Landesfrauenreferentinnenkonferenz tagt in Rust

Rust, 15. 9. 2017 –

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Frauenlandesrätin Verena Dunst als Vorsitzende bei der LandesfrauenreferentInnenkonferenz in Rust

Bei der heutigen Landesfrauenreferentinnenkonferenz in Rust beratschlagten Frauenlandesrätinnen aus ganz Österreich über aktuelle frauenpolitische Themen. Frauenlandesrätin Verena Dunst führte bei der diesjährigen LFRK den Vorsitz und freute sich zudem die Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, Dr.in Pamela Rendi-Wagner, Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner (Kärnten), Landesrätin Mag.a Martina Berthold, MBA, (Salzburg), Landesrätin Mag.a Ursula Lackner (Steiermark), Landesrätin Christine Baur für das Bundesland Tirol und für Wien Stadträtin Sandra Frauenberger, begrüßen zu dürfen. „Die Landesrätinnen haben einen Beschluss gefasst, der die Bundesregierung dazu auffordert, raschestmöglich die notwendigen Mittel für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Ich kann diesen Beschluss nur vollumfänglich unterstützen“, betonte die Bundesministerin. Hauptthemen bei der Konferenz waren die Vereinbarung von Familie und Beruf und die Frauengesundheit, bzw. Gender Medizin. Das Burgenland hat vier Punkte auf die Tagesordnung eingebracht, allesamt wurden einstimmig angenommen. Einer davon betrifft nötige Änderungen bei der Richtlinie zum Kinderbetreuungsgesetz. Mit 01.03.2017 in Kraft getreten, ist die Novellierung zwar grundsätzlich familienfreundlich, weist aber noch immer einige Schwachstellen auf.

18 Tagesordnungspunkte davon 4 aus dem Burgenland
Insgesamt wurden bei der diesjährigen Landesfrauenreferentinnenkonferenz im Burgenland 18 Tagesordnungspunkte, davon wurden 4 aus dem Burgenland eingebracht, behandelt und einstimmig angenommen. Unter anderem wurde gefordert eine Sensibilisierungs- und Informationskampagne zum Thema „Gerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit“ zu initiieren und österreichweit umzusetzen, ein Rechtsanspruch auf Pflegefreistellung und Pflegekarenz festzuschreiben, eine Weiterführung der 15a Vereinbarung zum Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und eine notwendige Änderung bei der am 01.03.2017 in Kraft getretenen Kinderbetreuungsgeldreform. Frauenlandesrätin Verena Dunst: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die gerechte Aufteilung der Kindererziehung sowie eine gemeinsame Zeit der Kinder mit beiden Elternteilen zu ermöglichen, waren wichtige Gründe für die Novellierung. Diese Vorteile sind für das Kind in den ersten prägenden Monaten enorm wichtig. In der bestehenden Regelung sind dennoch änderungswürdige Teilbereiche auszumachen“. Daher bestärkt Frauenlandesrätin Verena Dunst den Beschluss der Landesfamilienreferentinnenkonferenz vom 21.04.2017 und fordert erneut eine Gesetzesänderung. Es sei wesentlich, eine Besserstellung für betroffene Eltern und Alleinerzieherinnen zu bewirken. „Ein Rechtsanspruch auf den Familienzeitbonus, den sogenannten „Papamonat“ muss her! Ebenso ist die besondere Situation von Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher zu berücksichtigen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine bundesweite Einigung erzielen werden“, so Dunst.

In den letzten Jahren wurden mit Geldern des Bundes und den Bemühungen der Gemeinden und Länder mehr als 60.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen. Bei den Unter-Dreijährigen fehlen aber noch mehr als 18.000 Plätze, um das Barcelona-Ziel von 33% Betreuungsquote zu erreichen. Das zweite Gratis-Kindergartenjahr muss, wie im Regierungsprogramm festgeschrieben, kommen. Es muss beim Ausbau der Kindergartenplätze der Turbo eingeschalten werden – daher soll in den kommenden 3 Jahren 300 Millionen Euro in die Schaffung neuer Kleinkindbetreuungsplätze investiert werden. Darüber hinaus braucht es Gelder für den laufenden Betrieb und die zusätzlich entstehenden Personalkosten. Es geht darum, dass für unsere Kinder beste Betreuungseinrichtungen bereitgestellt werden und für Eltern eine echte Vereinbarkeit herstellen können.

 

 

 

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