Opernfestspiele in St. Margarethen sind für 2018 abgesagt

Eisenstadt, 10. 8. 2017 –

Land trägt Verantwortung für das Aus der Opernfestspiele St. Margarethen

„Die Verweigerung Nießls und Bielers, die  Opernfestspiele St. Margarethen zu unterstützen, ist eine touristische und kulturelle Selbstaufgabe. Die rot-blaue Landesregierung fügt damit dem Land großen Schaden zu, nur weil es offensichtlich persönliche Befindlichkeiten gibt“,  kommentiert Landesparteiobmann Thomas Steiner das vorläufige Ende der Opernfestspiele St. Margarethen. Er fordert die Landesregierung auf, über den parteipolitischen Schatten zu springen und im Sinne der Region, des Tourismus und der Kultur in ernsthafte Gespräche mit Esterhazy einzutreten, um die Opernfestspiele zu retten.

övp

Im Römersteinbruch St. Margarethen werden im Jahr 2018 keine Opernfestspiele stattfinden. Der Veranstalter Esterhazy begründet das mit fehlender finanzieller und ideeller Unterstützung seitens des Landes. „Landeshauptmann Nießl und sein  Kultur-Landesrat Bieler blockieren alle Esterhazy-Produktionen im Land, verweigern Förderungen und schaden damit dem burgenländischen Tourismus, der burgenländischen Kultur und den Menschen in der Region.“

Thomas Steiner betont: „Rot-Blau hinterlässt wie in fast allen Politikbereichen auch in der  Kultur- und Tourismuspolitik nur verbrannte Erde. Steiner: „Ich fordere die Verantwortlichen, nämlich Nießl und Bieler, auf, über ihren parteipolitischen Schatten zu springen und endlich einmal im Sinne der Menschen zu handeln. Diese  von Rot-Blau an die Spitze getriebene kleinkarierte und peinliche Uralt-Politik muss auch im Burgenland ein Ende finden.“


Aus für Oper im Steinbruch ist bedauerlich, aber wirtschaftliche Entscheidung des Eigentümers

Hergovich: „Abenteuerlich zu glauben, wirtschaftlicher Erfolg sei davon abhängig, ob Politiker im Publikum sitzen!“

Es sei sehr schade um die nächstjährige Oper im Steinbruch von St. Margarethen, bekräftigt SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich: „Es ist bedauerlich, dass die neuen Betreiber mit dem Kulturbetrieb keinen wirtschaftlichen Erfolg generieren konnten. Aber das Aus ist eine ausschließliche Entscheidung des Eigentümers.“ Es sei daher unseriös dem Land den schwarzen Peter zuzuschieben, wenn ein privat organisiertes Opernfestival Abgänge verzeichnet. Das Land habe die Opernfestspiele ohnehin auch – wie alle anderen im Burgenland – über die Bühne Burgenland beworben. Die Zeit vor der Übernahme des Spielbetriebs durch die Esterhazy Gruppe zeige, dass ein wirtschaftlicher Betrieb sehr wohl möglich ist – das Vorgängerunternehmen habe dafür vom Land nie Förderungen benötigt. „Der Steuerzahler kann nicht der Lückenbüßer für wirtschaftlichen Misserfolg sein – auch wenn die ÖVP das anders sieht. Mit Kultur- und Tourismuspolitik hat die Kritik von ÖVP-Obmann Steiner offensichtlich ohnehin nichts zu tun. Da geht es augenscheinlich nur um politisches Kleingeld“, so Hergovich, und ergänzt: „Es ist doch abenteuerlich zu glauben, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Kulturbetriebs davon abhängt, ob Politiker im Publikum sitzen!“

ÖVP-Chef Steiners Reaktion zeige, dass ihn das hart erarbeitete Steuergeld der Burgenländerinnen und Burgenländer offensichtlich nicht kümmert, wenn es um die Interessen von Esterhazy geht. „Er hat als Bürgermeister von Eisenstadt auch großzügig auf die Lustbarkeitsabgabe für Esterhazy-Veranstaltungen verzichtet, obwohl Esterhazy die aus der Portokasse zahlen hätte können. Das ist Förderpolitik mit der Gießkanne – und sicher kein kulturpolitisches Vorbild für das Land Burgenland“, so Hergovich. Als die erfolgreichen Haydnfestspiele von Esterhazy aus dem Schloss „komplimentiert“ wurden, sei von Steiner – obwohl Kuratoriumsmitglied bei den Festspielen – wenig zu hören gewesen. „Damit wurde ein weit über die Landesgrenzen hinaus bedeutendes Kulturevent um die angestammte Location gebracht – die Auswirkungen auf den Kultur- und Tourismusstandort waren Steiner damals offensichtlich egal.“

 

 

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