Arbeit muss sich für Frauen lohnen

Eisenstadt, 1. 8. 2017 –

„Arbeit muss sich für Frauen lohnen. Darum müssen wir an vielen Schrauben drehen. Wir SPÖ Frauen fordern mehr Fairness am Arbeitsmarkt“ so Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst. Der Mindestlohn von 1.500 Euro soll flächendeckend bis 2019 umgesetzt werden. Hier sind die Sozialpartner bereits in Gesprächen. „Es ist auch wichtig, dass dieser Betrag steuerfrei ist. Davon werden zum größten Teil Frauen profitieren“ so Dunst weiter.

spö

LR Verena Dunst, SPÖ

SPÖ Frauen fordern Fairness am Arbeitsmarkt 

Teilzeit ist in Österreich zu 80% weiblich. Dass die Teilzeit – spätestens in der Pension – eine Armutsfalle sein kann, das ist hinlänglich bekannt. Ein großes Problem dabei ist, dass Überstunden in der Teilzeit ungerecht abgerechnet werden. Statt einen Überstundenzuschlag von 50% bekommt man in der Teilzeitarbeit oft nur den sogenannten „Mehrarbeitszuschlag“. Der wird nur mit 25% abgegolten. „Diese Unterscheidung ist sinnlos und ungerecht und schadet natürlich überwiegend den Frauen. Deshalb fordern wir, dass alle, die mehr arbeiten, als es ihr Vertrag vorsieht, Überstundenzuschläge in Höhe der vollen 50% bekommen“, betont LRin Dunst.

>>> Rechtsanspruch für Stundenausweitung bei Teilzeit

Es ist außerdem oft schwer für Betroffene, von der Teilzeit wieder in die Vollzeit zu wechseln – das ist der Grund, warum viele Frauen, die Teilzeit arbeiten wollten, solange die Kinder klein sind, danach noch weiter in der Teilzeit bleiben, obwohl sie gern wieder Vollzeit arbeiten würden. „Deshalb fordern wir: Teilzeitbeschäftigte sollen einen Rechtsanspruch auf Ausweitung ihrer Stunden haben, wenn ein entsprechender Arbeitsbedarf besteht“ so Dunst. Obwohl Österreich in den letzten Jahren bereits Verbesserungen umgesetzt hat, zählt es nach wie vor zu den Ländern mit einem großen geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied. Erschwerend kommt hinzu, dass Gehaltsstrukturen in der Privatwirtschaft nicht transparent sind. „Einkommensberichte und Gehaltsangaben in Stelleninseraten sind sinnvoll und wichtig – aber alleine nicht wirksam genug. Darum brauchen wir Lohntransparenz in Unternehmen“, erklärt die Landesfrauenvorsitzende weiter.

 

 

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