ÖVP-Kandidat mit Sympathien für Radikalislam und AKP

Eisenstadt, 19. 9. 2017 –

Für ÖVP Steiner „ein Beispiel für gelungene Integration“.

„Dieser Mann steht voll und ganz hinter den Werten unserer Gesellschaft. Jeder, der Benji kennt, weiß, dass er rechtschaffener Unternehmer ist und ein Beispiel für gelungene Integration.“ Das ist die Reaktion von ÖVP-Obmann Thomas Steiner auf die bedenklichen Umtriebe eines seiner Gemeinderatskandidaten, Herrn Bünyamin Yildiz, Listenplatz 26 bei der ÖVP.

fpö

Was wird dem Neo-Politiker vorgeworfen? Auf seiner Facebook-Seite finden sich Einträge, die Sympathien für die salafistische Szene erkennen lassen. Bilder von Koranverteilungen („LIES!“) kommentiert er etwa mit den Worten: „Das sind die Weggenossen des Paradieses.“ Er teilt außerdem Postings von Seiten, auf denen „den Ungerechten die Hölle“ gewünscht wird.

Wer sich die Facebook-Seite des ÖVP-Kandidaten ansieht – die FPÖ-Eisenstadt hat die Daten gesichert -, dem läuft es zumindest zwischendurch kalt über den Rücken. Nach gelungener Integration sieht das jedenfalls nicht aus. Bünyamin Yildiz verlinkt auf Seiten, auf denen islamistische Ausfälligkeiten oder auch totale Unterstützung für die AKP offensichtlich sind.

Angesichts der Reaktion von ÖVP-Obmann Thomas Steiner zeigt man sich bei der FPÖ fassungslos: „Dass die ÖVP bei ihrer Kandidatenauswahl auf den steigenden Migrantenanteil ‚Rücksicht‘ nimmt, ist die eine Sache. Aber dass Steiner diesen einen Kandidaten so vehement verteidigt, ist schlichtweg ein Skandal“, so FPÖ-Spitzenkandidat KO LAbg. Géza Molnár.

„Wenn das für Steiner und die ÖVP ein Beispiel für gelungene Integration ist, dann gute Nacht. Auf der Seite des Kandidaten findet sich kaum ein Eintrag in deutscher Sprache – und die Sympathien für radikalislamische Tendenzen oder auch das türkische Regime sind offensichtlich. Für Steiner anscheinend kein Widerspruch zu den ‚Werten unserer Gesellschaft‘.“

Die Eisenstädter Freiheitlichen kündigen eine penible Prüfung der in Rede stehenden Inhalte der Facebook-Seite(n) an und werden gegebenenfalls auch die zuständigen Behörden einschalten, etwa den Verfassungsschutz. Politische oder auch personelle Konsequenzen erwartet FPÖ-Spitzenkandidat KO LAbg. Géza Molnár nicht:

„Thomas Steiner verteidigt die Umtriebe seines Kandidaten in Worten, die keinen Zweifel lassen. Er wird ihn wohl nicht aus dem Rennen nehmen – und auch selbst keine Konsequenzen ziehen. Das spricht für sich. Was soll’s? Die Eisenstädter haben dann bei der Wahl in zwei Wochen ohnehin die Gelegenheit, Steiner und der ÖVP die Rechnung für diesen Irrsinn zu präsentieren.“

Share Button

Schreibe einen Kommentar