Wanderausstellung eröffnet: „125 Jahre Arbeitersport“ tourt durch Burgenland

Eisenstadt, 28. 7. 2017 –

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Hundstorfer/Illedits: „Moderner Angebotsmix soll Jugend animieren!“

Der Arbeitersport wurde zum ersten Sport-Dachverband Österreichs und ist Ursprung der ASKÖ, die seit 1972 den Namen „Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich“ trägt. Anlässlich des 125-jährigen Bestandsjubiläums eröffneten der Präsident der Bundes-Sportorganisation (BSO) BM a.D. Rudolf Hundstorfer und der Präsident der ASKÖ Burgenland, Landtagspräsidnet Christian Illedits, eine Wanderausstellung in der Landesdirektion der Wiener Städtischen in Eisenstadt. „Ziel ist es heute wie damals Sport für alle anzubieten. Die Herausforderung besteht darin, die Vereinsangebote der Nachfrage anzupassen,“ so die Präsidenten. Wie die aktuelle Studie der ASKÖ und Wiener Städtischen zum Thema Jugendsport zeigt, befindet sich diese im Wandel. Das burgenländische Erfolgsprojekt „Tägliche Sport- und Bewegungseinheit“ bildet hierbei eine wertvolle Schnittstelle zwischen Jugendlichen und dem organisierten Sport.

Mit 36 Prozent liegt die Anzahl jener burgenländischen Jugendlichen, die sich „nicht gesund fühlen“, deutlich über dem Bundesdurchschnitt von einem Viertel. Rund ein Fünftel trainiert im Burgenland derzeit in einem Sportverein, während fast jeder Zweite angibt vor allem alleine Sport zu treiben. „Die Vereinsmitglieder schätzen vor allem die Infrastruktur. Die Vereine bieten Sportstätten, Geräte und Trainingspartner – und das alles an einem Ort. Das Wichtigste und somit Grundvoraussetzung für die Befragten ist die örtliche Nähe eines Sportvereins“, sagt ASKÖ Burgenland Präsident, Landtagspräsident Christian Illedits. Mehr als ein Drittel sportelt mit Freunden oder in Gruppen und mehr als 25 Prozent besuchen Fitness-Center. In der Hitliste der Sportarten liegen Laufen, Wandern und Walken mit 51 Prozent auf Platz eins. An zweiter Stelle rangiert das Krafttraining an Geräten (31 Prozent), gefolgt vom Schwimmen (26 Prozent) und Radfahren bzw. Mountainbiken (24 Prozent). Trendsportarten wie Yoga, Pilates oder Freelethics sind stark im Kommen. „Die Tendenz geht klar in Ruchtung Individualsport. Jugendliche können heute aus einer noch nie da gewesenen Auswahl von Anbietern wählen. Traditionell liegt uns die Vereinsunterstützung besonders am Herzen – hierbei setzen wir immer mehr auf die Angebotsentwicklung. Es gilt die Bewegungs- und Sportangebote mehr auf Fitness, Gesundheit, Entspannung auszurichten,“ so Illedits. Laut Studie möchten 90% der Jugendlichen in Zukunft mehr Sport betreiben. Diese Herausforderung gilt es anzunehmen und die Vereine „fit“ für die Zukunft zu machen. Hier sei man bereits auf dem besten Weg, so Illedits: „Die ASKÖ Burgenland verzeichnet in den letzten Jahren bereits einen deutlichen Vereinszuwachs und mehr sportliche Vielfalt – von „Fitvereinen“ für Mädchen und junge Frauen über Cachibol und Kampfsport bis hin zu Football ist alles vertreten, was die Jugend derzeit nachfragt.“

Das burgenländische Pilotprojekt „Tägliche Sport- und Bewegungseinheit“, das im kommenden Schuljahr bundesweit ausgerolt wird, sei eine wichtige Schnittstelle zwischen dfen Jugendlichen und Sportorganisationen, so Illedits, der an der Initiierung und Umsetzung maßgeblich beteiigt war: „Bereits der 1. ASKÖ-Bundestag forderte im April 1947 die Einführung der täglichen Sport- und Bewegungsstunde. Im letzten Schuljahr gestalteten 37 Bewegungscoaches von den drei Sportdachverbänden, darunter 13 von der ASKÖ Burgenland, in 235 Klassen an 71 Schulen wöchentlich insgesamt 591 Bewegungseinheiten. 2017/18 kommen 62 Klassen in acht Schuklen hinzu.“

Der Arbeitersport bewegt – seit 125 Jahren.

BSO Präsident BM a.D. Rudolf Hundstorfer zeigt sich sehr erfreut über die Wanderausstellung 125 Jahre Arbeitersport: „Die Wanderausstellung in Form einer Homepage zu präsentieren halte ich für eine sehr gute Möglichkeit, möglichst vielen Menschen zu vermitteln, was der Arbeitersport als erste große Breitensportbewegung seit 125 Jahren geleistet hat und welche Entwicklungen stattgefunden haben. In einer Zeit, in der große traditionelle Organisationen immer wieder in Frage gestellt werden, ist es wichtig, die gewaltige und bedeutsame Arbeit ins Blickfeld zu rücken. Daraus geht eindeutig hervor, dass auch der Arbeitersport einen großen Beitrag für die Entwicklung des organisierten Sports in Österreich geleistet hat. Auf dieser Basis kann die Entwicklung für die Zukunft stattfinden. Daher lade ich alle Sportinteressierten ein, sich zu informieren.“

Vereinssport in Österreich gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Was unter strengen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen begann – bürgerlicher Sport auf der einen Seite, Arbeitersport auf der anderen – ist längst passé. Heute sind die Sportvereine für alle Interessierten da, politische Schranken gibt es nicht mehr, dafür stehen etwa 16.000 Vereine, die über 3 Mio. Mitgliedschaften betreuen und mittlerweile weit über 150 Sportarten und -aktivitäten anbieten. In der Arbeitersportbewegung – bestehend aus ASKÖ, Naturfreunden, ARBÖ, ASKÖ-Flugsport und Arbeiterfischerei – sind es aktuell 1,06 Mio. Mitgliedschaften in über 4400 Vereinen. Das soll natürlich weiter so bleiben, denn eine Mitgliedschaft in einem Sportverein bietet viele unschätzbare Vorteile.

 

 

 

 

 

 

 

 

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