Sichere Wasserversorgung trotz Hitze

Eisenstadt, 3. 8. 2017 –

Trotz Hitze: Kommunale Wasserverbände sichern optimale Versorgung der Bevölkerung

Hergovich bei WLV: „Erfolgreiches Modell gegen Privatisierung verteidigen!“

Während viele europäische Regionen angesichts der Gluthitze unter Trinkwasserengpässen leiden, ist die Versorgungssicherheit und -qualität im Burgenland nach wie vor einwandfrei. Davon überzeugte sich SPÖ-Klubchef Robert Hergovich bei einem Besuch der Brunnenanlage des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland in Neufeld. „Die Bevölkerung kann sich trotz hochsommerlicher Spitzenverbräuche auf eine gut abgesicherte Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel verlassen. Garant dafür sind kommunale Wasserverbände, die sich ausschließlich am Gemeinwohl und nicht an Profitzielen orientieren. Dieses erfolgreiche Modell müssen wir weiter gegen Privatisierungstendenzen in Europa verteidigen“, so Hergovich.

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Klubobmann Hergovich mit WLV-Obmann Zapfl und WLF-Geschäftsführer Mag. Klaus Sauer in der Brunnenanlage Neufeld

„Das Burgenland war europaweit die erste Region, die die öffentliche Trinkwasserversorgung mit einer eigenen Verfassungsbestimmung abgesichert hat. Das ist ein Schutzriegel gegen Liberalisierungspläne, die immer wieder laut werden – auch von Seiten der EU-Kommission“, so Hergovich. Mit dem gemeinsam mit Landesrätin Astrid Eisenkopf ausverhandelten WLV-Gesetz, das im März im Landtag beschlossen wurde, habe man außerdem für noch effizientere Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie gesorgt.

Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland als viertgrößter Wasserversorger Österreichs versorgt im Sommer mehr als 210.000 Menschen mit über 2.800 km Leitungen und anderen versorgungstechnischen Bauwerken. In den letzten 12 Jahren wurden 134 Millionen Euro in eine nachhaltige und leistbare Wasserversorgung investiert. „Wir sind gemeinnützig und nehmen den 66 Mitgliedsgemeinden eine wesentliche Aufgabe der Daseinsvorsorge professionell und sparsam ab. Die Sanierung und der Neubau der Versorgungsinfrastruktur stehen dabei im Vordergrund – allein 2016 wurden 15,3 Millionen Euro investiert“, erklärt WLV-Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl.

Der Rückfluss sämtlicher Einnahmen in die Versorgungssicherheit sei der entscheidende Unterschied zu einer privaten Wasserversorgung, ergänzt Klubchef Hergovich: „Privatisierung bedeutet: hohe Gewinne für die Eigentümer, hohe Preise für die Verbraucher und lecke Leitungen. Das zeigt ein Blick nach England.“ Das Burgenland sei daher gut beraten gewesen, die öffentliche Daseinsvorsorge per Landesverfassung zu schützen. „Unser Modell hat Zukunft“, sind Hergovich und Zapfl überzeugt.

>> Für Schongebiet bei Lichtenwörth

Eine Herausforderung für die Zukunft sei das Zurückdrängen der Nitratbelastung durch eine industriell organisierte Landwirtschaft. Speziell die Massenschweinezucht in Lichtenwörth/NÖ bleibe ein Problem: „Zwar gab es einen Etappenerfolg vor dem Verfassungsgerichtshof. Was wir aber unbedingt brauchen, ist ein flächendeckendes Wasserschongebiet: Der schon geschützte Bereich auf burgenländischer Seite muss um das Areal um Lichtenwörth erweitert werden. Unser Druck auf das Land Niederösterreich bleibt aufrecht“, so der SPÖ-Klubobmann und der WLV-Obmann.

 

 

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