, die massive Einschnitte in den Sozialabbau erfordern. Jenes der ÖVP lässt Klein- und Mittelverdienende zu Gunsten der reichsten fünf Prozent der Bundesbevölkerung links liegen. Die SPÖ, so Illedits, sei die einzige Partei, die dem Sozialabbau ein Korrektiv entgegensetzt. Nach der Gemeinderatswahl sei man mit dem Vertrauen der Bevölkerung ausgestattet, habe den Auftrag sich für Fairness einzusetzen – und zwar in allen Bereichen. „Wer seine Stimme der SPÖ gibt, gibt sie sich selbst,“ so Illedits.

>> Fürst: „Umverteilung für soziale Gerechtigkeit!“

Ein Experte in Sachen sozialer Gerechtigkeit von Berufswegen findet sich mit Dr. Roland Fürst auf Listenplatz Nummer drei. Er steht für die Umverteilung von oben nach unten, möchte sich speziell für jene 1,5 Mio. ÖsterreicherInnen einsetzen, die an der Armutsgrenze leben. Schritte in die richtige Richtung sind das Anheben des Brutto-Mindestlohnes, die Entlastung von Klein- und Mittelbetrieben und die Neuberechnung von Transferleistungen wie Pflegegeld, Familien- oder Studienbeihilfe. „Unselbständig Beschäftigte, die steuerlich deutlich weniger flexibel sind wie UnternehmerInnen, ziehen hier den Kürzeren“, so Fürst. Finanzierbar ist dies problemlos durch eine Erhöhung der vermögensbezogenen Steuer. Diese liegt in Österreich derzeit mit 0,5 Prozent, weit unter dem EU-Durchschnitt von 1,8 Prozent.

>> Schlager: „Gleicher Lohn, gleiche Aufstiegsmöglichkeiten!“

Als SPÖ Frauenvorsitzende in Mattersburg liegt Claudia Schlager die Gleichbehandlung besonders am Herzen. Pünktlich zum Equal Pay Day, jenem Tag, ab dem Frauen im Burgenland ob des Einkommensunterschiedes im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen umsonst arbeiten, setzt sie sich für das Lohntransparenzgesetz ein. „Damit statten wir Frauen mit einer stichfesten Argumentationsgrundlage für Gehaltsverhandlungen aus“, so Schlager. Außerdem gelte es die Teilzeitarbeit zu verbessern: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zwingt meist Frauen in die Teilzeit, wo diese mangels Aufstockungsmöglichkeiten oft verharren und Überstunden schlechter bezahlt sind.“ Unter Betonung auf die hervorragenden Kinderbetreuungsangebote im Burgenland – das Land verbucht bei den drei- bis fünf-Jährigen eine Betreuungsquote von nahezu 100 Prozent und bei den unter drei-Jährigen eine Quote von rund 30 Prozent – setzt sich die Pädagogin für einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag und ein zweites verpflichtendes Gratis-Kindergartenjahr für alle ein.

>> Lehrner: „Jugendarbeitslosigkeit muss gegen Null gehen!“

Als jüngster Kandidat setzt Jürgen Lehrner vor allem auf Ausbildung und Jugendbeschäftigung. Das Konjunkturhoch in Österreich und dem Burgenland – das Burgenland war im Vorjahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent erneut Bundessieger, auch für 2017 und 2018 werden Spitzenwerte prognostiziert – bilde eine gute Grundlage für die Implementierung wirksamer Maßnahmen. Optimierungspotenzial verortet der 25-jährige Marzer insbesondere im Bereich der Lehre. Es gelte das duale Ausbildungsmodell zu attraktiveren und das Zusammenspiel von Privatunternehmen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu justieren. „Eine Abstimmung von Angebot und Nachfrage, in Kombination mit finanzieller Sicherheit für Ausbildner und Auszubildende würde mich meiner Vision näher bringen, die Jugendarbeitslosigkeit gegen Null zu drücken“, so Lehrner.

>> Pahr-Gold: „Ärztemangel regionale Gesundheitszentren entgegensetzen!“

Die Bad Sauerbrunnerin Petra Pahr-Gold pocht vor allem auf die Themen Gesundheit und Pflege. „Es darf keine versicherungsbedingten Unterschiede, keine Medizin zweiter Klasse geben! Die Leistungen müssen daher angeglichen, die Selbstbehalte für Selbständige gestrichen werden.“ Dem bevorstehenden pensionsbedingten Ärztemangel soll durch die Errichtung regionaler Gesundheitszentren begegnet werden – das bedeutet für die PatientInnen kurze Wege und längere Öffnungszeiten.

 

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