Es ist schon wieder was passiert!

22. 9. 2017 –

Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Burgenland melden sich zu Wort.

Burgenland: „Hellwach! Lange Nacht für ein Ende der Gewalt an Frauen“ wird auch vom Frauenhaus Burgenland aktiv unterstützt.

„Mit großem Entsetzen haben wir von dem tragischen Vorfall vergangenes Wochenende in Vorarlberg gehört. Ein Mann tötete seine beiden Kinder und seine Ehefrau im Rahmen eines erweiterten Suizids. So erschreckend und gleichsam irritierend Vorfälle wie diese auch sein mögen, sie sind leider gar nicht selten“, stellt Isabell Bernhard, Betreuerin im Frauenhaus, betroffen fest.

Es gilt das eigene Zuhause nach wie vor als der gefährlichste Ort für Frauen. Jährlich werden ca. 20-25 Frauen durch ihren Partner ermordet. Und jeder 5. Frau wird einmal in ihrem Leben sexuelle und / oder körperliche Gewalt angetan.

„Diese Zahlen zeigen einen massiven Handlungsbedarf in Fragen des Opferschutzes auf. Zu diesem Zweck rief der Dachverband der österreichischen Frauenhäuser (AÖF) gemeinsam mit anderen Opferschutzeinrichtungen am Abend des 21.9. zur „langen Nacht für ein Ende der Gewalt an Frauen. Hellwach“, auf. Es soll einmal mehr auf die Schicksale von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern aufmerksam gemacht werden. Das Frauenhaus Burgenland, beteiligt sich natürlich aktiv daran!“ informiert Vorstandsvorsitzende Arenberger Gabriele.

Am 21. September wird weltweit der Tag des Friedens begangen. Im Rahmen einer großen Kundgebung vor dem Justizpalast in Wien wurde dieser Tag zum einen mit Statements gegen Gewalt an Frauen und Kindern und für den Frieden, andererseits mit Erfahrungsberichten gewaltbetroffener Frauen und ihrer Befreiung gefeiert. „Hier wurde auch gewaltbetroffenen Frauen aus dem Frauenhaus Burgenland eine Stimme verliehen. Irritierende Erzählungen, berührende Worte, Worte des Schmerzes, des Trosts, aber auch des Kampfes, der Autonomie und Kraft wurden laut. Damit möchten wir darauf hinweisen, dass gemeinsam zum Schutz unserer Frauen und Kinder von Politik und Land eine Budgeterhöhung für Maßnahmen zur Gewaltprävention, der  Ausbau der Frauenhäuser und opferschutzorientierter Täterarbeit in ganz Österreich nötig ist, und intensiv gefordert wird,“ sagt Arenberger. „Es ist ganz besonders die Politik gefordert, nicht länger wegzusehen! Jetzt sind Handlungen gefragt, damit nicht wieder was passiert….“

 

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar