Tierschutzgesetz neu schafft Probleme

Eisenstadt, 10. 7. 2017 –

Verunsicherung bei Vereinen – GRÜNE drängen auf Lösung

Die GRÜNEN weisen schon lange auf ein wesentliches Problem hin, welches durch die Novelle zum Bundestierschutzgesetz entstanden ist. Tierschutzvereinen ohne Tierheim wird dadurch die Grundlage ihrer Arbeit entzogen. Dürfen sie doch laut §8a keine Tiere mehr anbieten, egal ob über Internetbewerbung oder in Inseraten. „Das kann unmöglich der Wille des Gesetzgebers gewesen sein, wir brauchen rasch eine Lösung, bzw. eine praktikable Umsetzung auf Landesebene,“ fordert der Abgeordnete der GRÜNEN Wolfgang Spitzmüller. „Die Arbeit der Tierschutzvereine ist immens wichtig und ergänzt die Arbeit des Landes-Tierschutzheimes maßgeblich.“
Alice Pichler vom Tierschutzverein „Wir fürs Tier“: „Die Verunsicherung bei den Vereinen und Ehrenamtliche ist sehr groß, grad jetzt im Sommer sind wir mehr als ausgelastet und jetzt wird uns auch noch die Vergabe von Tieren praktisch verunmöglicht.“
Grüne

Grundsätzlich ist das Verbot für die GRÜNEN zu befürworten, da damit den illegalen Tierhändlern die Grundlage ihres Geschäftes entzogen wird und damit Tierleid verhindert wird. Unser Antrag im Burgenländischen Landtag, hier auf Landesebene eine praktikable Lösung im Sinne des Tierschutzes zu schaffen, wurde leider vertagt,“ erläutert Spitzmüller, „es sollen Stellungnahmen eingeholt werden.“ Die GRÜNEN halt dies für unnötig, die Probleme liegen klar am Tisch und man hätte hier rasch Klarheit schaffen müssen.“

Pichler und Spitzmüller sind sich auch einig, dass es zusätzlich eine Lösung für private TierbesitzerInnen braucht, die für ihre Lieblinge aus persönlichen Gründen einen neuen Platz brauchen. Diese dürften jetzt zB. nicht mal über facebook neue BesetzerInnen suchen. Damit dadurch nicht alle Tiere in Tierheimen landen, braucht es hier zB. eine Möglichkeit über Tierschutzvereine und Tierheime auch Privatplätze zu vermitteln. Das Landestierheim Sonnenhof bietet diese Möglichkeit bereits an.

 

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