Freunderlwirtschaft in Eisenstadt?

Eisenstadt, 25. 9. 2017 –

Geschäfte unter (Partei-) Freunden: Freiheitliche legen Steiners Netzwerk offen und warnen vor absoluter Mehrheit

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LAbg. Géza Molnár, FPÖ

In den nunmehr fast zehn Jahren als Obmann der ÖVP-Eisenstadt hat Thomas Steiner ein beachtliches Netzwerk aufgebaut, in dem es um jede Menge Geld geht. Wenige Tage vor der Gemeinderatswahl warnen die Freiheitlichen eindringlich davor, der ÖVP neuerlich eine absolute Mehrheit zu verschaffen. ÖVP-Spitzenkandidat Steiner bringe mit der Positionierung bestimmter Kandidaten klar zum Ausdruck, sein System der Freunderlwirtschaft weiter ausbauen zu wollen, so FPÖ-Spitzenkandidat Géza Molnár. Als „Paradebeispiel“ für Steiners Netzwerk thematisiert die FPÖ Immobiliengeschäfte der letzten Jahre. „Dabei sind immer dieselben Personen im Spiel, allesamt aus dem engsten Umfeld des ÖVP-Obmannes. Aus Steiners Sicht ist das wohl der Erfolgsweg.“

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„Die Reihung von Frau Waltraud Bachmaier auf Platz 10 von Steiners Liste zeigt, wohin der Weg geht“, stellen die Freiheitlichen fest. Bachmaier ist nicht nur alteingesessene ÖVPlerin, sie ist Schwester des in der ÖVP ebenfalls nicht unbekannten Ing. Anton Wagner, einem regelmäßigen Geschäftspartner der Stadtgemeinde, wenn’s um Immobilien geht.

Am verwandtschaftlichen Verhältnis stößt sich die FPÖ nicht, jedoch am Umstand, dass Bachmaier und Ing. Wagner gemeinsam in mehreren Gesellschaften aktiv sind, die sich eben allesamt mit Immobilien bzw. Immobilienentwicklung beschäftigen. Zufall, dass bei den großen und vor allem umstrittenen Deals immer diese Gesellschaften zum Zug kommen?

Aus Sicht der FPÖ kein Zufall: „Ob ‚BurgerKing‘ oder Kino – die Optik ist mehr als schief“, sagt FPÖ-Spitzenkandidat Géza Molnár. „Wer sich das Netzwerk dahinter ansieht, kann nur zum Schluss kommen, dass es hoch an der Zeit ist, die absolute Mehrheit der ÖVP endlich zu beseitigen.“

Die absolute Mehrheit werde von der Steiner-ÖVP schamlos ausgenutzt. „Es beginnt bei den Sonderbezügen für so gut wie alle 15 ÖVP-Gemeinderäte, geht über geschäftliche Aufträge der Stadt an ÖVP-Gemeinderäte, die auch unternehmerisch tätig sind, und endet bei großen Immobiliendeals im engeren Umfeld der ÖVP-Eisenstadt.“

Mit Waltraud Bachmaier hebt Steiner nun eine weitere Parteifreundin in den Gemeinderat, die möglicherweise auch geschäftliche Interessen verfolge. „Die absolute Mehrheit der ÖVP schadet Eisenstadt. Steiners Partei hat einfach den Blick dafür verloren, was sich gehört und was sich nicht gehört. Das Gegengift heißt FPÖ“, so Spitzenkandidat Géza Molnár.

 

 

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