Breitbandausbau: Zeitplan in Bezirk Güssing unterschritten

Güssing, 7. 7. 2017 –

Inzenhof und Güssing sollen 2018 On Air gehen

15 investierte Millionen und 14.000 versorgte Haushalte durch den burgenländischen Breitbandpakt, rund 6 Mio. Euro Fördermittel und 9.500 Haushalte aus der Breitbandmilliarde des Bundes – knapp 21 Mio. Euro fließen hierzulande in den Breitbandausbau. Und damit nicht genug: Der zweite Call für die im Burgenland relevanten Förderprogramme Access und Backhaul wurde im Juni beendet, die Ergebnisse liegen im Laufe der nächsten Woche vor. Davor könne man keine qualifizierten Angaben über Förderzusagen machen, so Landtagspräsident Christian Illedits, der den Breitbandpakt maßgeblich ausverhandelte, SP-Bezirksvorsitzende in Güssing Landesrätin Verena Dunst und SP-Breitbandsprecher LAbg. Wolfgang Sodl. Fest stehe, dass der Fokus der Fördermaßnahmen abermals auf dem Südburgenland liegt – um die verbleibenden weißen Flecken auf der heimischen Breitbandkarte zu schließen. Auch die Förderinitiative „Der Digitale Dorfplatz“, die allen Burgenländerinnen und Burgenländern einen gleichberechtigten Zugang zum World Wide Web gewährleisten soll, geht in die Umsetzung.

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Eine Milliarde Euro investiert das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) bis zum Jahr 2020 in den bundesweiten Breitbandausbau. Das Burgenland erhält nach Abschluss der ersten Ausschreibungsrunde 4,7 Millionen Euro für diesbezügliche Infrastrukturprojekte, zuzüglich der Mittel aus dem Sondertopf Access ELER, für ländliche Entwicklung, beläuft sich die erste Förderzusage aus der Breitbandmilliarde für das Burgenland auf rund 6 Mio. Euro. Vor Baubeginn sind mehr als 41.500 Wohnsitze unversorgt, verfügen also über einen Internetzugang mit weniger als 30 Mbit. Durch die genehmigten Projekte werden rund 9.500 dieser Wohnsitze mit schnellen Bitraten ausgestattet. „Gerade für ländliche Regionen ist ein Netzanschluss eine wichtige Verbindung zur globalisierten Welt,“ so Illedits.

Im Laufe der nächsten Woche werden die Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde erwartet, gibt Illedits einen Ausblick. Gemäß dem bisherigen Aufteilungsschlüssel sollen diese zu ca. 75 Prozent in den infrastrukturschwachen Landessüden fließen. 13 von insgesamt 17 Gemeinden, die bereits im Rahmen des ersten Calls ausgebaut werden, liegen im Südburgenland. Im Bezirk Güssing startet der Ausbau in Inzenhof, die Einschaltung soll 2018 erfolgen. Parallel finden bereits Planungsarbeiten in Güssing statt, damit die Gemeinde und ihre Ortsteile 2018 on Air gehen können.

„Der Breitbandausbau bringt wirtschaftliche und soziale Vorteile für die südburgenländischen Gemeinden und gewährleistet damit eine weitere positive Entwicklung der gesamten Region,“ ergänzt LAbg. Wolfgang Sodl, SP-Bereichssprecher für Innovation und technologische Infrastruktur. Man müsse die Gemeinden dabei unterstützen, sich selbst fit für die Zukunft zu machen, so Sodl: „Es bestehen tolle Angebote, die die Gemeinden jedoch proaktiv nutzen müssen. Hier wollen wir informieren.“

„Wir haben die Weichen in die richtige Richtung gestellt und der Breitbandausbau schreitet im Burgenland erfolgreich voran. Bis das Ziel der flächendeckenden Versorgung erreicht ist, bedarf es weiterer Ausschreibungen sowie zahlreicher baulicher Maßnahmen. Gerade der europäische Vergleich zeigt uns, dass wir uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen dürfen, sondern innovativ bleiben müssen,“ erklärt Illedits. Gemeinsam mit Landesrätin Astrid Eisenkopf und Landesrätin Verena Dunst präsentierte Illedits unlängst den Dorfplatz der Zukunft. „Der Digitale Dorfplatz“ ist eine Förderinitiative zur Errichtung freier WLAN-Hot Spots an öffentlich zugänglichen Orten. Gefördert wird durch das Landesjugendreferat sowie die Dorferneuerung. „Jeder Verein, jede Gemeinde hat die Möglichkeit, über die Dorferneuerung nach Förderungen anzusuchen. Besonders stolz bin ich, dass bereits 154 von 171 Gemeinden im Burgenland Dorferneuerungsgemeinden sind,“ so Landesrätin Verena Dunst.

 

 

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