Nationalratswahl: Das Beste für den Bezirk Güssing

Stegersbach, 1. 9. 2017 –

Die SPÖ ist im Bezirk Güssing bestens für die Nationalratswahl gerüstet. Trotz Doppelbelastung mit Bürgermeister- und Gemeinderatswahl ist alles auch für den Urnengang auf Bundesebene vorbereitet. Landesrätin Verena Dunst als Bezirksparteivorsitzende präsentierte heute gemeinsam mit den KandidatInnen Patrick Hafner (Gerersdorf), Andrea Unger (Bocksdorf) und Kevin Sifkovits (Stegersbach) die Schwerpunkte.

spö

Dunst sieht mit Hans Peter Doskozil den aktuell besten und beliebtesten österreichischen Politiker als Spitzenkandidaten der SPÖ Burgenland. Er führt das Team auch im Regionalwahlkreis „Burgenland Süd“ an, wo die Bezirkskandidaten Patrick Hafner (3.), Andrea Unger (6.) und Kevin Sifkovits (12.) zu finden sind. Hafner und Unger sind zudem auf der Landes- und Bundesliste vertreten (Hafner: 5 und 97 – Unger: 8 und 148). Neben der Parteistimme können bei der Nationalratswahl jeweils eine Vorzugsstimme auf der Bundes-, der Landes- und der Regionalwahlkreisliste vergeben werden. Zwei Ziele gibt die Bezirksparteivorsitzende aus: Die stärkste Partei auf Bundesebene zu werden, um einen klaren Regierungsauftrag zu erhalten und Platz 1 im Bezirk Güssing für die SPÖ. Die Landesrätin bekennt sich als stellvertretende Bundesparteivorsitzende zu den sieben Koalitionsbedingungen, welche im Plan A zu finden sind. „Eine Regierungsbeteiligung der SPÖ ist auf jeden Fall anzustreben, wenn mit anderen Parteien unser Programm erfüllt werden kann“, so Dunst.

Hafner für Erbschaftssteuern, gesicherte Pensionen und weniger Bürokratie
Bezirksspitzenkandidat Patrick Hafner ist ein glühender ArbeitnehmerInnenvertreter und will die Arbeitsbedingungen vor allem im Hinblick auf Stress und Zeitaufwand verbessert wissen. Einen generellen 12-Stunden-Tag lehnt er ab. Außerdem tritt er dafür ein, dass der Mindestlohn in der Höhe von € 1.500,- steuerfrei sein soll. Nach einem verdienstvollen Arbeitsleben ist er der Meinung, dass 45 Beitragsjahre für einen Pensionsantritt genügen müssen. Der 28-jährige Gerersdorfer glaubt außerdem, dass die Schere zwischen Arm und Reich nur dann geschlossen werden kann, wenn Erbschafts- und Schenkungssteuern eingeführt werden. Diese sollen außerdem im Gegenzug ArbeitnehmerInnen zumindest steuerlich entlasten. Die viel diskutierte Bürokratie ist auch Hafner ein Dorn im Auge. Er fordert, dass in Zukunft derart lange Verfahren wie beim Bau der S7 in Zukunft unmöglich gemacht werden. Im Hinblick auf die Wahlprogramme von politischen MitbewerberInnen erteilt der Bezirksspitzenkandidat der Forderung nach Abschaffung der Kammerpflichtmitgliedschaften eine klare Absage: „Wer die Hilfe oder den Rat einer Arbeiterkammer schon einmal gebraucht hat, der weiß, welche Sicherstellung diese für ArbeitnehmerInnen sind. Und das kann heute oder morgen jeder sein!“

Frauen und Gesundheit
Die Themen Frauen und Gesundheit sind die Schwerpunkte der Kandidatin Andrea Unger. Sie will weiterhin für die Einkommensgleichheit zwischen Frau und Mann kämpfen und ist dafür, dass sich Beruf und Familie noch besser vereinbaren lassen. Deshalb erhebt sie einen Rechtsanspruch auf Ganztagskindergarten ab dem 1. Geburtstag zumindest regionalbezogen. Durch gezielte Maßnahmen wie zum Beispiel mehr Vollzeitbeschäftigung und das gleiche Einkommen für Frauen sollen die Pensionen in Zukunft jener der Männer angeglichen werden. Die geltende Regelung, dass das Pensionsalter der Frauen erst ab 2024 den Männern schrittweise angepasst wird, will sie weiterhin beibehalten wissen. Unger legt ein klares Bekenntnis zur staatlichen Gesundheitsvorsorge und Krankenversicherung ab. Sie tritt gegen die Zweiklassenmedizin auf. Für den ländlichen Raum wünscht sich Andrea Unger eine wohnortnahe Krankenbetreuung und die Gewährleistung von Arztpraxen in den kleineren Gemeinden. „Frauen leisten einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft. Deshalb müssen sie dafür fair entlohnt werden. Die Gesundheitsvorsorge und PatientInnenbetreuung ist hier ebenfalls ein Faktor“, so Unger abschließend.

Der jüngste Kandidat österreichweit kommt aus dem Bezirk Güssing
Der Jüngste im Bunde ist Kevin Sifkovits. Er ist der jüngste SPÖ-Kandidat in ganz Österreich. Der 19-jährige Stegersbacher ist ÖGB-Landesjugendsekretär. Er möchte bei diesen Wahlen die Stimme der Jugend sein und setzt auf die Themen „Bildungs- und Arbeitsplatzgarantie für alle bis zum 25. Lebensjahr“ und wünscht sich, dass die Lehre mit Matura gesetzlich verankert wird. Dazu findet er es ungerecht, dass die Heimkosten für Lehrlinge in Berufsschulen nach wie vor nicht überall kostenfrei sind. Er merkt dazu an, dass es aktuell dafür eine Kampagne der ÖGJ gibt. Außerdem will Sifkovits ein einheitliches Jugendschutzgesetz für ganz Österreich. Das Thema Wohnen spielt selbstverständlich auch in diesem Wahlkampf eine wichtige Rolle, ist es doch ein Grundbedürfnis für die Menschen. Für Jugendliche gibt es laut Kevin Sifkovits zu wenige Startwohnungen. Er wünscht sich daher ein flächendeckendes Angebot derartiger, die einen maximalen Mietpreis von € 5,- pro Quadratmeter haben sollen. Mit der SJ fordert Sifkovits darüber hinaus eine Abgabe auf leerstehende Wohnungen ab einem Jahr. Dies soll Spekulationen vorbeugen und Geld für neuen Wohnraum bringen. Zum Thema Mobilität fordert der Jugendkandidat das TOP-Jugendticket österreichweit und für alle bis zum 26. Lebensjahr sowie den „Theoretischen Führerschein“ in der Schule.

 

 

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