WKO Burgenland jammert um Förderungen für Privatbetrieb

Eisenstadt, 14. 8. 2017 –

Landesrat muss Sorgen der Betriebe ernst nehmen

Unzuständig oder uninteressiert? Der Wirtschafts- und Tourismuslandesrat fühlt sich für die Opernfestspiele nicht zuständig. Die Sorgen der Unternehmen und Mitarbeiter sind erst zu nehmen, heißt es aus der Wirtschaftskammer.

Für Kopfschütteln sorgt die Reaktion von Landesrat Alexander Petschnig auf die Aufforderung der Wirtschaftskammer, sich um die Fortführung der Opernfestspiele in St. Margarethen zu bemühen. „Wenn er sich als Tourismus- und Wirtschaftslandesrat dafür nicht verantwortlich sieht, so muss man schon sein Amtsverständnis für diese Funktion hinterfragen“, sagt dazu Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth. Er fordert Landesrat Petschnig auf, die Sorgen und Ängste der betroffenen Unternehmer und ihrer Mitarbeiter ernst zu nehmen.

Es gehe hier ja nicht darum, dass er das Stück aussucht oder das Bühnenbild gestaltet. „Bei uns melden sich betroffene Unternehmen, die Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent befürchten, Arbeitsplätze sind in Gefahr. Nicht zu reden vom Attraktivitätsverlust für den Tourismusstandort.“

Für den Wirtschaftskammerpräsidenten bleibt zu hoffen, dass FPÖ-Obmann Johann Tschürtz seinen Partei- und Regierungskollegen endlich zum Arbeiten bewegen kann, wie er das ja auch selbst angekündigt hat. Nach zwei Jahren nur auf die eigene Unzuständig­keit zu verweisen, sei zu wenig. Scheinbar fehle hier wirklich das Interesse an der Arbeit als Landesrat, nicht anders sei die nachweisliche Untätigkeit jetzt und auch in anderen Fällen zu erklären, so Nemeth.


Anmerkung der Redaktion

Es sieht so aus, als schießt sich die Wirtschaftskammer auf den FPÖ Landesrat MMag. Alexander Petschnig ein. Dabei verkennt die WKO die Zuständigkeiten in der burgenländischen Landesregierung. Für Kulturförderung ist eindeutig Landesrat Helmut Bieler zuständig. Die WKO, die sich immer für Selbstständige einsetzen sollte, und die von Zwangsgebühren ihrer Zwangsmitglieder lebt, sollte vielleicht selbst den Esterhazy Betrieb unterstützen. Möglichkeiten dazu wären vielleicht Spendenaufrufe oder die meist sauer verdienten Zwangsbeiträge einem der reichsten burgenländischen Betriebe zu übergeben. Wenn ein Betrieb, wie die Veranstaltung im Römersteinbruch St. Margarethen, nicht gewinnbringend geführt werden kann und dadurch geschlossen wird, sollte die WKO Burgenland zumindestens nicht den falschen Landesrat anbellen.

 

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