Startschuss für „Integrationsleitbild Burgenland“

Eisenstadt, 4. 7. 2017 –

Wo stehen wir im Moment? Wo wollen wir hin? Im Blickwinkel dieser Betrachtungsweise wurden am 04. Juli 2017 von einer Arbeitsgruppe im Rahmen eines Workshops die ersten Schritte in Richtung der Erstellung eines „Integrationsleitbildes Burgenland“ gesetzt. Federführende Kraft ist dabei mit Sanya Neinawaie die Integrationsbeauftragte des Landes Burgenland. Im Laufe des Sommers werden die Ergebnisse des heutigen Tages zusammengefasst. Aufbauend darauf sind im Herbst weitere Treffen vorgesehen. Der Abschluss inklusive der Präsentation des Leitbildes ist für Ende 2017 bzw. Anfang 2018 geplant. „Integration funktioniert bei uns im Burgenland relativ gut und findet in der Bevölkerung auch durchaus Akzeptanz. In diesem Prozess sind vor allem das richtige Fordern und Fördern unserer neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger ausschlaggebend, die am Ende dieser Entwicklung als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft agieren und mitwirken sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Instrumente wie Sprache, Bildung, Erklärung der österreichischen Werte, der Arbeitsmarkt und Freizeitaktivitäten notwendig. Integration ist allerdings keine Einbahnstraße. Helfen wir deshalb unseren neuen MitbürgerInnen, sich in Österreich zurechtzufinden und unterstützen wir sie bei ihren ersten Schritten im Burgenland“, erklärte dazu Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos.

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Gesundheits- und Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos und Sanya Neinawaie, Integrationsbeauftragte Land Burgenland, gaben den Startschuss zur Erarbeitung eines „Integrationsleitbildes Burgenland“, das als Zukunftspapier zur gelebten Einfügung in die Gesellschaft gedacht ist

Ein derartiges „Integrationsleitbild Burgenland“ ist deshalb notwendig, damit jeder Person im Burgenland vermittelt werden kann, wohin die gemeinsamen Ziele führen. Dadurch, dass die Integration ein Miteinander ist, wird auch bei der Erstellung des Leitbildes darauf Rücksicht genommen, dass diverse Stellen und Institutionen an diesem partizipativen Prozess teilnehmen können. Deshalb nehmen an diesem ersten Workshop rund 50 VertreterInnen u.a. aus den Bereichen der Bildungsinformation, der Bildungsberatung, des Landesschulrates, des AMS, der AK, des Psychosozialen Dienstes, des Dachverbandes der burgenländischen Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen, des Frauenhauses, der Caritas, der Diakonie, des Vereins Menschen Leben, des ASKÖ, des Österreichischen Städtebundes und diverser Abteilungen des Amtes der Burgenländischen Landesregierung teil. Dieses „Integrationsleitbild Burgenland“ soll allerdings keinesfalls eine Kopie der bereits vorhandenen Leitbilder der anderen Bundesländer zum Thema Integration sein. Es soll vielmehr als Botschaft an beide Seiten ein Zukunftspapier darstellen, anhand dessen Strategien erstellt und durchgeführt werden können.

Aktuell fördert das Land Burgenland mit einem Budget von rund 280.000 Euro insgesamt 5 Projekte die zur Integration unserer neuen Nachbarn beitragen. Zusätzlich wurden vom Land Burgenland zwei Broschüren erstellt. Die Eine richtet sich unter dem Titel „Neue Heimat Burgenland“ an unsere neuen Nachbarn und soll diesen helfen, sich in Österreich zu orientieren, die Andere ist unter der Bezeichnung „Neue Nachbarn“ für Burgenländerinnen und Burgenländer gedacht und soll als Informationsgrundlage über unsere neuen Nachbarn dienen.

 

 

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