7. 7. 2017 – Polizei News

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Verirrte Pfandfindergruppe unversehrt aufgefunden

Eine Pfadfindergruppe von sieben Kindern aus Wien im Alter zwischen 10 und 13 Jahren, die sich gestern in der Nähe des Geschriebensteines im Gemeindegebiet von Rechnitz, Bezirk Oberwart, verirrt hatte, wurde heute gegen 05:25 Uhr unversehrt aufgefunden. Die Kinder befanden sich in einem Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich, Bezirk Oberpullendorf.

Die Pfandfindergruppe errichtete in Oberpullendorf nächst der „Kaisereiche“ ein Lager. Am Morgen des gestrigen Tages wurden die Kinder mit einem Bus von Oberpullendorf nach Rechnitz gebracht. Gegen 09:00 Uhr bildeten die Betreuer acht Gruppen, die alleine auf markierten Wegen durch den Wald des Günser Gebirges über den Geschriebenstein von Rechnitz nach Lockenhaus gehen sollten. Die jungen Pfadfinder waren gut ausgerüstet und hatten unter anderem einen Schlafsack, eine Decke und Reservekleidung bei sich. Ihre Betreuer begaben sich gesondert zur Aussichtswarte des Geschriebensteines, wo an einem Kontrollpunkt ein Treffpunkt mit den einzelnen Gruppen vereinbart war.

Als die Gruppe mit den sieben Kindern (zwei Mädchen, fünf Buben) um 16:00 Uhr den Treffpunkt noch nicht erreicht hatte, suchten die Verantwortlichen zunächst die Umgebung ab, wobei sie auch in Richtung Rechnitz zurückgingen.

Nachdem diese Suche erfolglos blieb, erstatteten sie gegen 21:40 Uhr auf der Bezirksleitstelle in Oberpullendorf die Anzeige. Unter Leitung des Bezirkshauptmannes von Oberpullendorf, WHR Mag. Klaus Trummer, wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion, an der Polizei, Feuerwehr, zwei Förster der Esterházyschen Gutsverwaltung, die Rettungshundebrigade, das Rote Kreuz sowie der Arbeitersamariterbund mit insgesamt 103 Einsatzkräften und 18 Suchhunden teilnahmen, gestartet. Ein Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres war ebenfalls im Einsatz.

Aufgrund des unwegsamen Geländes mussten mehrere Einsatzteams gebildet werden, wobei jedem Team ein ortskundiges Suchorgan zugeteilt wurde. Gegen 05:25 Uhr durchsteifte ein Polizist der Polizeiinspektion Oberpullendorf mit einem Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Hammerteich ein Waldstück im Gemeindegebiet von Hammerteich. In unmittelbarer Nähe der „Blauriegelhütte“ wurden sie auf die Kinder aufmerksam und geleiteten sie zur Burg Lockenhaus, wo sie vorerst auf Wunsch der Eltern untergebracht wurden.

Einige Eltern kamen noch während der Nacht nach Lockenhaus und wurden im Feuerwehrhaus – bis zur Auffindung der Kinder – von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. In Absprache mit Eltern und Betreuern wird das „Lagerleben“ weiter fortgesetzt – die Kinder bleiben in Oberpullendorf.

pn


Ermittlungen der Polizei abgeschlossen

Ein Foto – dieses zeigt eine Gruppe Jugendlicher, welche eine an einem Pranger stehende Person zeigte – gab Anlass für polizeiliche Ermittlungen. Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft erfolgt.

Am 21. Juni 2017 wurde der Polizei auf Grund eines Hinweises bekannt, dass während der Großveranstaltung „Nova Rock 2017“ eine Gruppe von Jugendlichen auf dem Festivalgelände fotografiert wurde. Auf diesem Foto ist eine Personengruppe abgebildet, welche sich auf einem Festivalgelände befindet. Weiters ist auf diesem, der Polizei übermitteltem Foto zu erkennen, dass eine männliche Person in einer Vorrichtung – ähnlich einem Pranger – steckt, welcher die KZ-Parole „Arbeit macht frei“ als Aufschrift trägt.

Auf Grund dieses Sachverhaltes hat das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Burgenland (LVT)  die Ermittlungen wegen des Verdachtes des Verstoßes nach dem Verbotsgesetz aufgenommen.

Im Zuge der Ermittlungsmaßnahmen konnte ein 26-jähriger Mann aus dem Bezirk St. Pölten/Land ausgeforscht werden. Der Niederösterreicher führte vor Organen des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Burgenland (LVT) aus, dass er diese – einem Pranger gleichende Vorrichtung – am Zeltplatz im Nova Rock Gelände aufgefunden hat. Da seine Gruppe unter dem Motto „Ritter“– eine selbstgebastelte Ritterstatue begleitete die Gruppe – am Festivalgelände vertreten war, meinte er, dass dieses „Accessoire“ sein gewähltes Motto unterstreichen würde.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Burgenland (LVT) wird in dieser Angelegenheit eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermitteln.

 

 

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