Schutzzonen des WLV bieten den Bienen einen intakten Lebensraum!

Eisenstadt, 28. 7. 2017 –

Imker suchen vermehrt die eingezäunten Schutzzonen rund um die öffentlichen Brunnenanlagen als Standorte für Bienenstöcke.

Wie wichtig für die Menschen die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist, braucht nicht näher erklärt werden. Wie wichtig die Honigbiene für den Menschen ist, lässt sich anhand von einem Zitat von Albert Einstein ins Bewusstsein heben:

„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.

Die Imker klagen in den letzten Jahren immer mehr über immer schlechter werdende Lebensräume für die Honigbienen. Hintergründe dieser Entwicklung liegen auf der Hand: Aus Sicht der Imker sind Monokulturen eines der größten Probleme für die Honigbienen. Monokulturen durch den massenhaften Anbau von Nutzpflanzen, und dass die Wiesen zur Gewinnung von Silage sehr oft gemäht werden, führen dazu, dass sich sowohl durch die fehlende Menge als auch durch die mangelnde Vielfalt des noch vorhandenen Blütenangebotes die Vitalität der Bienen drastisch verschlechtert. Dazu kommt, dass die dabei verwendeten Umweltgifte – sprich Pestizide – die Lebensbedingungen der Bienen weiter drastisch verschlechtern.

wlv

Imker Ing. Wolfgang Hirschhofer, SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich, Neufeld Bürgermeister Michael Lampel, WLV-Obmann Bgm. Ing. Gerhard Zapfl

Bienen und Wasser brauchen saubere Umwelt

 Seit geraumer Zeit wird vom Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland eine interessante Entwicklung festgestellt. Ortsansässige Imker fragen immer öfter nach, ob sie ihre Bienenstöcke innerhalb der eingezäunten Schutzzonen rund um die öffentlichen Brunnenanlagen aufstellen dürfen. So stehen derzeit bereits ca. 40 Bienenstöcke innerhalb der eingezäunten Schutzzonen der Brunnenanlage in Neudörfl, Eisenstadt und Neufeld.

„Die Bienenzucht und die öffentliche Wasserversorgung haben leider ähnliche Problemstellungen, die sie alleine nicht lösen können. Beide sind für den Menschen unersetzbar. Sowohl die Biene als auch das Wasser braucht eine intakte und saubere Umwelt. Den Eigeninitiativen von einzelnen Imkern, dass sie ihre Bienenstöcke in den geschützten Zonen rund um unsere Brunnenanlagen aufstellen wollen, stehen wir positiv gegenüber. Deshalb stellen wir diese naturbelassenen Flächen den Imkern gerne unentgeltlich zur Verfügung. Wir geben unserer wichtigen Honigbiene gerne Asyl, denn wir kennen die Situation, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht“, so der Obmann des Wasserleitungsverbandes Nördliches Burgenland  Bgm. Ing. Gerhard Zapfl.

SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich gratuliert den Verantwortlichen zu dieser wertvollen Initiative. „Es ist immens wichtig, dass ausreichende natürliche ‚Nischen‘ als Lebensraum für Bienen zur Verfügung stehen. Bienenschutz ist Selbstschutz – immerhin ist eine Vielzahl von Nahrungspflanzen auf die Bestäubung von Bienen angewiesen.“ Das Burgenland habe sich deshalb besonders viel vorgenommen. Der Landtag habe sich in seiner Juni-Sitzung einstimmig für eine burgenländische Bienenschutzstrategie ausgesprochen. „Wir müssen gemeinsam noch mehr tun, um dem Bienensterben Einhalt zu gebieten. Besonders wichtig ist eine naturnahe Landwirtschaft, die auf aggressive Spritz- und Beizmittel weitgehend verzichten kann.“

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