Gemeindeschutzgebiete als „Ökozellen“ zum Wohle für Menschen und Natur

Hornstein, 8. 9. 2017 –

Die Initiative „Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland“ wurde von der LAG nordburgenland plus in Zusammenarbeit mit dem Land Burgenland, den beteiligten Gemeinden und dem Umweltbundesamt ins Leben gerufen. Sie steht für Naturschutz auf kommunaler Ebene, bei dem die Gemeinden selbst Flächen unter Schutz stellen.

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„An dem LEADER-Projekt haben sich bis heute 20 Gemeinden im Nordburgenland beteiligt, darunter auch die Marktgemeinde Hornstein. Sie hat zwei Flächen nominiert, die zu Recht bereits als kleine Naturjuwele bekannt sind: So wächst im ehemaligen Steinbruch „Weissenlaim“ heute ein wertvoller Trockenrasen, und am „Schlossberg“ kann man zahlreiche geschützte Schmetterlingsarten beobachten“, erklärt LAG-Obmann Landtagspräsident Christian Illedits.

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Der Schaffung von Gemeindeschutzgebieten, deren Vernetzung, und der Infobroschüre „Wege zur Natur“, die alle Gemeindeschutzgebiete beschreibt und in den Gemeindeämtern aufliegt. „Insgesamt wurden 377.000 Euro investiert, 289.000 Euro davon wurden gefördert“, erörtert Illedits. Durch den Schutz ausgewählter Flächen gibt es wieder einen Raum für teils auch schon gefährdete Tiere und Pflanzen. Weitere positive Aspekte: Naturerholungszonen für den Menschen, erlebnisreiche Naturorte für Touristen und Einheimische sowie ein Beitrag für den Klimaschutz.

Landesrätin Mag. Astrid Eisenkopf: „Die Gemeinden sind wichtige Multiplikatoren im Naturschutz. Ein Gemeindeschutzgebiet leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Natur, sondern macht die Gemeinde auch lebenswerter und vielfältiger. Hornstein geht hier mit bestem Beispiel voran. Eine Bürgermeisterin, die hier nichts auslässt, und Sorge dafür trägt, dass sich die Menschen im Ort wohl fühlen.“ Weitere Gemeinden sollen vom Projekt überzeugt, und die Gemeindeschutzgebiete in die Internetplattform „Naturgenuss Neusiedler See“ eingespeist werden.

„Grünflächen in den Gemeinden sorgen für mehr Lebensqualität – bei uns Menschen, aber auch bei Fauna und Flora, die auf diesen Flächen noch Lebensraum finden“, ergänzt Bürgermeisterin Judith Pratl. „Es ist ein zentraler Aspekt des Projektes, die Bevölkerung mit einzubinden. Ein schöner Ansatz dazu sind die geplanten Exkursionen und Projekttage der Volksschule.“

 

Die 23 Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland im Überblick:

Bezirks Mattersburg:
• Draßburg – Schwarzes Kreuz
• Forchtenstein – Eisteiche
• Loipersbach – Edelkastanienhain
• Loipersbach – Liss-Graben
• Mattersburg – Bruchwald am Edlesbach
• Mattersburg – Mattersburger Kogel
• Rohrbach – Streuobstwiese Steindläcker
• Sieggraben – Gemeindewiese zum Bildl

Bezirk Eisenstadt & Umgebung
• Donnerskirchen – Kirchberg
• Eisenstadt/St. Georgen – Trockenrasen Hetscherlberg
• Eisenstadt/St. Georgen – Trockenrasen Rochuskapelle
• Hornstein – Steinbruch Weissenlaim, Schlösslberg
• Mörbisch am See – Seewiesen
• Müllendorf – Walderlebnispfad
• Siegendorf – Retentionsbecken Nodbach
• Stotzing – Kleinhalbjoch

Bezirk Neusiedl am See
• Apetlon – Teich „Alte Sandgrube“
• Edelstal – Retentionsbecken Neubruch
• Illmitz – Alte Schottergrube
• Kittsee – Schindergraben
• Neusiedl am See – Am Tabor
• Parndorf – Bergl
• St. Andrä am Zicksee – Gansllacke

 

 

 

 

 

 

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