Standort Burgenland im Aufwind

Rust, 14. 7. 2017 –

Rekord-Wirtschaftswachstum, steigende Beschäftigung, sinkende Arbeitslosigkeit: Die wirtschaftliche Entwicklung im Burgenland ist hervorragend. Die hohe Attraktivität des Standortes zeigt sich derzeit auch an einer Vielzahl von Betriebsansiedlungs- und Investitionsprojekten. „Der Wirtschaftsstandort Burgenland ist im Aufwind. Das Burgenland steht wirtschaftlich so gut da wie noch in seiner Geschichte“, zog Landeshauptmann Hans Niessl heute gemeinsam mit SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich bei einer Pressekonferenz in Rust mit Bürgermeister Gerold Stagl eine äußerst positive Zwischenbilanz. Insgesamt 920 neue Arbeitsplätze mit Investitionen in der Höhe von 175 Millionen Euro sind im Zuge dieser Vorhaben heuer bereits geschaffen worden bzw. im Entstehen. „Was wir sehen, ist ein ‚Gründer-Boom‘ im Burgenland. Das ist ein Erfolg der Arbeitnehmer, der Unternehmen, aber auch der Politik, die die richtigen Rahmenbedingungen schafft“, betonte Klubchef Hergovich. Damit das Burgenland weiterhin wirtschaftlich erfolgreich bleibt, setzt die SPÖ auf verstärkte Investitionen, Bürokratieabbau sowie Forschung und Entwicklung. „Wir müssen das Burgenland schon jetzt auf die Zeit nach Ende der laufenden EU-Förderperiode 2020 vorbereiten“, machten die SPÖ-Politiker klar. Die gute Entwicklung im Tourismus werde außerdem durch die hohe Investitionsbereitschaft von Gemeinden wie Rust vorangetrieben. Bürgermeister Stagl kündigte heute weitere Maßnahmen an.

spö

Einerseits investieren die Gemeinden massiv, andererseits aber auch das Land mit einer Rekordwirtschaftsförderung, bilanzierte LH Niessl: „Im ersten Halbjahr 2017 wurden insgesamt 4,7 Millionen Euro an Wirtschaftsförderung ausbezahlt. 169 Förderfälle wurden abgerechnet und allein damit 35,8 Millionen Euro an Investitionsvolumen ausgelöst.“ Der Landeshauptmann verwies auf acht Großprojekte, die derzeit landesweit realisiert werden – etwa die Ansiedlung der Wein- und Sektkellerei Schlumberger in Müllendorf oder den weiteren Ausbau des Industriegebiets Hornstein mit dem Leitbetrieb Sigmapharm. Im Businesspark Parndorf sollen insgesamt 450 neue Mitarbeiter Beschäftigung finden, im Businesspark Kittsee 180 neue Beschäftigte.

„Die Stimmung in der burgenländischen Wirtschaft ist gut. Wir verzeichnen ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum, Rekordbeschäftigung und ein Sinken der Arbeitslosigkeit. Beim Außenhandel hatten wir zuletzt einen neuen Rekord mit 2,1 Milliarden Euro an Exporten“, betonte SPÖ-Klubobmann Hergovich, der auch zusätzliche Investitionsprojekte im Bezirk Eisenstadt hervorstrich: So sind im Industriegebiet Hornstein bereits weitere Betriebsansiedlungen in Vorbereitung; im Gewerbezentrum Siegendorf wird gerade ein neues Einkaufszentrum und die das neue Betriebsgebäude eines Elektronik-Fachbetriebs errichtet.

>>> Standort weiter stärken: Entbürokratisierung

Die SPÖ wolle sich angesichts dieser Erfolge nicht zurücklehnen, so Hergovich: „Das Burgenland ist bei der Bewilligung von Betriebsanlagen sehr effizient – das loben auch Investoren. Wir wollen aber noch schneller, effizienter und bürgerfreundlicher werden. Daher starten wir schon im Sommer mit der Vorbereitung von weiteren Entbürokratisierung-Maßnahmen, mit der Entrümpelung der Landesgesetzgebung und Rechtsbereinigung.“ Das Land werde zudem weiter die Investitionen in Wirtschaft und Beschäftigung forcieren, sowie weitere Synergien nutzen, kündigte Landeshauptmann Niessl an: „Wir haben die Forschung mit der ‚Forschung Burgenland‘ auf neue Beine gestellt und konnten die Forschungsquote bereits von 0,6 auf 0,9 % steigern. So wie in der Forschung setzen wir auch das Programm Verwaltungsentwicklung weiter um. Dadurch haben wir bereits neue und schlankere Strukturen geschaffen, die auch raschere Verfahren für die Wirtschaft bedeuten.“

>>> Stagl: Freistadt Rust investiert weiter in Tourismus

Ein besonders herausragendes Beispiel für lokale Investitionen in die Tourismusinfrastruktur ist die Freistadt Rust. Die Revitalisierung des „Alten Bürgerspitals“ mit einem Gesamtaufwand von 2,4 Millionen Euro geht derzeit in die Zielgerade. Darin ist nun etwa die neue Polizeiinspektion untergebracht, aber auch ein neues Restaurant. Zusätzlich ist auch die Ansiedlung eines Souvenirshops, eines Kunstateliers und eines Kaffeehauses vorgesehen. „Wir versuchen den alten Stadtkern optisch und auch touristisch aufzuwerten. Durch die Investitionsbereitschaft der Stadt waren dann auch verstärkte Maßnahmen im Privat- und Firmenbereich – etwa Gebäude- und Betriebssanierungen, Neueröffnungen – feststellbar“, erläuterte Rusts Bürgermeister Gerold Stagl. Zuletzt wurde das „Hotel Katamaran“ mit 10 Arbeitsplätzen eröffnet, in das der private Eigentümer insgesamt 3,5 Millionen Euro investiert hat.

Eine weitere große Investition der Stadtgemeinde Rust ist ein Zubau zum „Hotel am See“, kündigte Stagl an: Mit Investitionen von rund 1,8 Millionen Euro sind eine weitere Qualitätssteigerung und 4 bis 6 zusätzliche Arbeitsplätze geplant. Außerdem soll ab 2018 auch in das Restaurant und die Infrastruktur am Campingplatz investiert werden. Hier sollen 10 zusätzliche Jobs bei 1,5 Millionen Euro an Investitionen entstehen. „Wir setzen seit Jahren nur mehr auf Topqualität unserer Angebote – das reicht von den Beherbergungsbetrieben bis zu unseren Veranstaltungen. Damit ist es gelungen, die Saison bis Weihnachten zu verlängern“, betonte der Ruster Bürgermeister.

 

 

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